Inkasso-Büro bezahlen?

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8 Antworten

Würdet ihr jetzt das Inkasso-Büro bezahlen oder nur den Betrag für das
Modem und gegen die Forderung vom Inkasso-Büro Widerspruch einlegen?

Ich würde als Verbraucher im Grunde niemals ein Inkassobüro bezahlen.

Unitymedia ist geschäftserfahren genug und bedarf für sein Mahnwesen nicht der Hilfe eines externen Dienstleisters. Wenn es dennoch einen bemüht ist das deren Problem, nicht deins.

Zahl die Hauptforderung an Unitymedia zzgl. Zinsen seit Vertragsende. Zahlung auch genau so deklarieren.

Das geht locker in die Hose.Große Firmen geben sowas grundsätzlich an Inkassobüros weiter, damit belasten die sich nicht.

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@Chefelektriker


Große Firmen geben sowas grundsätzlich an Inkassobüros weiter, damit belasten die sich nicht.

Natürlich tun die das und das ist auch nicht verboten. Da große Masseninkassos aber auf Flatrate oder Erfolgsbasis arbeiten, entstehen dem Unternehmen allerdings i.d.R. keine Kosten.

Verzugschaden, ist wie der Name schon sagt, aber Schadenersatz. Wenn der Unternehmer das Inkassobüro aber nicht bezahlen muss, da es auf Erfolgsbasis arbeitet, entsteht kein Schaden den der Schuldner ersetzen müsste.

Vgl. hierzu z.B. § 4 Abs. 5 RDGEG.

Das gerichtliche Mahnverfahren ist für Unternehmen natürlich teurer, denn auch dieses automatische Verfahren läuft erst mit Gebührenzahlung ans Gericht (32,- € wenn Streitwert <=500,- €).

Für den Schuldner ist es aber günstiger, als ein Inkassobüro welches gerne mal, analog einem Rechtsanwalt, eine 1,3 Gebühr ansetzt, obwohl es weder

  • die Rechtmäßigkeit der Forderung prüft
  • Konkrete, fallnezogene Rechtsberatung erbringt
  • Individuelle Korrespondenz erstellt (Bausteinbriefchen sind gerade das nicht)
  • das Recht hat den Mandanten im streitigen Verfahren zu vertreten

Auch hat der Gläubiger nach Mahnbescheid und Fristversäumnis die Chance den Vollstreckungsbescheid zu beauftragen und damit die Forderung rechtskräftig zu titulieren.

Der Schuldner hat darüber hinaus mit dem Inkassobüro auch keinen Vertrag aus dem Rechte und Pflichten abgeleitet werden könnten.

Ich habe mich in 12 Jahren Unternehmertum noch nicht einmal eines Inkassobüros bedient.

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Kann mich Kevin und Co nur anschließen: Wenn du das Modem noch hast, schicke es zurück und drucke dir die Paketverfolgung aus. Ggf. noch 10 bis 15€ für Adressermittlung und Zinsen, Briefporto bezahlen.

Dann würde ich dem Inkasso folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Das gerät wurde zurück geschickt. Ich habe ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht die Kosten für eine (allerdings fehlgeschlagene) Adressermittlung und Briefporto bezahlt. Alles übrige weise ich zurück, da ich nicht in Verzug war. Sie brauchen sich keine Mühe zu geben, mich vom Gegenteil zu überzeugen, ich werde alle weiteren Bettelbriefe ignorieren. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich widersprechen."

Ich würde das Modem zurückschicken und der Forderung des Inkassos widersprechen. Ist ohnehin nicht durchsetzbar.

Einen Großteil der kosten kann man einsparen 

Du gehst her und schickst zunächst das modem zurück. Natürlich postalisch nachweisbar. 

