Inkasso Mahngebühren

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7 Antworten

selber Schuld, wenn sich danach einer richtet!

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@EXInkassoMA

Es gibt neues! Freitag erhielt ich wieder post und diesmla wirds richtig unverschämt. Der Brief kommt diesmal von einem 'Anwalt' welcher allerdings nicht sehr seriös aussieht, im Internet hab ich schon gelesen das es sich hierbei um ein Inkassounternehmen handelt ) Sie setzen mir jetzt eine FRist bis zum 27.07 das ich bis dahin die Inkassokosten und die dem Kunden entsatndenen Verzugskosten ( das dürften nicht mehr als 5 euro mahngebühr sein bei zalando) insgesammt 70 euro! zu zahlen habe und Sie im Gegenzug auf Ihre gebühren verzichten. Das allein ist ja schon ein schlechter Scherz da bis zu einem Rechnungswert von bis zu 500 € maximal 45 € gebühren erlaubt sind. Sie sagen das Sie am 30.03 beauftragt wurden und meine zahlung erst am 03.04 einging. wenn mann sich das mal ansieht ist es auch ganz klar das ich das geld definitiv überwiesen habe bevor ich post von Ihnen erhalten habe. nämlich am selben tag wie Sie beauftragt wurden. Was ich auch sehr lustig finde ist das Sie Ihren ersten Brief vor 3 Monaten auf den 24.03. datiert ist- obwohl Sie erst am 30.03 beauftragt wurden?

Wenn ich nicht bezahle drohen Sie mir mit dem Gericht und Zwangsvollstreckung sowie weiterer Kosten :O

Soll ich die 70 € jetzt lieber bezahlen oder es weiter drauf ankommen lassen? eigentlich sehe ich das partout nicht ein :/

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kurze Zeit später flatterte dann auch schon ein Schreiben des nun beauftragten Inkassounternehmens herein

Denen mitteilen, dass die Forderung gezahlt wurde und schicke denen den Überweisungsbeleg, oder Kontoauszug mit. Danach dürfte nix mehr kommen. Wenn die Überweissung VOR dem netten Briefchen war!

Entscheidend ist ob Verzug oder nicht

Spielt hier aber keine relevante Rolle da der Forderungseinzug nur an ein Inkassobüro und nicht an einen Anwalt abgetreten wurde

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Das ist natürlich ein absoluter Witz meiner Meinung nach

Ja, aber lustig ist der nicht, ehr ziemlich erbärmlich.

Ich habe dann also bei dem Versandhaus angerufen und die teilten mir mit das die Zahlung tatsächlich eingegangen ist, ich aber trotzdem die Mahngebühren zahlen müsste!

Für eine niemals gestellte Mahnung? Lustig! ^^

Meine Frage ist nun: muss ich die imensen Inkassokosten tatsächlich tragen oder bleibt dies an dem Versandhaus hängen?

Vermutlich hat das Versandhaus, gar keine zahlen müssen. Das Inkassobüro arbeitet wahrscheinlich auf Flatrate oder Erfolgsbasis. In beiden Fällen ist diesem kein bezifferbarer Schaden entstanden, der dir in Rechnung gestellt werden könnte.

Erlaubt sind bestenfalls maximal 1,50€ für einen Mahnbrief und maximal 5€ für die Rücklastschriftgebühren. Das war es auch schon. Zinsen kann man ggf. noch ausrechnen unter www.basiszins.de/zinsrechner wobei das nur wenige Cents sind.

Das Inkasso kann man getrost ignorieren, zumal Forderungen in dieser Höhe nicht mal ansatzweise gerichtlich durchsetzbar sind.

Ich würde dem Inkasso ein Einschreiben schicken: "Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich stelle in Aussicht, gegen Sie Beschwerde beim Aufsichtsgericht einzulegen wegen drastischer Verstöße gegen das RDGEG und RVG. Zudem bestreite ich, dass Sie jemals eine Rechnung stellen. Zur Prüfung, dass Sie keine Flatrates anbieten senden Sie mir bitte umgehend eine Vollmacht im Original zu und eine Vertragskopie des zwischen Ihnen und der Mandantin geschlossenen Vertrages."

Danach schweigt man. Wichtig sind nur gerichtliche Briefe. Einem gerichtlichen Mahnbescheid sofort widersprechen und den Widerspruch zurück ans Gericht., Danach folgt zumeist nichts mehr.

Inkassobüros die Flatrates haben oder Mitgliedsgebühren würde ich als Gläubiger nicht beauftragen.

Ein normales, übliches Inkassobüro hat Bearbeitungsgebüren. Die sind pro Auftrag und sind nach Rechnungshöhe gestaffelt. Da der Aufwand oder die Grundkosten gleich sind, egal, ob die anzumahnende Rechnung 20 € oder 100 € beträgt. (Nur höhere Beträge werden gestaffelt)

Welche Verträge zwischen Geschäftsleuten vorliegen, geht Dritte nichts an und es wäre impertinent Einsicht zu verlangen. So eine unsachliche Antwort spricht nicht gerade von einer kaufm. Ausbildung.

Schweigen kann böse ausgehen. Wenn ganz klar ist, dass eine Geschäftsbeziehung wischen Gläubiger und Schuldner bestanden hat, ist dabei nichts Unseriöses. Außerdem kennt man sich und man kann ganz einfach mit einem Anruf oder einem Brief Mißverständnisse aus dem Weg räumen. In so einem Fall wäre es sogar dumm sich tod zu stellen. Es geht ja nicht um eine Abmahnmaffia, sonder um einen Vertreter eines Lieferanten, den man beauftragt hat.

In so einem Fall könnte die Vorlage des Zahlungsbeleges alles abkürzen und vereinfachen.

