Informatik Studium an einer Uni oder FH?

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4 Antworten

Ich wünschte ich hätte dual studiert; oder einfach an einer FH. Mein Informatik-Studium an der TU München (sog. "Elite-Universität) ist total theorielastig und realitätsfern. Außerdem wird man aufgrund zu vieler Bewerber nicht ausreichend gefördert. Es gibt schlicht zu wenige Tutoren, weshalb als Tutor jeder angenommen wird, egal wie qualifiziert der-/diejenige ist. Ich würde definitiv eine FH wählen; dort lernst du mit großer Wahrscheinlichkeit mehr, auch wenn der Abschluss ein wenig "niedriger" angesehen ist. Insbesondere große Universitäten sind oft vollkommen ausgeschöpft, dementsprechend wirst du auch behandelt. Wenn du an einer Universität studieren solltest, dann empfiehlt es sich meist, die Vorlesungen nicht zu besuchen, da in der Prüfung häufig nicht das dort vermittelte Wissen geprüft wird. Stattdessen orientieren sich die Prüfungen eigentlich nur an den Tutorübungen, weil oft wie beschrieben aber von unfähigen Personen abgehalten werden (vielleicht hatte ich auch nur viel Unglück).

Informatik beinhaltet an Universitäten häufig viel Mathematik, bei mir fast 50%. Diese Mathematik ist sehr theoretisch und hat keinen praktischen Nutzen. Man rechnet hier nicht, sondern führt sinnlose Beweise. Es sind offensichtliche Dinge rein formal zu beweisen, bspw. dass es unendlich viele Zahlen gibt, die Addition zweier Zahlen wie eine Zahl ergibt oder ähnlichen Schwachsinn. Ich weiß nicht wie es an einer FH ist, aber ich denke durchaus dass es dort weniger Bewerber und praxisorientiertere Lehre gibt. Die Leute an Universitäten halten sich im Übrigen meist für besonders klug und lassen oft nicht mit sich reden, dabei sind die Mitarbeiter meist selbst nur Doktoranden die bislang keine praktische Arbeit auf dem Gebiet durchgeführt haben. Dennoch wollen sie dir bspw. sagen, für welche praktischen Anwendungen die theoretischen Konzepte theoretisch (!) in Frage kommen.

Nur meine Meinung (B.Sc. Informatik TUM).
Hope this helps.

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Hi, ich habe mich auch mal für ein Informatik Studium interessiert und dementsprechend in Vorlesungen reingeschnuppert. An Universitäten ist es in der Regel so, dass Sie sehr Theorielastig sind. Die einzigen Praxiserfahrungen die du haben wirst, sind die Aufgaben, die du Zuhause lösen sollst. In einer FH dagegen sind die Praxisanteile sehr viel größer.

Ich habe mich z.B. für ein duales Studium entschieden, da ich die Theorie gleich mit der Praxis in einer Firma verbinden kann. Denn was nutzt es einem, wenn man es theoretisch kann aber keinerlei Realitätsbezug hat.

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Kommentar von PerfectMuffin
06.03.2017, 17:09

"keinerlei" ist in der Hinsicht übertrieben.

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Es ist ein Studium und kein Bastelunterricht, die lehren, was es zu lernen gibt.

Man kann sagen, dass die TU weniger praxisbezogen ist, wenn man nicht dual studiert, das ist klar, aber eigentlich lassen die einen praktisch arbeiten, wo sie können.

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Schon einmal darüber nachgedacht, bei der Bundeswehr zu studieren?

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