Inkasso eingeschaltet ohne Mahnung, geht das so einfach?

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Damals lief schon viel schief. Man hätte diesem vergleich so niemals zustimmen sollen. Denn wenn Vormieter auszogen deswegen und du das ggf. via Zeugenaussagen bestätigen kannst, wusste der Vermieter davon. Dann hat er sogar grob gesundheitsgefährdend gehandelt. Ob nun deine Möbel zu ersetzen sind oder nicht, sei dahin gestellt. Da lief auch was schief, denn ohne Rechnung hätte das Gericht nicht "Sperrmüll" annehmen dürfen, sondern einen aktuellen Zeitwert ggf. via Gutachten ermitteln müssen. Jedenfalls war das Geld für den Gutachter definitiv nicht von dir zu bezahlen. Ich kann da die Reaktion deines Anwalts verstehen, aber manchmal kann man gegen absurde Richterentscheidungen irgendwann wirklich nichts tun. Vielleicht hat dein Anwalt es versäumt, rechtzeitig die richtigen Worte zu wählen. Sehr schaden.

Da nun nachzukarten ist schwierig, denn etwaige Ansprüche aus der Gesundheitsgefährdung sind auch vielleicht schon verjährt. Aber vielleicht kannst du dich da mal informieren beim Mieterschutzbund (im übrigen wäre das auch der richtige Ansprechpartner gewesen, denn die dortigen Anwälte sind Spezialisten für solche Fälle). Ich würde gegen den Vermieter im Übrigen mit dem Hinweis auf den Auszug der Vormieter wegen akuten Schimmelsbefalls Starfanzeige erstatten. Dieses Nachtreten hat er sich verdient. Denn wenn immer wieder akut Schimmel auftritt, ist das Gesundheitsgefährdung o.ä.

Wie hier schon von Kevin und Franneck geschrieben: Zinseszins ist ausdrücklich verboten. Wenn die das tatsächlich so berechnet haben, direkt eine Beschwerde ans Aufsichtsgericht des Inkassos (kostet außer Briefporto nichts). Davon abgesehen sind auch etwaige Bearbeitungsgebühren einfach nur Unfug, denn das Inkasso hat sich ans RVG zu halten. Man müsste im Detail mal drüber schauen: Kannst du deren Aufstellung einmal verlinken?

Wie lange ist das Urteil her bzw. der endgültige Beschluss, dass eure Beschwerde abgewiesen wurde? Alle Zinsen von vor 2012 sind verjährt!

@mepeisen

Vielen Dank für Deine Antwort. Hier ein Auszug aus dem Anwaltsschreiben v. 5/13: " .....das Beweissicherungsverfahren ist zu Ihren Gunsten ausgegangen. Der Gegenseite wurde folgerichtig auferlegt die Kosten des Beweissicherungsverfahrens zu bezahlen. Im anschl. Prozessverfahren wurde ein Vergleich erzielt. Hier wurden die Kosten gegeneinander aufgehoben. Das Amtsgericht...... hat daraufhin entschieden, dass Sie die Hälfte der im Beweissicherungsverfahren enstandenen Kosten zu tragen haben. Durch den Sachverständigen sind diese Kosten sehr hoch. Man hat einen Beschluss verkündet, wonach Sie über 2000,00 Euro erstatten müssen. Gegen dieses aus unserer Sicht unbillige Ergebnis sind wir vorgegangen und haben Beschwerde eingelegt. Über diese Beschwerde wird nun mehr nach dem 6/13 entschieden. Wir hoffen auf ein positives Ergebnis."

Diese Beschwerde wurde zurückgewiesen.

Inkasso- Forderung: Forderungssaldo ........

Bearbeitungsgebührt: 201,00

Auslagenpauschale:  20,00

MWST:                       41,99

Summe der Gebühren: 262,99

Gesamtbetrag:              ..............

Hoffe Du blickst da besser als ich durch. LG

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@douschka

Wie gesagt, manchmal kann man gegen eine Entscheidung nichts tun. Ich halte die Entscheidung auch für falsch. Ob der Anwalt damals mit der Beschwerde und der Begründung "unbillig" korrekt lag, kann ich nicht sagen. Ich bin selbst kein Anwalt.

Ich persönlich hätte stattdessen den Vergleich wegen dieser überraschenden Entscheidung widerrufen und Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt mit dem Ziel, dann wegen der Gesundheitsgefährdung neu zu argumentieren. Das wäre auch ein sehr hohes Risiko gewesen.

