Inkasso-Kosten Anwalt?

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5 Antworten

Wie kevin1905 schon schrieb, denn der Gläubiger hat ja den Rechtsanwalt und das Gericht und Sonstiges bereits bezahlt und hier geht es nun um den Schadenersatz.

Grundsätzlich müsste man aber die Positionen aus dem Mahnbescheid kennen um zu prüfen, welche Kosten berechtigt sind und wissen, wer der Gläubiger ist und was der Rechtsanwalt außergerichtlich zuvor gemacht hat.

Unter III. Nebenforderung müsste sich als Punkt auch die Anwaltsvergütung für die vorgerichtliche Tätigkeit finden.

Bei einem Streit wert von knapp 4.000,00 € beträgt diese:

Entweder

a) max. 1,3 Geschäftsgebühr (mind. 0,5; je nach Aufwand) 2300 VV RVG = 323,70 €

zzgl. Auslagen-Pauschale 7002 VV RVG = 20,00 €

oder

b) 0,3 Geschäftsgebühr (nur Mahnschreiben) 2301 VV RVG = 74,70 €

zzgl. Auslagen-Pauschale 7002 VV RVG = 14,94 €

Unter II. Verfahrenskosten müssten sich die Rechtsanwaltkosten finden.

1,0 Verfahrensgebühr (Antragstellung) 3305 VV RVG = 249,00 €

Im Falle b) zzgl. Auslagen-Pauschale 7002 VV RVG = 5,06 €

Die vorgenannte Geschäftsgebühr muss hierauf angerechnet werden (Vorbem. 3 Abs. 4 VV RVG).

a) - 0,65 anzurechnende Geschäftsgebühr  2300 VV RVG = 161,85 €

Es verbleibt dann eine Verfahrensgebühr in Höhe von 87,15 €.

Oder

b) - 0,15  anzurechnende Geschäftsgebühr  2301 VV RVG = 37,35 €

Es verbleibt dann eine Verfahrensgebühr in Höhe von 211,65 €.

Rechnerisch ergibt sich damit folgende Rechtsanwaltsgebühren insgesamt:

a)

323,70 € Geschäftsgebühr

  87,15 € verbleibende Verfahrensgebühr

  20,00 € Auslagenpausche außergerichtlich

    0,00 € Auslagenpauschale gerichtlich

430,85 € gesamt

b)

 74,70 € Geschäftsgebühr

211,65 € verbleibende Verfahrensgebühr

  11,94 € Auslagenpausche außergerichtlich

    5,06 € Auslagenpauschale gerichtlich

306,35 € gesamt

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Kommentar von Xipolis
26.06.2016, 06:14

Formal ist das korrekt, rechnerisch müsste es nochmal geprüft werden.

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Gib mal durch, wie sich laut Anwalt die 400,- zusammen setzen. Das erscheint mir deutlich zu viel zu sein.

Grundsätzlich ist die Forderung wohl berechtigt. Die Kosten für die vorgerichtliche Tätigkeit und die Gebühren für den Mahnbescheid musst du tragen, wenn du dich in Verzug befunden hast.

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Kommentar von Wobvolley
25.06.2016, 20:30

1,3 Geschäftsgebühr von 3942,06 = 327,60

Pauschale Post = 20,00

Summe: 347,60 netto

413,64 inkl MwSt.

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Kommentar von franneck1989
25.06.2016, 22:23

Das ist korrekt so und muss gezahlt werden, falls du in Verzug warst und bisher nur die Hauptforderung gezahlt wurde. Wer ist denn Gläubiger? Eventuell kann man die MwSt streichen

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Grundsätzlich ist die Forderung berechtigt. Wenn Du nach dem Einspruch gegen den Mahnbescheid die Forderung begleichst, dann dann erledigt sich der Rechtsstreit. Die Kosten des Rechtsstreits trägst Du in diesem Fall. Zu den Kosten des Rechtsstreits zählen auch die Kosten des gegnerischen Anwalts.

Um Deine Frage im Einzelfall zu klären müsstest Du allerdings noch einmal den genauen Ablauf des Verfahrens schildern. Kam es bisher zu einem Gerichtstermin? Ist ein "Urteil" des Gerichts ergangen?

