Infekt in der TEP

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1 Antwort

Zunächst kommt es auf die Keimbestimmung an, welche Keime wurden bei dem Abstrich gefunden und welche antibiotische Therapie wurde eingeleitet. Eine Zyste ist ein mit Flüssikeit gefüllter Hohlraum, der mit einer eigenen Zellinnenwand ausgekleidet ist und in aller Regel keine pathologischen (krankheitsfördernden) Keime enthält. Sicherlich kann eine Zyste sich im Verlauf der Jahre spontan mal nach aussen entleeren, aber in diesem Fall hört es sich eher nach einer Fistel (lat. Röhre) mit Verbindung zu einem lokalen Entzündungsherd. Sofern tatsächlich sich der Entzündungsherd im Bereich der TEP oder sogar im Knochen befindet besteht sofortiger Handlungsbedarf, konservativ (Antibiose) oder sogar operative Sanierung, dies hängt vom Ausmaß der Entzündung ab. Meiner Erkenntnis nach wird der sogenannte "Knochenzement" (Palacos) sich bei einer Entzündung nicht auflösen, allerdings könnte eine sogennnte Osteomyelitis syn. Osteitis („Knochenentzündung“) bestehen. Ist dies der Fall und bestehen bereits Knochenveränderung in diesem Bereich besteht die Möglichkeit dies mittels einer Röngtenaufnahmen nachzuweisen. Da dies nun erst nach Jahren aufgetreten ist bestünde die Möglichkeit der chronischen Osteomyelitis.

Quelle Wkipedia, chron. Osteomyelitis:

Der Körper reagiert auf die Infektion, indem er versucht, den erkrankten, infizierten Bereich abzuschotten. Um den abgestorbenen Knochen bildet sich eine Art Kapsel aus hartem Material (sog. „Totenlade“). Innerhalb dieser leben die Bakterien weiter, unerreichbar für jedes Medikament. Abhängig vom Verlauf der Krankheit kann so eine Region über längere Zeit ruhig sein, sie kann aber auch wiederholt nach außen durchbrechen und den Eiter über eine Fistel entleeren. Das Röntgenbild zeigt typische Veränderungen der Knochenstruktur; allgemein wird sie als „grobwabig“ beschrieben. Die Laborparameter der Entzündung sind häufig weniger ausgeprägt als bei der akuten Form. Die Patienten klagen über anhaltende Schmerzen und Funktionseinbußen der betroffenen Körperteile.

In jedem Falle sollte sich dies entweder die ursprünglich operierende Fachabteilung oder ein niedergelassener Chirurg ansehen und beurteilen welche die geeigneten Maßnahmen sind. Alles Gute und gute Besserung wünscht Beelzebueb.

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