Natürlich kann man schlaumeiern und auf halbgare Ratschläge hören und die Sache bis zum Mahnbescheid durchziehen. Sollte man aber im Unreicht sein, weil man unwissend eine Komponente mißachtet hat, wir keiner mehr einlenken und sich auf einen Vergleich einlassen. Dann hat man alle verärgert und die Fronten verhärtet.

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@Politikopfer64

@politikopfer64 - Leider ist Dein Kommentar am Thema vorbei

Du hast nicht wirklich aufmerksam gelesen

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@Politikopfer64

Selten so viel Falsches gelesen...

Inkassobüros die Flatrates haben oder Mitgliedsgebühren würde ich als Gläubiger nicht beauftragen.

Tja. Genug große Konzerne machen aber genau das. Es interessiert nur die Realität und nicht das, was du als einzelner tun würdest (oder auch nicht).

Ein normales, übliches Inkassobüro hat Bearbeitungsgebüren. Die sind pro Auftrag und sind nach Rechnungshöhe gestaffelt. Da der Aufwand oder die Grundkosten gleich sind, egal, ob die anzumahnende Rechnung 20 € oder 100 € beträgt. (Nur höhere Beträge werden gestaffelt)

Und wieso fordert dann jedes Inkasso deutlich höhere RVG-gebühren, wenn es gegenüber dem Gläubiger nur eine pauschale Aufwandsgebühr fordert? man kann es auch so ausdrücken: Das ist gewerblicher Betrug...

Welche Verträge zwischen Geschäftsleuten vorliegen, geht Dritte nichts an und es wäre impertinent Einsicht zu verlangen. So eine unsachliche Antwort spricht nicht gerade von einer kaufm. Ausbildung.

In dem Fall geht es durchaus diesen Dritten etwas an. Denn immerhin wird auf Grundlage dieses Vertrages ein Schaden behauptet, der vom Dritten zu bezahlen ist. Man kann es auch anders ausdrücken bzw. juristisch einwandfrei: "Der Schuldner bestreitet, dass der Schaden in der behaupteten Höhe jemals entsteht und verlangt die Vorlage des Vertrages, um den Schaden nachzuweisen und um die Bezahlung des Inkassobüros nach RVG durch den Gläubiger nachzuweisen." Das hat durchaus auch etwas mit kaufmännischer Ausbildung zu tun: X behauptet, es steht der Schaden Y. Also muss er das auch vertraglich abgesichert haben, dass der Schaden Y entsteht. Wenn er aber vertraglich abgesichert hat, dass der Schaden Y nie entsteht, begeht X gewerblichen Betrug.

Schweigen kann böse ausgehen

Blödsinn. Man ist ausschließlich Gerichten gegenüber verpflichtet, weil es dort Fristen gibt und weil ein Schweigen dann hinterher nicht mehr angreifbar ist und gilt "Wenn du dich wehrst, dann zur rechten Zeit." Gegenüber einem Inkasso zu schweigen, ändert exakt gar nichts. Das sind weder Behörden, noch haben die irgendeine Sonderstellung. Das sind reine Wirtschaftsunternehmen.

Wenn ganz klar ist, dass eine Geschäftsbeziehung wischen Gläubiger und Schuldner bestanden hat

Und was hat das im Verhältnis zwischen Inkassounternehmen und Schuldner oder Inkassounternehmen und Gläubiger etwas zu suchen? Richtig: Nichts. Gerichte haben schon zigfach AGB-Klauseln für nichtig erklärt, in denen versucht wurde, die Inkassokosten als pauschalen Schaden auf den Schuldner abzuwälzen.

Es geht ja nicht um eine Abmahnmaffia, sonder um einen Vertreter eines Lieferanten, den man beauftragt hat.

Na und? Die Hauptforderung samt durchsetzbarer Gebühren wird ja auch bezahlt. Alles andere ist reines Privatvergnügen des Gläubigers. Da du auf kaufmännisches Grundwissen hinweist: Es gehört zum Handwerk eines guten Kaufmanns, keine finanziell unsinnigen Entscheidungen zu treffen. Das Beauftragen eines Inkassobüros ist aber exakt das: Eine kaufmännisch unsinnige Entscheidung. Stattdessen ist es risikoärmer und vom Zeitaufwand her bedeutend leichter, einfach direkt einen Anwalt mit einer Klage zu beauftragen oder einen Mahnbescheid auszufüllen. Man braucht als großer Konzern vieles, aber ganz sicher keine Hilfe eines Inkassounternehmens beim Schreiben eines Mahnbriefes

In so einem Fall könnte die Vorlage des Zahlungsbeleges alles abkürzen und vereinfachen.

Das Inkasso fordert trotzdem seine Gebühren. Egal ob es das darf oder nicht.

Natürlich kann man schlaumeiern und auf halbgare Ratschläge hören und die Sache bis zum Mahnbescheid durchziehen. Sollte man aber im Unreicht sein, weil man unwissend eine Komponente mißachtet hat, wir keiner mehr einlenken und sich auf einen Vergleich einlassen. Dann hat man alle verärgert und die Fronten verhärtet.

Im Masseninkasso verhärten die Fronten nicht. Da ist man eine Nummer in einem Pool aus Nummern. Das Ziel ist, in den Pool "schwierig" zu kommen oder in den Pool "hat sich informiert". Dann verfolgt das Inkasso das mit den eigenen Gebühren nicht mehr weiter. Um nichts anderes geht es im Masseninkasso. Da gibt es keine Sachbearbeiter, die permanent den persönlich eigenen Fall durchleuchten und wo sich dann Fronten verhärten. Das ist zu 99,999% Computersoftware, die den Geschäftsbetrieb leitet und die Call-Center-Agenten sind nur zur Abwicklung und Verunsicherung der Schuldner da. Es geht ums Geldscheffeln, mehr nicht.