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Kommentar von Wobvolley
25.06.2016, 20:23

Es gab keinen Gerichtstermin und kein Urteil. 

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Kommentar von franneck1989
25.06.2016, 22:26

Die Drohung ist doch logisch und nachvollziehbar. Für beide Seiten ist eine außergerichtliche Regelung das beste und einfachste. Es wird ja nur zu einer Verhandlung kommen, wenn Klage erhoben wird

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Kommentar von franneck1989
26.06.2016, 02:00

Da liegst du falsch. Automatisch landet das keineswegs bei einem Richter. Wenn keiner der Beteiligten sich rührt passiert bei einem Widerspruch erstmal gar nichts.

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Kommentar von Xipolis
26.06.2016, 06:04

Mahnbescheid -> Widerspruch (Einspruch gibt es hier nicht), da tut sich erstmal nichts mehr, es sei denn der Antragsteller reicht Zahlungsklage ein.

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Anwaltkosten sind etwas anders zu sehen als Inkassokosten.

Die 1,3 Gebühr ist für beide die Obergrenze. Ein Inkassobüro erbringt jedoch regelmäßig nicht die Leistung eines Rechtsanwalts (Prüfung, Rechtsberatung, individuelle Korrespondenz und ggf. Vertretung vor Gericht).

Inkassobüros arbeiten im Massengeschäft auf Flatrate oder Erfolgsbasis, womit keine Kosten entstehen, die dem Schuldner zur Erstattung auferlegt werden könnten. Bei Rechtsanwälten sieht das anders aus.

Daher könnte der Rechtsanwalt durchaus erfolgreich sein, wenn er versucht die Kosten einzuklagen. Hier würde ich evtl. versuchen einen Vergleich anzustreben.

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Kommentar von Xipolis
26.06.2016, 06:01

Kommt halt darauf an wer der Gläubiger ist und was der Rechtsanwalt außergerichtlich geleistet hat.

Es sollte halt mehr sein, als eine Mahnung die die Rechtsanwaltsgehilfin geschrieben hat.

Wenn wir davon ausgehen, dass der Mandant mind. eine Stunde zum Gespräch vor Ort war und ein mehrseitiger Vertrag nebst AGB geprüft werden musste geprüft werden musste, dann mag 1,3 angemessen sein.

Für's Verfahren ist ja die Gebühr immer 1,0.

Rechnerisch ergibt sich bei 1,3 demnach 430,85 € bei 0,3 komme ich auf 306,35 €.

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Hallo,

was Du schreibst ist unverständlich, da geht sehr viel durcheinander. Gegen einen Mahnbescheid kann man nur Widerspruch einlegen; gegen den Vollstreckungsbescheid hingegen Einspruch.

Dies nur am Rande.

Deine Frage ist nur zu beantworten, wenn Du haarklein schilderst , wann er was geschrieben und geltend gemacht hat. In der Überschrift hast Du von Inkassokosten geschrieben, um die es aber im text nicht mehr geht. Da geht es nur noch um den Anwalt. Wenn Inkassokosten neben den Anwaltsgebühren stehen, kann es sein, dass da etwas fragwürdig ist.

Ich empfehle eine grobe Linie. Wenn Du das bezahlt hast, was im Mahnverfahren geltend gemacht worden war, bist Du schonmal ganz schön sehr auf der sicheren Seite.

Wenn er jetzt noch weitere Gebühren geltend macht, würde ich ihn zunächst auffordern, konkret darzulegen, wie die sich ergeben und wie sie sich zu den bereits gezahlten, die im Mahnverfahren bereits geltend gemacht worden waren, verhalten.

Es kann schon sein, dass er dann hier mit irgendwelchen Ausflüchten und Schutzbehauptungen kommt, wofür die 400,00 EUR seien. Das kann man dann aber nur sehr konkret und detailliert beantworten.

Aufgrund des Wortlautes Deiner Frage kann man nur eine ziemlich allgemeine und unkonkrete Antwort geben.

Viele Grüße Vollstreckerin

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