Informationen zu "Hamburg" von Gerhard Ledwina?

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1 Antwort

Der Autor veröffentlicht seine Gedichte offenbar gleich nach dem Schrieben auf seinem Blog, demnach ist dieses Gedicht 2010 entstanden. 

Das Gedicht finde ich eigentlich recht einfach zum Interpretieren. Der Autor schreibt selber in die Tags "Besuch in einer Stadt" und "Geschichte". Er beschreibt, wie vielfältig und geliebt Hamburg ist und dass die Hamburger_innen sich bemühen, ihre Stadt zu erhalten (sanieren und renovieren historische Gebäude). Am Ende beklagt er dann das Neubau, das die schöne, historische Atmosphäre, die die Stadt so liebenswürdig macht, zerstört. 

Ferner könnte man die letzte Strophe als eine Darstellung des Konflikts zwischen dem (subjektiv, klar) Schönen und den Interessen der heutigen neoliberalen Wirtschaft (oder Wirtschaft überhaupt). Die Menschen in Hamburg sind dem Gedicht nach noch "rein" und schätzen daher die Geschichte und den Charakter ihrer Stadt. Sie "müssen weinen" wenn sie sehen, wie diese seit Jahrhunderten sich entfaltende Schönheit in wenigen Jahren mit Bürogebäuden u.ä. zugrunde gerichtet wird. Von der Aussage ließe sich auch nachvollziehen, dass der Autor meint, Leute in anderen Städten interessieren sich für ihre Umgebung und ihre Geschichte nicht so sehr (nicht genug) wie die in Hamburg.  

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