Inkasso meldet sich nach Mahnbescheid - was tun?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

1. Die Rechnung und den Überweisungsbeleg für Klarna suchen, finden, kopieren. 

Dann entweder 

2. a) nichts machen. Dazu wird ja immer geraten (s. Verbraucherberatung, Fachanwälte, c't bzw. Heise online gerade für Telekommunikation) oder 

2. b) Wenn Du unbedingt etwas schreiben willst: Brief mit Kopie der Überweisung an das Inkassobüro und einen Zweizeiler, dass Du die Forderung als erledigt betrachtest, weil Du den Betrag von ... € gem. Überweisungsbeleg bezaht hast. 

Vor allem um eine detaillierte Aufstellung der Kosten und um Begründung der Forderung  bitten. 

3. Problem: Wenn Du Dich äußerst, kannst Dich je nach Wortwahl noch tiefer in die Sache reinreiten, daher lieber Punkt 2. a) bevorzugen. 

4. Erst wenn ein neuer Mahnbescheid eintreffen sollte, MUSST Du reagieren und ihm dann auch unbedingt widersprechen (ohne Begründung) und schauen, was dann passiert. 

5. Aber, es gibt doch jede Menge Infos und Hilfen dazu im Netz. 

Da brauchst Du keine Laienhilfe hier von GF; hier ist eher fachmännischer Rat (Anwalt Verbraucherschutz) gefragt. 

6. Für die Zukunft: Es zeigt sich wieder, dass eine Zahlung per Lastschrift besser ist. Der Verkäufer zieht das Geld ein (ist also seine Sache) und Du hast acht Wochen Zeit, die Zahlung bei Unklarheiten zu stornieren. 

Wichtig ist vor allem, was vor dem Mahnbescheid lief. Also ob der Mahnbescheid selbst berechtigt war oder nicht.

1. Gab es jemals Mahnungen seitens Klarna, die dich erreicht haben?

2. Gab es jemals ein Inkassoschreiben, was dich erreicht hat?

Wenn es denn keine Mahnschreiben seins Klarna gab und kein Inkassoschreiben, dann warst du üblicherweise gar nicht im Verzug. Dann sind sämtliche weitere Kosten aus dem Bereich Fantasie.

Wenn es Mahnungen gab, aber keine Inkassobriefe, dann dürfen auch grundsätzlich keine (außergerichtlichen) Inkassogebühren gefordert werden. Allerdings war dann ggf. der Mahnbescheid OK und 32€ Gerichtskosten, sowie 25€ Pauschale für den Mahnbescheid wären zu bezahlen.

Wie genau haben sich die 200€ zusammengesetzt? Würde mich mal interessieren. Vor allem auch, wie angreifbar sich UGV mit diesem Blödsinn gemacht hat.

lilliiii776 06.07.2017, 14:31

Es gab Mahnungen und auch Inkassobriefe. Die HF liegt bei 18, 82, alles andere seien Inkassokosten und Anwaltskosten, da der Anwalt der Ugv auch im gleichen Haus sitzt und man eigentlich direkt Post vom Anwalt bekommt

0
mepeisen 07.07.2017, 12:43
@lilliiii776

Wieso wundert mich das nicht, dass UGV mal wieder diesen Unfug treibt?

Kannst du einmal auflisten, was alles an einzelnen Positionen auf dem Mahnbescheid stand?

0

Noch nie hat klarna expl WG Inkasso kosten geklagt.Der Einsatz eines ugv Rechtsanwaltes aendert nichts an diesem Sachverhalt.

In den Urteils Datenbanken ist nicht ein einziger Fall zu finden ;)

Nicht darauf reagieren und nicht zahlen wäre mein Tip

Wie soll ich mich verhalten?

Ignorieren.

Inkassokosten einzuklagen bei einem geschäftserfahrenen Gläubiger wie Klarna, nachdem die HF vollständig bezahlt war und alle gläubigerseitigen Verzugskosten, ist zu 99% unmöglich.

vgl. §§ 254 BGB und 4 Abs. 5 RDGEG.

lilliiii776 05.07.2017, 23:53

Vielen Dank für deine Antwort :)

Macht es dabei denn einen Unterschied wann ich die HF überwiesen habe?

0
kevin1905 06.07.2017, 01:42
@lilliiii776

Nur bezüglich der Zinsen. Die sollte man taggenau ausrechnen. Wenn der Gläubiger aber bestätigt, dass diesbezüglich nichts mehr offen ist, ist alles in Butter.

0

Dem Inkassobüro einen Beleg in Kopie zukommen lassen, dass die HF und Gebühren bezahlt sind und somit die Sache für dich erledigt ist. Einschreiben mit Rückschein.

Vorgerichtliche Gebühren in Höhe von 112.--€ Euro würde ich auf keinen Fall bezahlen. Denn wenn die HF und die Gebühren bezahlt sind, gibt es keinen Grund ein Gericht anzurufen.Deshalb sind die vorgerichtlichen Gebühren nicht rechtens.

Sollten die dir wider Erwarten einen Mahnbescheid über vorgerichtliche Gebühren zukommen lassen, sofort Widerspruch einlegen.Wahrscheinlich werden die das nicht machen, weil sie wissen, dass sie mit einer Klage keinen Erfog haben werden. Man versucht eben, von dir unberechtigte Gebühren zu verlangen.

Kopie der Überweisung mit Anschreiben per Post schicken und die erneute Mahnung zurückweisen.

Was möchtest Du wissen?