Infrarotheizungen für die Steckdose? Sinn und Zweck?

10 Antworten

Da ich mich zufällig mit Energie- und Heiztechnik recht gut auskenne, kann ich dir folgendes sagen.

Zunächst mal kriege ich regelmäßig Zustände, wenn ich per Post oder im Fernehen Werbung für ach so tolle elektrische Heizkörper der verschiedensten Bauarten sehe. Was da teils behauptet wird, ist hahnebücherner Unsinn, denn kein einziges dieser Heizgeräte kann die Physik austricksen.

Hier müssen wir vor allem den Energieerhaltungssatz betrachten. Eine Rolle spielt auch der 2. Hauptsatz der Thermodynamik, der etwas über die Entropieerzeugung aussagt, aber das würde hier zu weit führen.

Der Energieerhaltungssatz sagt aus, dass jedes Heizgerät genau so viel Wärmeenergie abgibt, wie man an elektrischer Energie reingibt. Wenig Strom und hohe Heizleistung schließen sich daher grundsätzlich aus und "sparsame" elektrische Heizgeräte gibt es prinzipiell nicht. Entweder haben die Heizgeräte eine gute Wärmeleistung, dann fressen sie auch Strom oder sie verbrauchen nur wenig Strom, dann heizen sie auch nicht ordentlich.

Daneben gibt es keine teurere Möglichkeit Wärme zu erzeugen als aus Strom. Daran kann auch die beste Werbung nichts ändern.

Es gibt aber gewisse Ausnahmen, wo der Einsatz von Strom doch wirtschaftlich sinnvoll sein kann.

Die erste Ausnahme betrifft dein Problem und basiert auf der alten, aber wahren Volksweisheit: "Die Füße warm, den Kopf halt kalt, dann wirst du hundert Jahre alt". Tatsächlich ist es physiologisch so, dass das gesamte Wohlbefinden in erster Linie von der Temperatur der Füße abhängt. Hat man warme Füße, kann man sonstige Kälte problemlos aushalten. Umgekehrt nützt ein noch so hoch geheizter Raum für das Wohlbefinden und die Gesundheit gar nichts, wenn die Füße kalt sind.

Sobald du warme Füße hast, kannst du die Raumtemperatur locker auf 19 - 20°C absenken, ohne Einbußen des Wohlbefindens zu haben und dadurch ordentlich Heizkosten sparen.

Die billigste Methode auf Dauer wären dicke Lammfellhausschuhe oder ein Fußsack. Eine gewisse Milderung könntest du auch schon erreichen, wenn du eine etwa 10 mm starke Styroporplatte unter den Schreibtisch legst.

Das von dir angesprochene Infrarot-Steckdosengerät ist nicht das richtige Mittel. Das strahlt in alle Richtungen und nur ein Teil der Wärmestrahlung kommt an die Füße. Mit dem Rest heizt du nur die Oberflächen des Schreibtisches auf. Zudem kommt die Strahlung nur auf die Oberseite der Füße und von der Sohle her bleiben sie kalt. Hier müsste auf jeden Fall auch noch die Styroporplatte her. Bei einer Leistung von rund 350 Watt und einem Kilowattpreis von rund 25 cent kosten jeweils 4h Betrieb 1,- Euro. Im Laufe des Jahres kommt da ganz schön was zusammen. Wenn du 200 Tage jeweils 4 h arbeitest, sind das schon 200,- pro Jahr nur für die Fußheizung.

Daher wäre eine Wärmematte deutlich günstiger. Die sollte so um die 50 - 60 Watt haben, womit du die jährlichen Kosten im obigen Beispiel auf etwa 40,- reduzieren könntest. Legst du noch eine Styroporplatte drunter, könnten auch schon um die 40 Watt reichen. Es sollte am besten eine Heizmatte mit Thermostat sein. Dieses Geld würdest du locker dadurch wieder reinholen, dass du die Raumtemperatur bei warmen Füßen deutlich senken könntest. Aber Achtung: für sämtliche elektrischen Heizgeräte gilt laut Versicherungsvorschriften, dass sie nur in Anwesenheit betrieben werden dürfen, weil die zwar selten, aber doch gelegentlich mal abfackeln. Vorher melden sie sich aber in der Regel durch Geruchsbildung, sodass man sie notfalls noch vor Ausbruch eines Feuers abschalten kann. Das wäre aber bei einer Heizmatte kein Problem, da die relativ schnell nach Einschalten schon Wärme liefert.

Die zweite Möglichkeit, wo elektrische Heizgeräte wirtschaftlich sinnvoll sind, sind die Fälle, wo man nur kurzzeitig Wärme braucht. Typischer Fall wäre ein Badezimmer. Das kann man durchgängig heizen, damit man nicht friert, wenn man aus der Dusche kommt. Hier ist es eine sinnvolle Alternative, nicht durchgängig zu heizen und vor der Dusche, dort wo man sich abtrocknet, einen Infrarot-Deckenstrahler anzubringen, der dann immer nur kuzzeitig eingeschaltet wird, wenn man ihn braucht.

Ich verfolge seit Jahren die Werbung für sog. "Infrarotheizungen" im Web. Bislang habe ich dort nur hanebüchenen wirtschaftlichen, technischen und physikalischen Blödsinn gefunden. Der Schwachsinn ist nicht mehr steigerbar. Allen Geräten wird z.B. die Kunst des "Strom Sparens" angedichtet. Das ist so albern wie eine "Kaffee sparende Kaffeekanne". Auch werden hier - im Gegensatz zu Deinen Beobachtungen -oft sauteure Strahler zur Raumlufterwärmung angepriesen, sogar mit Angabe der zu beheizenden Quadratmeter.

Du hast das Prinzip des Heizstrahlers offensichtlich begriffen. Man kann sich mit den Heizstrahlern tatsächlich nach dem Drehspießprinzip jene Körperteile schnell aufwärmen, die gerade im Strahlungskegel dem Gerät zugewandt sind. Deshalb machen sie v.a. in Gartenlokalen Sinn, wo die Luft nicht aufheizbar ist.

In Deinem Anwendungsfall könnte so ein Strahler ausnahmsweise im Wohnraum sinnvoll sein. Dabei wäre aber zu prüfen, ob der Strahlungskegel des Gerätes auch die relevanten Körperteile erreicht. Außerdem würde ich Alternativen wie Heizdecken, Heizmatten, Heizteppiche oder dergl. prüfen. Da könnten sich ggfs. günstigere Lösungen abzeichnen.

Du hast das Prinzip der IR-Strahler schon gut er kannt.

Es wird nicht die Luft erwärmt, sondern der Gegenstand/ Mensch/ Tier auf den die Strahlung trifft.

Wenn jemand eine direkte Erhöhung der Raumtemperatur erwartet, liegt er falsch.

Zu deinem Problem, der IR-Strahler ist der richtige Ansatz, aber nur die Hälfte der Lösung. Die andere Hälfte ist eine Isomatte unterhalb des Schreibtisches. Die Bodenkälte zieht von unten in deine Füsse und da hilft die Strahlung alleine von oben nicht genug. Solch eine alukaschierte Isomatte ( gibt es im Outdoorshop ):

https://www.amazon.de/Isomatte-mit-Aluminiumbeschichtung-Alu-Thermomatte-oliv/dp/B073Q9Q18V/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1517810497&sr=8-3&keywords=Isomatte+alu&dpID=51hJSNoSakL&preST=_SX300_QL70_&dpSrc=srch

in Verbindung mit dem IR-Strahler bringt den gewünschten Effekt.

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