Inflationsberechnung?!

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2 Antworten

Für die konkrete Bereichnung nimmt den sogenannten Warenkorb, in ihm ist das, was eine vierköpfige Familie zum Leben braucht (Lebensmittel, Miete, Kleidung, Kulturbedürfnisse, also alles). Nimm an, der Inhalt kostet im Jahr 2010 3000,00€. Wenn er im Jahr 2011 = 3150 € kostet, sind die Preise durchschnittlich um 5 % gestiegen. Die Inflationsrate wäre also 5 %.

Die Formel sagt, dass die Gütermenge gleich der Geldmenge sein muss. Die Umlaufgeschwindigkeit kommt da rein, weil ja mit einem einzigen Euro, den Du ausgibst, am gleichen Tag vom Empfänger wieder was gekauft werden kann, von dem dritten Empfänger wieder u.s.w. also hat bei einer hohen Umlaufgeschwindigkeit ein Euro viel mehr Güterwert als wenn Du ihn bereits in eine Spardose gesteckt hättest.

Die Formel kannst Du nach P umformen:

P = M * U / Y

Und dann kannst Du folgende Aussagen treffen: - steigt M, hat man Inflation

  • steigt U, hat man Inflation

  • steigt Y hat man Deflation

Nun funktioniert das aber halt nicht wie im Laborversuch durch ändern einer einzigen Variablen, da die anderen nie konstant bleiben. Eine Deflation will man vermeiden, also muss man die Geldmenge erhöhen, wenn man von steigender Produktion ausgeht. (Und es wäre schön, wenn die Güterproduktion exakt geschätzt werden könnte und es keine Umlaufgeschwindigkeitsänderungen gäbe, ... ach ja, die Geldmenge ist auch nicht punktgenau zu steuern.)

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