Infrarotheizungen - Tipps?

Badheizung von Knebel - (Strom, Heizung, Bad)

5 Antworten

Also ich sag#s mal so. Wir haben eine 80qm Wohnung mit Infarotheizung seit Oktober angemietet. Man sagte uns dies wäre das NullPlus Ultra. Nun nach 2,5 Monaten muss ich sagen, dassist der grosste Mist den wir je hatten. In 2 Monaten haben wir schon 2500 Kilowatt verbraucht die Bude ist kalt ohne Ende. Machen wir unsere Schränke auf , könnte man meinen das wäre ein Kühlschrank. Da die Klamotten in den Schränken nicht angestrahlt werden sind diese Eiskalt und Klamm. Bei ab 2 grad Aussenthemeratur holen wir unsere Kamera raus und die Objektive beschlagen sofort. Das Laminat in einigen Räumen ( Vor dem Einzug fachmanisch verlegt ) fängt sich an zu wölben. Summa Summaro. Wir frieren ohne Ende, die Klamotten werden geschädigt, den Stromverbrauch kalkulieren wir für dieses Heizperiode auf 10.000 - 12.000 Kilowatt. Wir sind der Meinung, dass man solch eine Heizung als Zusatztheizung nehmen kann. Aber eine komplette Wohnung damit ausstatten, ist der grösste Schwachsinn.

Ich habe eine Infrarotheizung. Im Wohnzimmer benutze ich 2 Platten, eine mit 600 Watt, die andere mit 300 Watt. Je nach dem wie kalt es ist, schalte ich mal die mit 600 Watt ein oder die mit 300 Watt oder beide zusammen. Ich lasse sie 5 - 6 Stunden laufen und schalte sie dann aus. Wenn es kälter wird, werde ich sie bis zu 10 Stunden am Tag laufen lassen. Es ist die beste Heizung, die ich bislang gehabt habe. Es kommt viel billiger als Heizöl und ist im Gegensatz zu Heizöl sehr gesund. Im Bad habe ich einen Infrarotstrahler. D. h. egal wie kalt es im Bad ist, ich friere nicht, weil die Infrarotstrahlen sofort in meinem Körper gehen. Der braucht zwischen 800 - 2000 Watt, je nachdem, wie hoch ich schalte. Da ich mich pro Tag jedoch max. 30 Minuten aufhalte, ist es eine sehr günstige und noch dazu gesunde Art zu heizen. Es ist viel wärmer als mit der Ölheizung, da die Ölzheizung morgens um 4.30 Uhr nicht sehr warm ist. Ich würde mit nichts anderem mehr heizen wollen. Übrigens: Wenn Du einen Strahler suchst, (für das Bad würde ich dir einen Strahler empfehlen, da diese schneller warm machen, als die Platten) bekommst du schon für 30 Euro einen bei Amazon. Wenn du für das Wohnzimmer Platten suchst, (da würde ich Platten empfehlen, weil die weniger brauchen, man sich aber doch sehr lange im WZ aufhält), gibt es bei Edinger sehr günstige.

Ich mache mir hier und heute nicht mehr die Mühe einer umfassenden Prüfung und Beurteilung der Website. Mir ist allerdings auf Anhieb ein Satz aufgefallen:

"Die Infrarotheizung ist nach unseren Erfahrungen neben dem Einsatz als Zusatzheizung auch hervorragend geeignet ganze Wohnungen und Häuser äußerst sparsam zu beheizen".

Das ist eine ganz offensichtliche dreiste Lüge, allerdings auf Werbeseiten weit verbreitet. Die Raumluft ganzer Wohnungen und Häuser lässt sich elektrisch (ausgenommen Wärmepumpenanlage) niemals sparsam beheizen, zumal bei steigenden Strompreisen. Das hat auch nichts zu tun mit der Bauart des Heizgerätes: Für 1 kWh Wärme wird immer 1 kWh abgerechnet vom Stromversorger. Dieser schlichte Zusammenhang wird hier geleugnet.

Im Bad allerdings, wie hier, machen diese Heizstrahler durchaus Sinn, wenn man sich vorübergehend im Strahlungskegel des Gerätes schnell aufheizen will, ohne erst langwierig und kostenträchtig die ganze Raumluft aufzuheizen. Nur in dem Sinne, als Zusatzheizung, können sie wirtschaftlich sein.