Wenn man deinem Anwalt eines vorwerfen kann, dann, dass er bei dem Schluss des Vergleichs nicht im Blick hatte, dass sich die gegenseitige Aufhebung der Kosten auch auf die Beweissicherung und den Gutachter hätte beziehen können. Ich halte den Fehler für minimal, denn auf der anderen Seite muss man auch erst einmal mit so einer Entscheidung des Gerichts rechnen. Vielleicht war der Anwalt noch zu jung/ unerfahren? Im Nachhinein sagt sich leicht, dass es da einen minimalen Fehler gab von ihm.

Wie auch immer, das Kind ist ja nun in den Brunnen gefallen, es hilft also nichts mehr, hinter her zu trauern. Für die Zukunft sollte man sich, gerade wenn es um viel Geld aus der eigenen Sicht geht, immer möglichst an einen Spezialisten wenden. Also jemanden vom Fach, wie gesagt wäre das ein Anwalt beim Mieterschutzbund gewesen.

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Ich vermute, hier bringst du einiges durcheinander:

Wie du weiter schreibst, hattest du bei dem Gerichtsverfahren Prozeßkostenhilfe bewilligt bekommen. Die Auskunft deines Anwalts wegen Zahlungsaufforderung und Zahlungsmodalitäten wird sich darauf berufen.

Es wird aufgrund deiner Einkommensverhältnisse geprüft ob du Prozesskostenhilfe mit Ratenzahlung oder ohne Ratenzahlung bewilligt bekommst. Auch wenn anfangs keine Ratenzahlung bei der PKH bewilligt wurde, kann dies später nachgeprüft werden und aufgrund neuerer Einkommensverhältnisse eine Ratenzahlung verfügt werden.

Dann, bei einem Vergleich bezahlt jede Partei die eigenen Anwaltskosten und die Gerichtskosten (einschl. GA-Kosten, Zeugenauslagen) werden geteilt. Über dessen Höhe gibt es einen Kostenfeststellungsbeschluss (KFB), der jeweils den zuständigen Prozeßbevollmächtigten zugestellt wird. Dieser prüft in auf Richtigkeit. Wird dagegen kein Rechtsmittel eingelegt, wird dieser KFB rechtskräftig und somit innerhalb einer kurzen Frist zur Zahlung fällig. Dies alles hätte dir dein Anwalt so mitteilen müssen bzw. dir den KFB übersenden müssen mit der Aufforderung innerhalb dieser Frist an die Gegenseite zu bezahlen. Im Übrigen kann ich nicht glauben, dass dir dein Anwalt nicht die Folgen eines Vergleichs erklärt hat. Seine Anwaltskosten sind durch die Prozesskostenhilfe beglichen worden. Wie oben beschrieben wird diese durch Beschluss bewilligt und dabei wird auch dabeistehen, ob mit oder ohne Ratenzahlung diese PKH bewilligt wurde.

In der Regel wird bei Nichtzahlung der Kosten laut KFB der Gerichtsvollzieher mit der Kosteneintreibung beauftragt. Die Kosten hierfür hat der säumige Zahler auch noch zu bestreiten.

Du wurdest von diesem Anwalt nicht gut vertreten. Es gibt nicht wenige Anwälte welche nur zu ihren Gunsten (Anwaltslohn reinholen) aktiv werden und ihre Klienten schon vorab nicht gut beraten.

Bitte suche Dir eine Beratung bei einem Mieterschutzverein. Dort trittst Du als Mitglied gegen geringe Gebühr ein und kannst dann deren Anwalt für eine Rechtsberatung aufsuchen.

So bist Du davor geschützt weiter in Kosten zu laufen. 

Verstehe nicht, dass der erste Anwalt keine gesundheitl. Schäden geltend gemacht hat. Es gibt Präzedenzfälle, der Vermieter musste bezahlen.

Der Anwalt (FA für Miet- und Baurecht) hat sein Fehlverhalten eingesehen. Aber nun ist es eh zu spät. Lt. Gutachten und Laboruntersuchung waren die Schimmelpilze nur für Allergiker und Asthmatiker gefährlich. Der damals eigens durchgeführte Allergietest ergab, dass mein Kind und ich nicht auf diese Schimmelpilze reagierten. Das hätte vor Gericht demnach nichts erwirkt. Erst in diesem Jahr wurde Asthma und erhebliche Beeinflussung von versch. Allergenen festgestellt. Nun sind meine Ansprüche bereits verjährt. Nix zu machen, ich muss zahlen. In Zukunft werde ich auf ein Urteil bestehen und mich auf Vergleiche bei eindeutiger Rechtslage nicht mehr einlassen. LG 

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