Infusion vom Rettungsdienst

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Man legt einen peripher-venösen Zugang. Dies macht man in erster Linie zum Offenhalten einer Vene, um hier ... ÜBER diesen Zugang Medikamente zu geben.

Ferner möchte man einen Volumenerstz verabreichen.

Denn, wenn es zu einem folgenden anaphylaktischen Schock kommt, so braucht der Körper Volumen.

Vorteil: Man piekt nur einmal. Dieses würde ebenso über diesen Zugang infundiert.

Somit dient das Dranhängen der Wasserlösung NUR dem Fließen einer Flüssigkeit zum Offenhalten des Zugangs.

Nebenbemerkung:

Solch Rettungsmittel ist besetzt von mindestens einem Rettungsassistenten und einem Rettungssanitäter, wenn nicht gar von 2 RattAss.

Die Infusion soll u.a. helfen, den Säure-Base-Haushalt oder allgemein gesagt, den Flüs- sigkeitshaushalt im Körper zu regulieren. Im Blut sind ja ausser Blutbestandteile auch andere Stoffe wie Proteine, Salze, Wasser u.ä vorhanden, die aufgrund eines Krank-heitsgeschehens oder infolge einer Verletzung verloren gehen können. Bei Allergien kommen auch Medikamente zum Einsatz, die über eine Infusion besser eingebracht werden können. D.h. Du hast dann eine Nadel liegen mit einer Schlauchleitung, über welche dann die Medis zugespritzt werden können ohne Dich nochmals pisaken zu müssen. Auch das Medikament gegn Übelkeit oder ein Schmerzmittel werden auf diese Weise appliziert. Ausserdem kann man die Infusionsgabe auch als Schockprävention sehen bzw. sie würde spätestens bei einem auftretenden Schock notwendig sein.

Bei Notfällen werden in der Regel Infusionen angelegt, um einen sicheren venösen Zugang für weitere Medikamente (da oder falls sie auch späterhin noch erforderlich werden können) zu haben. Befindet sich ein Patient in (noch) gutem Allgemeinzustand, dann ist sein Blutdruck gut und die Venen sind auseichend gefüllt (was sie z.B. in einem Schockzustand nicht mehr sind, da kollabieren die Venen, "fallen zusammen"), um punktiert zu werden. Die Infusionslösung (isotone Kochsalzlösung 0,9%) hat keine medikamentöse Wirkung auf den Patienten, sie entspricht der Blutplasmaosmolarität (also gleicher Anteil gelöster Teilchen pro Volumeneinheit der Lösung). Vielleicht ist Deine Frage damit erst mal beantwortet?

Warum kommt da die Polizei?

Hallo! Ich schreibe jetzt mal in diesem Forum weil ich nicht mehr weiter weiß. Ich habe so große Angst vor Ärzten, dass ich mich ganz schrecklich verhalte. In meinem Leben läuft alles super, aber wenn es um Arztbesuche geht drehe ich echt durch :-( Letztens bekam ich beim Kampfsport einen heftigen Schlag (versehentlich) in die Lebergegend. Ich konnte nicht mehr atmen und lag einfach nur da und dachte, dass ich ersticke. Das war echt schrecklich und ich hatte noch nie solche Schmerzen. Mein Trainer hat den Rettungsdienst gerufen und sie waren anfangs echt lieb zu mir, aber ich wollte mich nicht behandeln lassen weil ich wieder so große Panik bekommen habe und habe mir auch keine Infusion geben lassen, obwohl ich es vor Schmerzen fast nicht ausgehalten habe, ich wollte nur heim. Der Notarzt hat dann auch auf mich eingeredet, aber es hat nichts gebracht, ich habe mich trotzdem nicht behandeln lassen :-( Es ging dann so weit, dass sie die Polizei gerufen haben und ich festgehalten wurde als sie mir die Spritze gegeben haben. Das war so schrecklich und echt erniedrigend und hat weh getan.Damit hätte ich nie gerechnet! Ich weiß ja, dass ich selber dran schuld bin. Im Krankenhaus wurden dann zwei gebrochene Rippen festgestellt, aber hätten sie so vorgehen müssen und mir nicht einfach eine Schmerztablette geben können :-( Mein Wille muss doch auch irgendwie zählen oder nicht? Meine Eltern waren so sauer auf mich weil ich mich so "anstelle" und sagen, dass sich alle richtig verhalten haben...Und mir ist das alles so peinlich. Warum kommt da die Polizei? Meine Freundinnen sagen, dass das die Polizei überhaupt nichts angeht. Kam mir noch nie so blöd vor...und nett fand ich sie dann auch nicht mehr...Jetzt ist das mit meiner Angst ja auch nicht besser geworden:-(

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