Inkasso Gebühr-muss man das zahlen?

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9 Antworten

Nein die musst du nicht bezahlen. Die meisten deutschen Gerichte sind der Auffassung, dass Inkassogebühren gegen die Schadensminderungspflicht verstoßen und daher nicht durch den Schuldnet zu tragen sind bzw. maximal bis zur Höhe der Kosten, die ein Rechtsanwalt für die gleiche Tätigkeit nach RVG abrechnen dürfte.

Wichtig ist, dass du die Zahlungen zur Hauptforderung inkl. Mahngebühren (2,50 € pro Mahnung), Verzugszinsen und evtl. Rücklastschriftgebühren (3,- € pro Buchung) an den Gläubiger überweist. Nicht an das Inkassobüro überweisen, da dort Geldeingänge zuerst mit den eigenen Gebühren verrechnet wurden.

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Hauptforderung plus 2,50 € Mahngebühr pro Brief direkt den Gläubiger überweisen und nicht an das Inkassobüro

Hier ein neues urteil

AG Brandenburg Entscheidungsdatum: 27.08.2012 Aktenzeichen: 31 C 266/11 Dokumenttyp: Urteil Die Mahnungen von Inkassounternehmen sollen im Übrigen zwar in mehreren Fällen Erfolg haben, in dem Sinne, dass der Schuldner auf diese Mahnungen leistet. Da aber die Mitarbeiter des Inkassounternehmens in der Regel weder über besondere Rechtskenntnisse verfügen, noch über ein nachhaltiges Druckmittel, das über die eigenen Möglichkeiten des Gläubigers hinaus geht, ist dieser Erfolg wohl nur unter den Aspekten zu würdigen, dass der Schuldner ohnehin auf nachdrückliche und mehrfache Mahnungen des Gläubigers geleistet hätte oder der Schuldner den Mahnungen des Inkassounternehmens aus irrationalen Gründen eine größere Bedeutung beimisst als den Mahnungen des Gläubigers selbst und nur deswegen die Forderung bedient. Beides rechtfertigt jedoch noch nicht, dem säumigen Schuldner deswegen allein schon auch die Inkassokosten aufzuerlegen. Denn der behauptete Erfolg von Inkassounternehmen - so dies den überhaupt zutrifft - beruht entweder auf einer Tätigkeit (Mahnwesen), die zunächst eine Aufgabe des Gläubigers selbst ist und auf Kosten des Schuldners in unwirtschaftlicher Art und Weise auf das Inkassounternehmen ausgelagert wird oder ggf. sogar auf der Ausnutzung einer unterschwelligen irrationalen Angst.Zahlt der Schuldner nicht innerhalb der üblichen Frist, ist es nämlich zunächst Sache des Gläubigers, sich um die Erfüllung der Forderung zu bemühen. Dazu gehören nach herrschender Auffassung die Überwachung der Zahlungseingänge und Zahlungsfristen sowie zumindest eine zweimalige Mahnung. (...) Die Beauftragung des Inkassounternehmens dient insofern nämlich ausschließlich der Bearbeitung und außergerichtlichen Abwicklung des Anspruchs. Solche Aufwendungen kann der Gläubiger von dem Schuldner aber regelmäßig gerade nicht ersetzt verlangen (BGH, BGHZ Band 181, Seiten 233 ff. = ZGS 2009, Seiten 369 ff. = NJW 2009, Seiten 2530 ff. = Das Grundeigentum 2009, Seiten 974 ff. = VersR 2009, Seiten 1121 ff. = Schaden-Praxis 2009, Seiten 304 f. = NZM 2009, Seiten 595 ff. = WM 2009, Seiten 1664 ff. = DAR 2009, Seiten 515 ff. = ZfSch 2009, Seiten 558 ff. = MDR 2009, Seiten 1166 ff. = VRS Band 117, Seiten 23 ff., Nr. 7; BGH, NJW 1977, Seite 35; BGH, BGHZ Band 66, Seiten 112 ff. = NJW 1976, Seiten 1256 ff. = VersR 1976, Seiten 857 ff. = MDR 1976, Seiten 831 f.; OLG Dresden, NJW-RR 1994, Seiten 1139 ff.; OLG Köln, WM 1989, Seiten 246 ff.; LG Berlin, Urteil vom 20.07.2009, Az.: 5 O 468/08, u. a. in: "juris"; AG Kehl, Urteil vom 26.04.2011, Az.: 4 C 19/11, u. a. in: "juris").Diesen grundsätzlich somit nicht ersatzfähigen Eigenaufwand für die Einziehung einer eigenen Rechnung hat die Klägerin vorliegend aber nur "ausgelagert", indem sie nach Eintritt des Verzugs ein Inkassobüro mit der Beitreibung beauftragt hat. Ihr stand selbstverständlich frei so zu verfahren. Jedoch kann sie die damit verbundenen Kosten nicht ohne weiteres auf den Schuldner umlegen, weil es sich gerade um Kosten des grundsätzlich nicht ersatzfähigen Eigenaufwands handelt.