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@mepeisen

P.S.: In diesem Fall werden sogar mehr als das Doppelte der erlaubten RVG-Gebühren gefordert. So einer, der gegen sämtliche relevanten Gesetze verstößt, zieht nie vor Gericht.

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@mepeisen

@InkassoMa

Es ist ja ganz nett, dass Du so viel Halbwissen angesammelt hast. Indem Du Deine Ratschläge immer wieder wiederholst, werden sie nicht besser. Ich habe jetzt auch kein Bock schon wieder alles richtig zu stellen. Es ist einfach zu viel.

Du sprichst nur von den schwarzen Schafen und ich von den korrekt arbeitenden Inkassobüros, die verzweifelten Gläubigern (z.B. Handwerkern oder Lieferanten) helfen, gegen die um sich greifende immer schlechter werdende Zahlungsmoral helfen. Sie halten sich abei an geltendes Recht und sind wichtige Vermittler zwischen Schuldnern und Gläubigern wenn alles verfahren ist. Eben weil die Gläubiger nicht die Schraube bis zum GV anziehen wollen, leisten sie gute Arbeit. Wenn ein Schuldner erst einmal GV-Gebühren, Gericht und Strafe zahlen müssen, dann steht jeder Gläubiger noch weiter unten in der Liste. Was nicht selten dazu führt, dass er dann in Insolvenz gehen muss.

Bei Deiner Vorgehensweise muss man voraussetzen das krimminelle Energie im Spiel ist. Gerade damit die Kosten nicht ins Kraut schießen erkennen die Gerichte die Inkassokosten an, weil (korrekt abgerechnet) die Kosten weit unter dem der Rechtsanwälte liegen. Die kleinen Büros (ich spreche wie gesagt nicht von der Massenikasso-Maffia) wird sehr wohl ermittelt. Da fahren Außendienstler raus und diese dürfen lt. Zulassung vom Oberlandgericht sogar kassieren und machen das auch.

Es ist bei vielen Schuldnern zu sehen, dass sie ihre Post nicht öffnen. Da ist es besser hinaus zufahren und mit denen zu sprechen. Viele sind sogar erleichtert, wenn sie einen Weg aus ihrer Misere bekommen. Sie möchte nämlich gerne wieder zu dem Tierarzt oder Automonteur und trauten sich nicht, wegen der unbezahlten Rechnungen.

Bei so manchem, den ich hier gegen die korrekt arbeitenden Inkassobüros schimpfen hören, habe ich oft gedacht, dass er Schuldner ist und hier gegen die wettert, die bei ihm versuchten ihr Recht zu bekommen.

Wenn man etwas kauft, dann sollte man sich vorher überlegen, ob man es sich leisten kan und nicht nacher gegen alle meckern, die versuchen ihm das klar zu machen.

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@Politikopfer64

@politikopfer

Bin zwar nicht @mepeisen aber Du redest Dir das doch alles etwas schön bzw romantisierst sogar den Einsatz eines schnöden Inkasso Außendienstes

Ich bleibe dabei :

Als Gläubiger ist es immer besser gleich zu einem echten RA zu gehen um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben

Das die Rechtsprechung eher inkassounfreundlich ist kann nicht ernsthaft angezweifelt werden.

Du bist immer mehr oder weniger darauf angewiesen das der Schuldner darüber nicht in kenntnis ist

Wäre mir zu riskant

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"Nunja ich habe dann natürlich direkt den Betrag überwiesen der angemahnt wurde "

Innerhalb der geforderten Frist? dann haben sie Pech gehabt. Wenn nicht - musst du zahlen.

"dazu muss ich sagen das ich nur eine einzige schriftliche Mahnung erhalten habe, kurz bevor ich das erste mal das erste mal Geld überwiesen hatte danach kam garnix mehr"

in der Regel ist gar keine Mahnung notwendig wenn ein fester Zahlungstermin schon bei Bestellung vereinbart wurde (bzw das Zahlungsziel. Das wohl "sofort" bei ner Lastschrift heißt) Das nur mal als Nebeninfo.

nein nein, ich habe im Januar eine Mahnung erhalten, da habe ich dann auch überwiesen innerhalb der Frist, der Betrag konnte allerdings nicht abgebucht werden da ich mein Gehalt verspätet kam. Da ich keine weiteren schriftlichen Mahnungen erhalten habe bin ich davon ausgegangen das die Sache erledigt ist, fast 7 wochen später habe ich dann zufällig gesehen das eine Rückbuchung auf meinem Konto vermerkt wurde und habe dann direkt den Betrag nochmals überwiesen. Ein Paar Tage später kam dann die Post vom Inkassounternehmen :/

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@Blink1990

du widersprichst dir... ursprünglich hast du im Dezember überwiesen und es konnte nicht abgebucht werden... wobei schon überwiesen/abgebucht nicht zusammenpasst. Wenn du überwiesen hast, nicht vorher das Konto gecheckt ob genug Guthaben drauf ist? Falls du das übersehen hast und deine Bank das trotzdem angenommen und dann nicht ausgeführt hat, hast du den Brief bei dem dir die Bank mitteilt das die Überweisung nicht ausgeführt werden konnte auch übersehen?

Und dann das gleiche im Januar nochmal? Oder hast du da das erste mal überwiesen und es ging nicht durch? Da gilt aber das gleiche?

210€ sind auch ziemlich hoch, wie hoch war denn die Hauptforderung? Bzw. wie setzen die sich zusammen?

Oder wars per Lastschrift? In dem Fall den Brief von der Bank das die Lastschrift nicht eingelöst werden kann übersehen? Und dann im Januar nach überwiesen und ging nicht durch?