Ich würde nicht von Dingen schreiben, von denen ich keine Ahnung habe. Ich selbst habe eine Infrarotheizung. Sie ist wesentlich kostengünstiger als Heizöl und im Gegensatz zu Heizöl oder Gas sehr gesund.

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@Simona1974

Hallo Simona1974, Deine Rechnung kann natürlich nur aufgehen, wenn Du die Raumtemperatur niedriger hältst als gewöhnlich in Wohnungen üblich und damit Wärme einsparst. Dann kannst Du Dich im Strahlungskegel des Heizstrahlers aufheizen bei relativ kalter Umgebungsluft. Wenn Du den Strahlungskegel des Gerätes verlässt, wird Dir schnell wieder kalt. Das habe ich oben hoffensichtlich klar genug dargestellt. Das ist für den gesamten Wohnraum aber nicht jedermanns Sache und wurde in der besagten Werbung nicht klar gestellt.

Meine Behauptung oben heißt: "Die Raumluft ganzer Wohnungen und Häuser lässt sich elektrisch.... niemals sparsam beheizen." Wenn Du daran Zweifel hegen solltest, empfehle ich Dir das Studium des Energieerhaltungssatzes und der aktuellen Stromtarife. "Für 1 kWh Wärme wird immer 1 kWh abgerechnet vom Stromversorger." Daran beißt keine Maus den Faden ab.

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@dompfeifer

Es ist total egal, wie niedrig die Umgebungsluft ist. Hauptsache mir ist nicht kalt. Wenn ich den Raum verlasse, schalte ich die Heizung ab. Dann wird es wieder kalt. Wem störts? Bist du von Beruf Kaminkehrer oder Heizungsbauer und hast Existenzangst?

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Eine echte Infrarotheizung ist nicht nur gemäß von Erfahrungen sondern auch vollständig theoretisch begründet für den Einsatz als Hauptheizung in Wohnungen und Häusern wunderbar geeignet, da sie wesentlich weniger Energie benötigt als eine Konvektionsheizung.

Woher kommt das: nur wenn ich die Erwärmung des Raumes berücksichtige dann ist 1 kW gleich 1 kW und 1 kWh gleich 1 kWh. Will ich hingegen den Menschen eine behagliche Wärme vermitteln, so ist eine physiologische Bewertung der einzelnen Wärmequellen erforderlich. Wird die Luft mit der Energie von 1 kWh erwärmt, so wirkt sich dies gänzlich anders aus als wenn der Mensch mit Infrarot Strahlung von 1 kWh erwärmt wird. Wir sprechen daher von der „Wirksamkeit“ einer Wärmequelle. Die Wirksamkeit schließt also die physiologische Bewertung mit ein.

Wird über Konvektionsheizungen die Raumluft erwärmt, so steigt die warme Luft auf und befindet sich überwiegend an der Decke. Dort ist sie für die Erwärmung des Menschen aber sehr schlecht genutzt. Ein kalter Boden bedeutet kalte Füße und damit ist in den überwiegenden Fällen dem ganzen Menschen kalt. Weiters ist für die Erwärmung eines Raumes mit 1 kWh zumeist sehr viel mehr an eingespeisten Energie erforderlich. Die im Erdgas enthaltene chemische Energie wird nie zu 100 % in Form von Wärme in den Raum eingebracht. Wir haben bei dem Verbrennungsprozess eine Menge Verluste und besonders negativ wirkt sich der schlechte Jahresnutzungsgrad (40-70 %) aus.

Der Vorteil einer Infrarotheizung ist insbesondere die direkte Erwärmung des Menschen, die Vermeidung eines Temperaturgradienten zwischen Boden und Decke sowie die höhere physiologische Wirksamkeit. Diese ist ausreichend erforscht und bildet sich in der Behaglichkeitskurven ab. Voraussetzung dafür ist aber ein hoher Abstrahlungsgrad (d.h.: das Verhältnis zwischen Energieabgabe über Wärmewellen zu der eingespeisten elektrischen Energie muss groß sein). Sehr viele so genannte Infrarotheizungen erfüllen diese Voraussetzung nicht, da sie einen zu geringen Abstrahlungsgrad besitzen. Weiters kommt der echten Infrarotheizung der Jahresnutzungsgrad von 100 % zu Gute.

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