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nein, man muss die Gebühr nicht zahlen. Das einzige was man zahlen muss, sind die Gebühren eines gerichtlichen Mahnverfahrens und die vom Gericht festgelegten Sollzinsen. Ist der zu zahlende Betrag nicht vierstellig und der Säumniszeitraum weniger als ein Jahr, dann sind die Zinsen aber nur wenige Euros. das Inkassobüro kann überhaupt keine Gebühren festlegen. Das kann nur eine amtliche Stelle. Auch Mahngebühren braucht man nicht zu zahlen.

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Bugwelle 29.03.2013, 01:43

Richtig, immer den Gerichtlichen Mahnbescheid abwarten, ggf. Einspruch einlegen. Richter entscheiden dann meist ganz anders.

Oft haben einzelne Vertragsklauseln vor Gericht keunen Bestand.

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Hallo, naja oft steht das im Kleingedruckten welche Kosten im Streitfall auf dich zukommen. Mit dem bisschen Info kann dir das keiner sagen. ob du sie zahlen musst oder nicht. Bezahlen will die keiner, aber die Frage ist dabei, wie es dazu kam. Inkassounternehmen kann jeder beauftragen, aber die eigentliche Frage dahinter ist, war die Forderung berechtigt - und damit meine ich berechtigt im juristischen Sinne, und nicht nach dem Bauchgefühl was gerecht ist.

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skyranger 29.03.2013, 01:40

Steht alles in seiner anderen Frage zum selben Thema: http://www.gutefrage.net/frage/habe-etwas-angst

... was bei ebay verkauft und die Gebühren in Höhe von 10 Euro nicht bezahlt. Dachte juhu 10 ner gespart. Aber nun hab ich post vin TransCom (Inkasso) erhalten wo sie 50 euro fordern.Meine Eltern wussen nichts ...

Ist demzufolge berechtigt.

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ItsToLate 29.03.2013, 01:42

Ja ich hane die ebay Gebühr in Höhe von 10 euro nicht bezahlt. Nun sind es 50 . Eigentlich muss der Auftrag geber zahlen.

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Zahle die Hauptforderung plus 50 Euro Mahngebühr sofort direkt an den Gläubiger..

Dann schickst du der Inkassofirma eine Nachricht, dass die Forderung erledigt ist und du den Gebühren widersprichst. Die werden noch 2 Drohbriefe schreiben und dann aufgeben.

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kevin1905 29.03.2013, 11:35

50,- €? :o

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Jorgfried 29.03.2013, 17:32
@kevin1905

Sorry, da war ich um den Faktor 10 zu großzügig.

Mehr als 5 Euro brauchst nicht draufzahlen.

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Komme aus der Inkassobranche

Bei cleverer Vorgehensweise lassen sich die Gebühren des ext Inkassobüros aufgrund der uneinheitlichen rechtsprechung leicht "einsparen"

Gib mal Infos zur Forderung

Forderung wurde direkt an den Gläubiger und nicht ans Inkassobüro überwiesen ?

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ItsToLate 30.03.2013, 03:04

Noch gar nicht überwiesen und ich soll mur ans Inkasso Unternehmen senden.

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EXInkassoMA 30.03.2013, 10:02
@ItsToLate

Du gehst her und überweist die Hauptforderung zweckgebunden zusammen mit 2,50 € pro Mahnschreiben** direkt an den Gläubiger***und nicht (!) ans Inkassounternehmen

Handelt es sich um eine Rücklastschrift ( Bankstorno) leg nochmal 6 € zusätzlich drauf

Das Inkassobüro zunächst ignorieren .... Warte auf das kommende Schreiben und reagiere wie folgt : "" ....Sehr geehrtes Inkassobüro

ich weise die Forderung vollumfänglich zurück

Weitere Briefe Ihres hauses sowie Ihrer Vertragskanzlei werden zu keiner Zahlung führen

Ich untersage jedwede telefonische Kontaktaufnahme durch Ihre Inkasso Call Agents

Ich untersage die Weitergabe meiner Daten gem BDSG.."

2 bis 3 Briefe kommen aber trotzdem immer

Am Besten nochmal posten

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Wenn du Schulden hast und nicht bezahlst, kannst du warten, bis was vom Gericht kommt, dem du widersprechen mußt! Dann bleibt nur noch abwarten.

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Jorgfried 29.03.2013, 11:07

dem du widersprechen mußt!

Bei einer berechtigten unbezahlten Hauptforderung ist das die schlechteste (weil teuerste) Idee.

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Das hättest du dir vorher Überlegen müssen, als du die Mahnungen alle nicht ernst genommen hast...

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ItsToLate 29.03.2013, 01:38

Mann ich such nach Antworten auf die frage und keine Vorwürfe.

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Minemmmm 29.03.2013, 02:34
@ItsToLate

Ja du musst bezahlen. Beim nächsten mal bezahl einfach bevor es zum Inkasso Büro geht...

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getan hast du denen gewiß nichts.

nur die hatten deinetwegen arbeit und die wollen sie bezahlt haben

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Jorgfried 29.03.2013, 11:06

Die Inkassofirma hatte Arbeit, weil sie vom Gläubiger beauftragt wurde. Wer die Musik bestellt muss sie zahlen.

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