Fragen über Fragen.... irgendwas kann auf jeden Fall nicht stimmen. Wenn ich richtig rechne sind zwischen Bestellung und Inkassobüro aber 3 Monate... zeit genug das das auffällt.

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@Geheim0815

nein nein ich hab mich blöd ausgedrückt, ich habe ende dezember, am 28.12. etwas bestellt, 45 €. habe den Artikel dann Anfang Januar erhalten und zwei Wochen Später eine Zahlerinnerung erhalten. Ich habe dann eine Überweisung in der Bank abgegeben (normalerweise regel ich das per Onlinebanking) da ich danach weder eine Mahnung noch eine Zahlungserinnerung erhalten habe, bin ich davon ausgegangen das alles klar ist. einmal im Quartal bekomme ich meine Kontoauszüge zugeschickt und als ich diese abgeheftet habe ist mir das aufgefallen das das geld nicht abgebucht wurde da mein Gehalt zu spät kam und ich durch fixkosten bereits im dispo war. Meine Mitbewohnerin bestreitet das irgendwas von der bank gekommen sei aber naja. Das da was gekommen sein muss weiss ich auch, der Überweisungsschein muss wohl irgendwann im januar gekommen sein. Wär aber auch nicht das erste mal das Sie post verschludert (ich war selber 2 Wochen im Urlaub ende Januar) .

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@Blink1990

Wenn der Betrag zurückgebucht wurde, dann hast Du N I C H T bezahlt.

  • Bestellung im Dezember mit Bankeinzug.
  • Im Dezember auch Bankrücklastschrift.
  • Erneute Mahnung im Januar wieder mit BRL
    • 7 Wochen später wäre also März? gewesen, 1. Mahnung vom Inkasso = 3 Monate nach Bestellung
  • Jetzt ist Juni! wieder 3 Monate später

Sie wollen die volle Summe ohne Inkassokosten wurde also erst im März bezahlt, nach dem Inkassobrief?

Viele versuchen schnell zu zahlen und sagen dann, das habe ich vorher bezahlt. Ist eine alte Masche.

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@Politikopfer64

nein, bestellung ende Dezember, anfang januar zahlungserinnerung erhalten, daraufhin Überweisung zur Bank gebracht, wurde aber anscheinend nicht abgebucht. Da ich keine mahnung danach etc erhalten habe bin ich davon ausgegangen das alles im reinen ist (der Überweisungsschein muss wohl auch zurückgeschickt worden sein von der Bank, allerdings lebe ich in einer WG und war Ende Januar im Urlaub, da muss das wohl untergegangen sein) habe dann ende März meine Kontoauszüge zugeschickt bekommen und beim abheften ist mir dann aufgefallen das der Betrag nicht abgebucht wurde, habe dann den Betrag endgültig überwiesen und Anfang April kam dann die Post vom Inkasso. Ich habe dort bereits meinen Zahlungsbeleg eingeschickt und bei dem Versandhaus auch nochmal schriftlich und telefonisch klargestellt das die Zahlung eingegangen ist und dies mit dem Zahlungsnachweis 'bewiesen' habe Ihnen auch den Überweisungsträger vom Januar zukommen lassen, der Wille war ja schließlich da :D aber die weigern sich das verfahren einstellen zu lassen.

die Hauptforderung von 45 € wurde also beglichen. Inkassounternehmen fordert allerdings trotzdem noch Hauptforderung und Inkassogebühren ein.

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@Blink1990

Entscheidend ist ob man im Verzug ist

Du bist sehr wahrscheinlich im Verzug und hast das Glück das die gegenseite keinen rechtsanwalt sondern nur ein Inkassobüro eingeschaltet hat

Ein Inkassobüro ist nicht ans RVG gebunden und kann Gebühren "verlangen" wie es Lust und Laune hat

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Wenn Deine Überweisung vor dem Mahndatum des Inkassobüros liegt, dann lege den Beleg vor und fordere den Lieferanten auf, den Auftrag zurück zu nehmen.

Wenn die Überweisung nach der Inkassomahnung war, dann versuche Dich mit ihnen zu Vergleichen. Versuche die Summe zu drücken. Der Mahnbetrag ist ein wenig hoch. Vor Gericht würde er auf unter die Hälfte gekürzt werden. Biete ihnen 50 € und gucke mal was passiert.

Wieso 50€ anbieten? Das ist doch Schwachsinn. Es wurde längst gezahlt und rund 170€ Gebühren sind einfach nur Schwachsinn...

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@mepeisen

Die Gebühren sind zu hoch, da stimme ich Dir zu. Meine Frage war. Wann wurde gezahlt ? Vor oder nach der Mahnung des Inkassobüros? Wenn die schneller waren, dann einen Vergleich schließen. Wenn die Mahnung danach war, dann den Auftraggeber bitten den Auftrag zurück zu ziehen.

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@Politikopfer64

Die Mahnung des Inkassos ist überflüssig. Sie bringt keinen rechtlichen Mehrwert, wieso sollte man da etwas für bezahlen? Ein geschäftserfahrener Gläubiger kann selbst eine 2. Mahnung schreiben oder eine dritte. Oder er lässt es und beantragt den viel günstigeren gerichtlichen Mahnbescheid. 32€ Gerichtskosten, 25€ Inkassogebühr. Immer noch günstiger als das Mahnschreiben des Inkassos.

Warum also dieser Unfug mit dem Mahnbriefchen durchs Inkasso? Ganz einfach: Der Porsche vor der Tür will unterhalten werden. Mit kaufmännischer Logik hat das nichts zu tun.

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nein, musst Du nicht.

ich hatte gerade fast den gleichen Fall. Ich habe auch bei einem Versandhaus online bestellt. Normalerweise bezahle ich da immer mit Kreditkarte,Betrag wird also da gleich von der Karte abgezogen.