Gleichzeitig überweist du an unitymedia zweckgebunden gerundet 20 euro 

Verwendungszweck : dein unitymedia kdnr xyz und den zusatz verzugsschaden/mahnkosten 

Der Rest wird mangels erfogsaussichten nicht expl eingeklagt 

Stell dich trotzdem auf böse inkasso briefe ein

Am besten du postest dann nochmal 

Mein Rat: zahle die ganze Rechnung mit 130,14 Euro.

Die zusätzlichen Kosten sind Mahnkosten, die durch die Einschaltung des Inkassobüros entstanden sind. Wenn jemand in Zahlungsverzug gerät, muss dieser auch den Verzugsschaden bezahlen. Dazu gehören solche Inkassokosten. So wie es aussieht, haben die auch eine übliche Größe.

Rechtlich wäre es Deine Pflicht gewesen, im Falle eines Umzugs Deinen Gläubigern die neue Adresse mitzuteilen. Wenn die also die Mahnungen an die alte Adresse geschickt  haben, dann können die nichts dafür. Das "Mahnverfahren" hat statt gefunden. Die haben die Mahnung an die Adresse geschickt, die Du ihnen angegeben hast.  

Wenn Du die Mahnkosten nicht bezahlst, musst Du mit weiteren Kosten rechnen. Das kann noch mehrere Hundert Euro teurer werden.

Deshalb zahlen und abhaken.

Leider habe ich keine bessere Antwort für Dich. Aber Du musst wissen, was Sache ist.

Es liegt kein Zahlungsverzug vor, zudem ist Unitymedia als geschäftserfahrenes Unternehmen nicht auf die Hilfe des Inkassobüros angewiesen. Daher: nicht zahlen. Meiner Meinung nach ist sogar eine Rücksendung des Geräts noch möglich

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Unitymedia ist ein geschaeftserfahrenes unternehmen. Ein Großteil der Gerichte erachtet inkassokosten im Gegensatz zu anwaltsgebuhren als nicht Erstattungsfaehig. In den einschlägigen urteilsdatenbanken wie jurion.de ist nicht ein einziger fall aufgelistet in welchem unitymedia die inkassokosten expl eingeklagt hat. 

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Du brauchst nicht zu bezahlen, wenn Dir ein Gerichtsverfahren lieber ist, was mit noch höheren Kosten verbunden ist.

Es ist gängige Praxis, das Firmen ein Inkassobüro beautragen säumige Kunden zu finden und die Summe einzutreiben.Dem Inkassobüro enstehen natürlich Kosten, die der Kunde auch mitbezahlen muß.

Da Du dich nicht abgemeldet bzwz. angemeldet hast, wurde das Mahnverfahren an die bekannte Adresse gesendet und hat somit auch statt gefunden.

Nur weil Du 2x umgezogen bist und keine Adresse angegeben hast, hast Du auch nichts bekommen.

Herauswinden kannst Du dich jedenfalls nicht.Je länger Du wartest, desto teurer wirds für Dich.

Es liegt kein Verzug vor, daher braucht man diese Kosten nicht bezahlen.

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@franneck1989

Evtl. schon je nachdem was vertraglich vereinbart bezüglich der Rücksendung der Hardware.

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@kevin1905

Nö. Der Rücksendetermin ist nicht nach dem Kalender bestimmbar, wegen der Unbestimmtheit der Vertragslaufzeit. Man kann gar nicht automatisch in Verzug geraten. Zudem schuldet man bei fehlender Rücksendung ohne Mahnung noch lange kein Geld.

Die Anbieter machen hier meiner Meinung nach zehn Schritte auf einmal. Das kann nicht funktionieren. Die einzelschritte wären 1. Rücksendung anmahnen, 2. Zahlungsforderung als Ersatz 3. Zahlung anmahnen.

Und dann als viertes käme dann ggf. das Inkasso. Die Schritte 1 und 2 lässt das Unternehmen einfach weg. Das geht so aber nicht.

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wenn Dir ein Gerichtsverfahren lieber ist, was mit noch höheren Kosten verbunden ist.

