Inkasso behauptet mir ein schreiben vor meiner Zahlung..?

4 Antworten

ein Inkasso Unternehmen behauptet ich hätte den Glübiger erst dann bezahlt, als diese bereits mir schon ein Schriftstück gesendet haben.
Wörtlich heisst es: "anliegend übersenden wir Ihnen unsere erste Zahlungsaufforderung. Diese ist ihnen definitiv zugestellt worden"

Spielt keine Rolle was die "meinen".
Sie müssen es BELEGEN dass dich ein Schreiben von denen erreicht hat.
Eine E-Mail zu belegen, ist fast unmöglich. Einen normalen Brief, ebenso.
Eine SMS ... auch. Alles was nicht per Einschreiben dir zugestellt wurde, oder eine E-Mail mit "Lesebestätigung", die man übrigens wegdrücken kann, hätte 0 Beweislast.

Wenn du die Forderung längst beglichen hast bevor du ein Schreiben vom Inkasso erhalten hast, würde ich einfach einen kurzen Widersprich schreiben wie:

Wertes Inkasso,
ich weise Ihre Forderung vollumfänglich zurück, da ich keine offenen Rückstanden bei XY habe.
Ihrer Behauptung nach dass mich ein Schreiben von Ihnen "definitiv zugestellt worden" sein soll, ist nachweispflichtig. Ich habe kein Schreiben von Ihnen vor meiner Zahlung erhalten.
Die Forderung ist beglichen, damit haben Sie mit sofortiger Wirkung abstand zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Woher ich das weiß:Hobby – Langjährige Inkassoerfahrung.

Ich Danke Dir, so werde ich das wohl machen.

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Tonne.

Einmalig an das Inkasso schreiben, dass du die Zahlung bereits an den Gläubiger geleistet hast, keine weiteren Zahlungen leisten wirst und der Datenweitergabe an Dritte vorsorglich widersprichst gem. BDSG und DSGVO. Das Ganze an das Inkasso per Fax und/oder Einwurfeinschreiben. Fertig.

Hallo, danke für deine Antwort. Ich habe bereits am 14.08.2018 denen geschrieben, dass die Rechnung bezhalt se und habe ein kontoauszug bei gefügt als Email. Dann hatte ich lange Ruhe, bis vor knapp 6 Wochen, da fing das wieder an. ich hatte dann denen geschrieben: [...hiermit teile ich Ihnen mit, dass ich bezüglich Ihres Schreibens vom 04.10.2021 sowohl die Hauptforderung als auch Ihren Anspruch auf jegliche Inkassokosten vollumfänglich bestreite. Zudem weise ich darauf hin, dass Ihrem Schreiben eine Abtretungsurkunde gem. § 410 BGB im Original nicht beilag. Ihr Schreiben enthält nicht einmal die Angabe einer Rechnungsnummer für eine Rechnung, die der Forderungssteller an mich ausgestellt haben müsste. Weiterhin fehlt eine Angabe des Rechnungsdatums. Wie bereits ausgeführt, wird daher die Forderung vollumfänglich bestritten. Dies haben Sie dem Forderungssteller mitzuteilen. Forderungen, die weder qualifiziert dargelegt noch in der Sache begründet sind, und die dem Forderungssteller daher nicht zustehen, werde ich nicht begleichen. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich fristgemäß widersprechen. Von weiteren Mahnschreiben an meine Adresse ist Abstand zu nehmen. Die bei unseriösen Inkassobüros übliche Taktik, mit fortwährenden Mahnbelästigungen die Zahlung eines ungerechtfertigten Anspruchs zu erreichen, verfängt bei mir nicht. Ich warne unter Hinweis auf § 28a BDSG eindringlich vor widerrechtlicher Weitergabe meiner Daten an die SCHUFA oder andere Datenbanken. Eine solche ungerechtfertigte Maßnahme werde ich mit einstweiliger Verfügung sowie ggf. Schadenersatzforderungen aus § 824 BGB sowie mit Beschwerde an den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten beantworten. Sie haben mir den Zugang des Schreibens sowie die Unterlassung weiterer Mahnschreiben in dieser Sache zu bestätigen. Hierfür habe ich mir eine Frist bis zum 15.10.2021 notiert. Andernfalls erfolgt umgehend Beschwerde bei der für Ihre Zulassung zuständigen Stelle....]

Darauf habe ich dann diese Antwort erhalten:

in vorbezeichneter Angelegenheit haben Sie Widerspruch gegen die Verarbeitung Ihrer Daten erhoben.