Aber in dem Fall hab ich wohl auf Rechnung bestellt, hab es vergessen zu bezahlen und es kam eine Mahnung. daraufhin habe ich den Betrag sofort überwiesen.

Eine Woche sopäter kam dann das Schreiben vom Inkasso-Büro, mit überteuerten Gebühren.

Ich schrieb ein Brief, das die Forderung schon länst bezahlt ist und das ich die Gebühren des Inkasso Unterneghmens nicht bezahlen werde. Noch ein Vermerk, dass Inkasso-Gebühren nicht gerichtlich eingefordert werden können und gut ist.

Gestern beklam ich die Antwort, dass die Forderung beglichen sei und ich keine weiteren Kosten mehr hätte.

Geht doch.

Es gibt aber genug unwissende, die schnell das Geld bezahlen, nur um Ärger aus dem Weg zu gehen.

Ich nicht

Inkasso Gebühren können sehr wohl vor Gericht und auch in Insolvenzen eingefordert werden.

Es gibt Leitfäden für die Höhe, nach denen sich die Gerichte richten.

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@Politikopfer64

Wo hast du denn diesen Unfug her? Inkassogebühren sind zunächst einmal nur in Höhe der gleichen Rechtsanwaltsgebühren erlaubt. Zur Diskussion stünde ein Schreiben einfacher Art (mit Auslagen 16,20€). Rund 170€ Gebühren verstoßen drastisch gegen alles an rechtlicher Grundlage, was man hier heranziehen könnte.

Daneben wird im Masseninkasso von Gerichten oft genug alles auf bis zu 3€ zusammen gestrichen.

Im übrigen: In Insolvenzen nehmen Inkassogebühren auch keinerlei Sonderrolle ein.

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@Politikopfer64

@Politikopfer

Können und Dürfen geht immer ;) Die Kosten stehen aber nur auf dem Papier und werden kaum eingeklagt denn die Rechtsprechung ist sehr inkassounfreundlich wie hier z.b

AG Brandenburg, Urteil vom 27.08.2012, 31 C 266/11:

Dagegen werden mit der Einschaltung eines Inkassounternehmens in der Regel nur eigene Mahnbemühungen auf einen Dritten ausgelagert. Die Verlagerung dieser mitunter lästigen Gläubigertätigkeit mag sich aus Sicht des Gläubigers ggf. als sinnvolle Vereinfachung seiner Buchhaltung darstellen, führt jedoch grundsätzlich deswegen allein noch nicht zu einer Pflicht des Schuldners auch diese Kosten zu tragen, zumal das Inkassounternehmen für seine Tätigkeit regelmäßig ein Entgelt verlangt, das erheblich über den vergleichbaren Aufwendungen steht, die der Gläubiger hätte, wenn er diese Leistungen im Rahmen seines Forderungs- und Mahnwesen selbst erbringen würde (AG Kehl, Urteil vom 26.04.2011, Az.: 4 C 19/11, u. a. in: "juris"; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 13.11.2006, Az.: 37 C 209/06; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 09.01.2008, Az.: 33 C 168/07).(...) Zahlt der Schuldner nicht innerhalb der üblichen Frist, ist es nämlich zunächst Sache des Gläubigers, sich um die Erfüllung der Forderung zu bemühen. Dazu gehören nach herrschender Auffassung die Überwachung der Zahlungseingänge und Zahlungsfristen sowie zumindest eine zweimalige Mahnung. (...) Die Beauftragung des Inkassounternehmens dient insofern nämlich ausschließlich der Bearbeitung und außergerichtlichen Abwicklung des Anspruchs. Solche Aufwendungen kann der Gläubiger von dem Schuldner aber regelmäßig gerade nicht ersetzt verlangen (BGH, BGHZ Band 181, Seiten 233 ff. = ZGS 2009, Seiten 369 ff. = NJW 2009, Seiten 2530 ff. = Das Grundeigentum 2009, Seiten 974 ff. = VersR 2009, Seiten 1121 ff. = Schaden-Praxis 2009, Seiten 304 f. = NZM 2009, Seiten 595 ff. = WM 2009, Seiten 1664 ff. = DAR 2009, Seiten 515 ff. = ZfSch 2009, Seiten 558 ff. = MDR 2009, Seiten 1166 ff. = VRS Band 117, Seiten 23 ff., Nr. 7; BGH, NJW 1977, Seite 35; BGH, BGHZ Band 66, Seiten 112 ff. = NJW 1976, Seiten 1256 ff. = VersR 1976, Seiten 857 ff. = MDR 1976, Seiten 831 f.; OLG Dresden, NJW-RR 1994, Seiten 1139 ff.; OLG Köln, WM 1989, Seiten 246 ff.; LG Berlin, Urteil vom 20.07.2009, Az.: 5 O 468/08, u. a. in: "juris"; AG Kehl, Urteil vom 26.04.2011, Az.: 4 C 19/11, u. a. in: "juris").Diesen grundsätzlich somit nicht ersatzfähigen Eigenaufwand für die Einziehung einer eigenen Rechnung hat die Klägerin vorliegend aber nur "ausgelagert", indem sie nach Eintritt des Verzugs ein Inkassobüro mit der Beitreibung beauftragt hat. Ihr stand selbstverständlich frei so zu verfahren. Jedoch kann sie die damit verbundenen Kosten nicht ohne weiteres auf den Schuldner umlegen, weil es sich gerade um Kosten des grundsätzlich nicht ersatzfähigen Eigenaufwands handelt.

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@Politikopfer64

Schon komisch, dass ich dann meine Inkassogebühren nicht bezahlen musste.

