Inkasso Forderungen

3 Antworten

Jein.

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Anruf oder eine Kontaktaufnahme abgesehen von Briefpost nicht ohne deine Zustimmung hingenommen werden muss (Opt-in).

Am besten die Kontaktaufnahme untersagen. Berechtigte Hauptforderung an den Gläubiger zahlen. Wenn Hauptforderung unberechtigt vollumfänglich widersprechen.

Inkasso per sms ist allerdings etwas lächerlich

Komme aus der Branche

Gib lieber mal infos zur Forderung

Bei den Gebühren wird gerne getrickst

Diese kannst Du bei cleverer Vorgehensweise leicht einsparen denn die rechtsprechung ist recht inkassounfreundlich

Nein, darf sie nicht. Nunr wird sich eine Firma, die solche unseriösen Methoden anwendet, kaum davon abhalten lassen.

Theoretisch könntest du sie anzeigen ...

Wenn aber die Forderung berechtigt ist, ist es stressfreier einfach zu zahlen, oder?

Inkassogebühren muss man nicht zahlen. Strafanzeige wegen Belästigung/Nötigung und gut ist.

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@giorgiom

Hunderte Urteile, sauber begründet.

Im §4 EGRDG steht: Die Inkassogebühren sind nur bis zur maximalen Summe, die ein Anwalt für die gleiche Tätigkeit bekommen würde, erstattungsfähig. Man beachte die beiden Wörter "bis zu" und bedenke, dass es hier eine Gebühr für ein "Schreiben einfacher Art" gibt, die nur ein Bruchteil der Fantasiekosten beträgt. Das ist aber auch nichts anderes als es schon seit Jahren feststeht (wegen BGH-Urteilen). Grundsätzlich sagt der BGH zudem: Man muss je nach Fall untersuchen, ob die Beauftragung eines Inkassobüros gegen die Schadensminderungspflicht des Gläubigers verstößt.

Insbesondere geschäftserfahrene Gläubiger (beispielsweise Telefonriesen mit Millionenfach identischer Verträge) brauchen weder eine Rechtsberatung noch eine besondere Unterstützung. Auch macht es keinerlei Sinn, von einem Inkassobüro einen weiteren Mahnbrief erstellen zu lassen. Das kann der geschäftserfahrene Gläubiger auch selbst. Das ist sein täglich Brot.

Und da wäre noch ein Detail: Inkassobüros arbeiten gegen 0€ Kosten. Das heißt: Der Gläubiger bekommt nie eine Rechnung gestellt. Das ist ein Trick um Firmen für das Masseninkasso zu ködern. Allerdings wird ja behauptet, die Inkassokosten seien aus Gründen des Schadensersatzes als Verzugsschaden zu zahlen. Problem: Wo nie eine Rechnung erstellt wird, entsteht auch nie Verzugsschaden.

Die großen Inkassos haben zudem auch einen Geldpool. Aus diesem wird ein Gläubiger sofort zu XX% befriedigt. Durch die Fantasiegebühren wird dann versucht, Geld in diesen Geldpool zu pumpen und wenn es gut läuft, bleibt für das Inkasso ein satter Gewinn. Vor allem die Inkassogebühren, die eigentlich verbotenen Kontoführungskosten, Zinsen und vieles mehr sind Reingewinn. Problem: Solche Geldpools bedeuten eigentlich einen Forderungsverkauf und wenn eine Forderung an ein Inkasso verkauft wird, dürfen die keinerlei gebühren erheben. Das läuft aber alles unter der Hand und keiner gibt das zu. Teilweise verstecken sich Andeutungen in den Homepages oder AGB der Inkassofirmen.

In §4 EGRDG steht auch, dass Inkassos für eine außergerichtliche Mahnung lediglich die kosten fordern dürfen, die für 100 gleichartige Mahnungen innerhalb eines Monats für einen Gläubiger entstehen. Überlege mal, wie viel Geld 100 Bausteinschreiben, die ein Computer voll automatisch an eine Druckstrasse schickt, tatsächlich entstehen.

Noch Fragen?

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@mepeisen

Vor Gericht und auf hoher See bist du in Gottes Hand ;-)

Aber du hast schon recht. Kommt halt darauf an wieviel Lust und Energie man zum Streiten hat.

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@giorgiom

Dass es das ein oder andere Gericht gibt, das auch anders urteilt und stets in Höhe des RVG anerkennt, verschweige ich ja nicht. Mehr gibt es dazu dann aber auch nicht zu sagen, denn Klagen wegen ausschließlich Inkassogebühren sind mir keine bekannt und ich habe schon mehrfach Urteilsdatenbanken durchwühlt.

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