Inkassokosten sind i.d.R. nicht einklagbar.

Modem zurück und ein paar Cent Zinsen dabei und gut ist.

Dem Inkassobüro enstehen natürlich Kosten, die der Kunde auch mitbezahlen muß.

Die Kosten bezahlt, wer das Inkassobüro bestellt und das ist nicht der Kunde! Ob nachrangig hier ein Erstattungsanspruch gegen den Kunden vorliegt ist von der Situation abhängig.

Masseninkasso und geschäftserfahrener Gläubiger? Dann kann man die Inkassokosten restlos streichen.

Der Gläubiger ist verpflichtet den für den Schuldner (nicht für sich selbst) güngstigsten Weg der Forderungsbetreibung zu wählen, wenn er die Kosten erstattet haben will. Ferner muss dieser zweckdienlich sein. Ein Inkassobüro hat aber nicht mehr Möglichkeiten als der Gläubiger selbst, im Gegenteil.

Und in fast jedem Fall ist der für den Schuldner günstigste Weg eine offene Forderung zu betreiben das gerichtliche Mahnverfahren.

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@Kevin Ja, in Hinblick auf die Rücksendung liegt vermutlich Verzug vor, aber in Bezug auf die Ersatzzahlung nicht.

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Wenn du nicht gerade Hartz IV beziehst, bzw. nicht generell arm dran bist, dann mach. Ich mein, du bist im Recht, aber der Aufwand wäre viel größer als der Nutzen.

Welcher Aufwand entsteht denn durch das Ignorieren von Bettelbriefen?

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@kevin1905

Wer ständig Bettelbriefe ignoriert bekommt bald Post vom Gericht.

Werden diese auch ignoriert gibts Zwangshaft, dann steht die Polizei vor der Tür und man bekommt eine Zelle.

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@Chefelektriker

Werden diese auch ignoriert gibts Zwangshaft

Nein, dann kommt der Gerichtsvollzieher und versucht zu pfänden.

dann steht die Polizei vor der Tür und man bekommt eine Zelle.

Die Polizei ist nicht für zivilrechtliche Forderungen zuständig. Auch für den Staat fungiert sie nicht als Schuldeneintreiber. Öffentliche Forderungen von Behörden werden meist durch das Hauptzollamt betrieben.

Schulden zu haben ist an sich keine Straftat (Betrug, etc. mal außen vor).

Ein Haftbefehl käme nur zustande, wenn man die Abgabe der Vermögensauskunft verweigert, nachdem die Forderung tituliert ist.

Sollte der Mahnbescheid reinflattern kreuzt man an "ich widerspreche dem Anspruch insgesamt" an, unterschreibt und schickt den Rotz zurück ans Mahngericht bevor die Frist um ist.

Ich erhalte im Jahr 1-2 Mahnbescheide und verfahre immer so, wenn ich weiß, dass die Forderung haltlos ist.

Noch nie hat ein Gläubiger anschließend gegen mich Klage erhoben und ich bin nicht nur Verbraucher sondern auch Unternehmer.

"Zahlen, damit Ruhe ist!" funktioniert nicht wirklich. Es kostet unnötig Geld und ist im Grunde fast sowas wie legale Schutzgelderpressung.

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Vielen Dank, ich denke ich bezahle das und Ruh ist, zumal ich es ja auch hätte zurück schicken sollen, dumm gelaufen aber Lehrgeld bezahlt und draus gelernt

Wenn du Geld zu viel hast, gebe ich dir gerne die IBAN meines Depots.

Dann kannst du zumindest sicher sein, dass mit dem Geld was sinnvolles passiert.

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Ich werde dir auch mal ein paar Schreiben schicken. Nach Zahlung einer kleinen Summe gebe ich dann auch bestimmt Ruhe :) Solch eine Einstellung ist eine super Methode, sinnlos Geld in der Weltgeschichte zu verschenken.

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