Außerdem geht es hier darum, wenn man die Forderung bezahlt hat, bevor man das Schriben vom Inkasso-Unternehmen bekommt.

Wenn man natürlich die Forderung nicht begleicht, wie so viele Schuldner, dann sieht es vielleicht anders aus.

Aber wo kommen wir denn da hin, wenn ich meine Fordrung bezahle und dann eine Woche später will irgendein dahergelaufener Inkasso-Abzocker noch Geld von mir, wegen einer angeblich nicht bezahlten Rechnung? Ich glaub ich spinne. Versuchen kann man es ja, gell.

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@mepeisen

Die Inkassogebühr von 170 € ist zu hoch. Keine Frage.

Aber jedes Gericht erkennt Inkassogebühren an, wenn sie nicht überteuert sind. Die Leittabellen selber habe ich nicht parat aber ich sehe ja regelmäßig die Insolvenztabellen.

Aber bei Rechnungen unter 500 € gehen ca. 60 € Inkassokosten problemlos bei Gericht durch und bis unter 1.000 € ca. 120 € - genauso bei Insolvenzverwaltern. Darüber kürzen sie schon mal. Wenn die Inkassokosten schon im Titel (VB) stehen, wuppen die komplett kommentarlos durch. (Da stehen schon mal Sachen drin, da wundert man sich.)

Nein, Inkassobüros nehmen keine Sonderstellung ein. Wer hat das denn behauptet?

Zu Masseninkasso kann ich nichts sagen. Das sehe ich bei meiner Arbeit nicht. Wir bearbeiten fast nur Liefer- und Handwerkerrechnungen.

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@dianaW1980

Nicht alle Inkasso-Büros sind Abzocker. Ein Handwerker z. B. hat Eletktriker oder Maler gelernt. Das mit dem Bürokram nimmt er halt in Kauf. Wenn das dann mit dem Rechnungen schreiben und bezahlen nicht so wuppt, dann gehen gerade kleine Betriebe schnell über die Wupper.

Gerade kleine Handwerker und Betriebe kommen da schnell an ihre Grenzen. Wer will ihnen denn verübeln, wenn sie die Rechnungen nach der xten Mahnung weitergeben an Fachleute, zum Einzug? Der Kunde ist ihm ja eh nicht mehr wichtig, wenn er nicht bezahlt.

Wenn sich dann Monate nach dem Auftrag Bezahlung und Weitergabe an ein Inkassobüro kreuzen, dann ist das a) sehr selten und b) eher Zufall.

Wer die Musik bestellt muss sie auch bezahlen. Es wird auch keine dahergelaufener Abzocker sein, denn er wurde beauftragt von seinem Geschäftspartner.

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@EXInkassoMA

Sollen wir uns jetzt die Urteile der verschiedenen Gerichte abwechselnd posten?

... und weil Du so recht hast, vergibt das Oberlandesgericht sogar Zulassungen für Inassobüros?

Die Forderung war offensichtlich unbestritten. Lieferung/Arbeit war einwandfrei trotzdem wurde sie nicht bezahlt. Sie wurde auch ordnungsgemäß in Verzug gesetzt (hier sogar mehrfach). Weiter wurde ein Bankeinzug vereinbart, der nicht eingelöst werden konnte. (ungerechtfertigte Rücklastschrift) (§ 254 Abs. II BGB + § 284 BGB + § 286 BGB + §286 BGB + §288 BGB ) das ist sogar strafbar und kann im Falle des Falles abgesondert werden. Daher kann Schadensersatz vom Schuldner verlangt werden, zugunsten des Gläubiger oder dessen Vertreter.

Dazu gibt es seit Jahrhunderten stapelweise Urteile.

Überigens die Lieferung war im Dezember und wir haben jetzt Juni!

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@Politikopfer64

'Überigens die Lieferung war im Dezember und wir haben jetzt Juni!'

Ja und ich habe vor über zwei Monaten bereits endgültig bezahlt, die Zahlung ist auch eingegangen aber trotzdem bekomme ich post vom Inkasso!

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@Politikopfer64

Wenn die außergerichtlichen Inkassogebühren gem VB mitituliert sind hat der Schuldner im Vorfeld allerdings geschlafen bzw es versäumt diesen Kosten beim gerichtlichen Mahnbescheid zu widersprechen (Teilwiderspruch)

Gibts keinen Widerspruch dann ist logischerweise alles tituliert

Das kannst Du allerdings nicht mit diesem Thread vergleichen

Nenn mir doch mal ein nachprüfbares AZ in welchem explicit wg außergerichtlichen Inkassogebühren erfolgreich geklagt wurde

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@Politikopfer64

@politikopfer64

Beruhig Dich doch ;))

Wir reden hier doch nur über die Gebühren eines externen Inkassobüros

Und da sieht es in Punkto Erstattungsfähigkeit im Verzugsfall doch nicht allzu rosig aus

Das ist doch nicht ernsthaft von der hand zu weisen ?

Hätte der Gläubiger sofort nach Verzug einen Rechtsanwalt eingeschaltet sähe die Sache anders aus denn Anwaltsgebühren sind im Verzugsfall durchsetzungsfähig und werden auch normalerweise eingeklagt

Du kannst doch nicht hergehen und ein schnöden Inkassodienstleister auf die selbe Stufe wie ein Rechtsanwalt hieven

Der Fragesteller hat übrigens die HF zweckgebunden beglichen - also was soll der Eingehungsbetrugshinweis ?