Leider können wir Ihrem Verlangen aktuell nicht nachkommen. Bei einem Widerspruch nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO sind Gründe vorzutragen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben und für ein Überwiegen Ihrer Interessen gegenüber den berechtigten Interessen des Verantwortlichen sprechen. Derartige Gründe können wir Ihrem Schreiben nicht entnehmen.

Der guten Ordnung halber erlauben wir uns darauf hinzuweisen, dass Ihr Widerspruch momentan auch nicht zu einer Einschränkung der Verarbeitung führt. Es fehlt hierfür an einer hinreichenden Beschreibung der Daten, die Ihren Widerspruch umfassen.

Auf Ihre Einwände in der E-Mail vom 27.02.2020 sowie die Behauptung, die Rechnung sei beglichen worden, haben Sie unsere ausführliche Antwort vom 27.03.2020 erhalten.

Darauf ich dann:

ich habe keine Schreiben vor meine Zahlung die ich bereits 02/2018 getätigt hatte bekommen, daher wüsste ich nicht, warum ich ihre Kosten tragen sollte – da das erste schreiben erst 03/2020 von ihnen stammt.

Und nun ist halt das gekommen, was ich oben geschrieben hatte.

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@BumBumBumBine

Zuviel Text.

Du hättest bereits in deinem umfangreichen Schreiben nicht "warnen" sollen, sondern der Datenweitergabe rundweg widersprechen müssen.

Ich habe bereits am 14.08.2018 denen geschrieben, dass die Rechnung bezhalt se

Und mehr ist m.E. auch nicht erforderlich.

und habe ein kontoauszug bei gefügt als Email.

Unnütz.

Bei der langen Vorgschichte ist natürlich die Frage zu stellen, ob die Forderung zwischenzeitlich tituliert wurde; vermutlich nicht. Soweit erkenntlich, handelt das Inkasso hier nur als Erfüllungsgehilfe des Gläubigers; in dem Fall würde ich das Schreiben schlicht wie beschrieben aufsetzen, ggfs. ergänzt um den Hinweis, dass einerm gerichtlichen Mahnbescheid widersprochen werden wird. Dann müsste das Inkasso den Klageweg beschreiten. Wenn die HF bereits bezahlt wurde, geht es wohl nur noch um Inkasso- und Mahnkosten. Die alleine durchzusetzen gegenüber einem Verbraucher ist aber für einen geschäftserfahrenen Gläubiger kaum bis gar nicht möglich.

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@FordPrefect

Nein, ich habe vom Gericht noch nichts bekommen. Der Glübiger hatte die Forderung auch verkauft. Ich werde das wie ein anderer bereits geschrieben hatte machen. Ich danke Dir aber auch für deine Hilfe :O)

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@BumBumBumBine
Der Glübiger hatte die Forderung auch verkauft.

In dem Fall wäre das Inkasso selbst Gläubiger geworden, und darf für seine Arbeit gar keine Inkassokosten fordern. Aber dann hättest du an den Falschen gezahlt, und müsstest das Geld von diesem ggfs. zurückfordern.

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Kannst du denn nachweisen, dass du bereits bezahlt hast bevor ein Schreiben von denen kam?

Kam etwas per Einschreiben von denen? Kam überhaupt ein schreiben mit Zahlungsaufforderung?

Ich habe den Sachverhalt nicht zu 100% verstanden sorry

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Ich habe denen ein Kontoauszug geschickt, wo es zu ersehen ist, das erkennen die auch an, aber ein schreiben bzw. einschreiben hatte ich nie erhalten. Die wollen halt jetzt ihre kosten noch.

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@BumBumBumBine

Dann sollen die dir nachweisen, dass der Brief bei dir angekommen ist, und selbst dann wird es schwer für das Inkasso Unternehmen.

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@Gengar73

Sehe ich auch so, wenn du den schon klar gemacht hast, dass du vorher überwiesen hast und denen gesagt hast dass du kein Einschreiben oder ein Schreiben überhaupt bekommen hast. Was willst du noch tun. Die werden natürlich mit Anwalt und sonst was drohen, aber.. lass es drauf ankommen, ich persönlich würde nichts zahlen.

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Die Inkasso-Unternehmen versuchen es einfach. Du hast deine Pflicht getan und die wissen das. Ich würde mich an deiner Stelle nicht damit auseinander setzen und das Inkasso einfach ignorieren.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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