Da gäbe es ja täglich Tausende von Anzeigen bei den vielen Lastschriften die in deutschland platzen

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@Politikopfer64
Aber jedes Gericht erkennt Inkassogebühren an, wenn sie nicht überteuert sind

Nö, in den letzten Jahren ist genau das Gegenteil passiert. Die Inkassogebühren für ein außergerichtliches Mahnschreiben sind bei Großkonzernen einfach nicht zielführend und Hilfe braucht der Konzern auch nicht. Hier im Forum gibt es einige, die diese Gerichtsurteile sammeln und dir auf Anhieb hunderte Gerichtsurteile vorlegen können, die dich widerlegen.

Die meisten Schuldner stecken den Kopf in den Sand, wehren sich nicht gegen völlig überzogene Mahnbescheide und nur deswegen landen die Gebühren ständig in Insolvenztabellen. Einmal tituliert ist es vorbei.

Wir reden hier ansonsten auch von einem Fall, wo der Schuldner noch vor Mahnbescheid die Hauptforderung samt nachvollziehbarer Gebühren (etwa 5% über Basiszins oder Briefporto) bezahlt. Nicht von dem Fall, dass man zahlungsunfähig ist. Wobei. Zahlungsunfähig. Selbst da streichen die Oberlandesgerichte die Inkassogebühren komplett mit dem Verweis: Bei Wissen um die Zahlungsunfähigkeit ist der Gläubiger auf einen Titel angewiesen und eine weitere Mahnung eines Anwalts oder Inkassobüros ist dabei nicht zielführend.

Zu Masseninkasso kann ich nichts sagen. Das sehe ich bei meiner Arbeit nicht. Wir bearbeiten fast nur Liefer- und Handwerkerrechnungen.

Dann behaupte auch nicht Dinge, von denen du nichts weißt. Es ist interessant, dass du ein Inkassomensch bist. Im übrigen bin ich sogar bei dir: Bei einem kleinen Handwerkerbetrieb, der im Jahr vielleicht einen säumigen größeren Kunden hat, wo ein individuelles Inkasso stattfindet mit Forderungsprüfung und ggf. auch einer Rechtsberatung, da ist die RVG-Gebühr berechtigt und auch voll zu erstatten. Der TE spricht aber von einem Internet-Versandhaus. Solche Versandhäuser sind keine kleinen Läden. Im Gegenteil: Die bearbeiten viele zehntausend Bestellungen im Monat oder noch mehr. Die kennen genug säumige Kunden und schließen hunderttausendfach immer den selben Vertrag ab.

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@Politikopfer64
... und weil Du so recht hast, vergibt das Oberlandesgericht sogar Zulassungen für Inassobüros?

Das Inkassobüro soll ja eigentlich auch etwas anderes machen, als lustige Mahnbriefe schreiben. Es hat den Auftrag, einen gerichtlichen Mahnbescheid zu erstellen und Vollstreckungsmaßnahmen durchzuführen. Wir reden die ganze zeit nicht über diesen eigentlichen Auftrag, für das es auch eine Zulassung braucht. Wir reden davon, dass im Masseninkasso immer zuerst ein Mahnbriefchen verschickt wird, damit man für einen voll automatisierten und sinnlosen Brief erst mal mindestens 80€ verlangen kann.

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@Politikopfer64

Wir reden nicht von einem Handwerker in diesem Fall.

Wer die Musik bestellt muss sie auch bezahlen.

Redest du vom Schuldner oder vom Handwerker? Wieso muss der Schuldner denn nach dieser Logik 50€ bezahlen, wenn der Handwerker eine Rechnung von 20€ bekommt? Wo ist da die Logik?

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@Politikopfer64

Das hab ich auch nicht gesagt.

Meine Aussage bezieht sich eben auf die Inkasso-Abzocker, nicht auf seriöse Inkasso Unternehmen.

Wie oft gibt es denn Leute, die von Inkasso-Unternehmen Post erhalten, wo sie aufgefordert werden, immense Gebühren zu bezahlen, nur weil sie angeblich sich auf irgendeiner dubiosen Internet Seite angemeldet haben??

Oder warum wird nach einer ganz normalen Rechnung, welche vielleicht nicht sofort beglichen wird, sofort ein Inkasso-Unternehmen tätig und fordert erhöhte Gebühren?

Ich bin selbt im kaufmännischen Bereich tätig und kenne das so, das man erst mal den Schuldner mit einer weiteren zahlungsforderung erinnert, dann etwa anmahnt. Kommt dann immer noch nichts, geht man eben den gerichtlichen Weg.

Ich will hier nicht sagen,das man seine Rechnungen nicht begleichen soll, aber jedem kann es mal passieren, das er eine Rechnung vergisst oder das ein unerwartetes Ereignis eintritt, wo man gerade nicht liquide ist. Dafür muss man nicht bestraft werden.

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@EXInkassoMA

@EXInkassoMA auf seine Kommentar ..... nicht für Blink1990 (daher bitte nicht persönlich nehmen)

Der Betrugshinweis ist die Bankrücklastschrift. Er hat mit Lastschrift/Abbuchungsauftrag bezahlt. Die konnte 2fach nicht eingelöst werden. So wurde Zahlungsfähigkeit vorgetäuscht, die zu dem Zeitpunkt nicht da war. Spätestens, wenn der Zahler dann noch eine eV oder einen Haftbefehl am Zahltag vorweisen kann ist der Betrugsvorwurf bewiesen und steht damit im Raum. (Zum Glück hat Blink1990 ja inzwischen bezahlt-dieser Punkt ist also nicht für ihn relevant.)

Ich stelle Inkassokaufleute und Rechtsanwälte nicht auf eine Stufe. Nur gehen beide unterschiedlich an die Sache heran. Ein RA schreibt in erster Linie Briefe und kann diese nach Tabelle abrechnen. Er könnte auch einen GV beauftragen, wenn er mag. Für ihn ist ein Rechtsstreifall/Prozess jedoch interessanter und lukrativer. So wird er den auch nicht scheuen. (Hausbesuche stehen wenn nur in ganz bestimmten Fällen an.)

Zumindest bei dem von uns beauftragten IKBüro läuft das anders. Sie dürfen zum Thema IK-Rechtsauskünfte geben (nur dazu) und arbeiten auf Erfolgsbasis. Sie möchten daher nicht noch andere ins Boot holen (z.B. Gerichtsvollzieher/RA). Dann muss noch länger hinter dem Geld hergelaufen werden, weil die Kosten für GV und eV ... alle zuerst bezahlt werden und dann erst geht es an die Hauptforderung. Ferner sehen sie beim Hausbesuch/Gespräch/Telefonat wie viel Sinn macht eine Pfändung? Ist es nur ein Chaot oder ein notorischer Schuldner? Wenn schon andere eine eidesstattliche Versicherung erwirkt haben (Blick in die Schufa-Auskunft/oder erzählt vom Schuldner) warum eine Weitere erwirken? (Man könnte sie sich ja in Kopie besorgen, wenn man überhaupt möchte.) Sie werden daher nur Pfänden, wenn es Aussicht auf Erfolg verspricht. (So viel zur Kostenminderungspflicht. Das wird von den Gerichten auch so bei den Vollsttreckungsbescheiden anerkannt, mit der Aufnahme von Inkassokosten) So kommt es, dass ganz viele Aufträge nicht zum GV oder RA gehen sondern in kleinen Raten bei uns abbezahlt werden. Besser so, als gar nicht.

Nicht alle Überzieher werden angezeigt. Normalerweise reden Verkäufer und Kunde ja miteinander und klären das, bevor es eskaliert. Die dann angezeigt werden, haben zumeist nicht nur diese eine Straftat auf dem Buckel. Ganz oft bekommen wir von der Staatsanwaltschaft die Auskunft, dass diese Kontoüberziehung eine kleine Sache ist, im Vergleich zu den anderen Sachen, die noch angestellt wurden und zu der Strafe, die erwartet wird.

Unser Chef zeigt die Kunden an, die mehrfach eine Rücklastschrift haben, sich gar nicht dazu melden und mindestens einen Haftbefehl oder eine eidesstattliche Versicherung haben. Das ärgert ihn so sehr, dass er das durchzieht.

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@mepeisen

Das sind nicht die Aufgaben eines Inkassobüros.

Die Aufgabe ist es so zwischen Gläubiger und Schuldner zu agieren und zu vermitteln, die Rechnung bezahlt wird.

Diese Massenikassobuden machen gar kein richtiges Inkasso. Sie streuen Briefe und hoffen, dass einer seinen Zweck erfüllt. Sie schreiben nur Inkasso in den Absender, damit die Empfänger sich erschrecken. In den Texten benutzen sie Wörter wie: Vollstreckungsbescheid und Gerichtsvollzieher um Angst zu verbreiten. Dazu setzten sie Fantasiekosten an. Ob sie ihre Zulassung gefährden (so sie eine haben) ist denen egal.

Ein korrekt arbeitendes Inkassobüro kennt sich in dem Bereich unbezahlte Rechnungen und Beitreibung im Rahmen der deutschen Gesetze aus. Es hält sich daher auch an diese Gesetze um seine Zulassung nicht zu gefährden und alle Prüfungen (z.B. durch die Schufa) zu überstehen. Das ist ein Gebiet, bei dem sich gerade Inhabern von kleineren Betrieben nicht wirklich auskennen. Da sind welche bei, die schon ab der 2. Mahnung überfordert sind.

Weißt Du eingentlich was ein Büroarbeitsplatz kostet? Da ist es völlig egal, ob der Büromitarbeiter in einem Gummihandel, einer Behörde oder in einem Inkassobüro sitzt. Die Fixkosten sind die Gleichen. Löhne,Licht, Telefon etc. fließen alle in die Kalkulation ein. Fallbezogene Vorgänge bis 500 € dürfen daher durchaus mit 70/80 € Kosten pauschal berechnet werden. Mit dem einen Brief ist es ja zumeist nicht getan. Alle weiteren Briefe/Telefonat und Hausbesuche sind dann ja auch inklusive. ;-)

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@EXInkassoMA

Einen Anwalt beauftrag man, wenn eine Sache strittig ist. (Das war so nicht).

Dann gibt es aber auch die Sachen die sind nicht strittig. Die Arbeit/Leistung wurde erbracht in der gewünschten Form. Nur wird sie nicht bezahlt.

Das ist dann ein Fall für das Inkassobüro. Die anderen muss und soll der Anwalt auch weiter bearbeiten. Dafür hat er jahrelang studiert und kennt sich aus.

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@Politikopfer64

Die großen Masseninkassobüros halten sich aber auch i.d.r. an die Gesetze

Das Einfordern von nichtdurchsetzungsfähigen Inkassogebühren ist ja nicht verboten

Und Du immer mit deinen Inkasso Hausbesuchen ;)

Die Kosten dafür hätte ein Schuldner nur zahlen wenn er diese ausdrücklich anerkennt bzw vorher anerkannt hat (wer macht das schon ?)

Natürlich versucht jeder vernünftige Inkasso Außendienst diese Kosten mit in die Forderung zu packen bzw zu verstecken

Hier wird in Punkto Gebühren halt immer wieder auf Unkenntnis des Schuldners gehofft

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@Politikopfer64

In der regel wird der RA zum Forderungseinzug beauftragt bzw der Forderungseinzug wird an die kanzlei abgetreten - Hat nix mit strittig oder nicht zu tun

Es geht darum das der Gläubiger nicht auf seinen Kosten sitzen bleibt

RA Gebühren sind im Verzugsfall durchsetzungsfähig

Außergerichtliche Inkassogebühren werden oft gestrichen

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