Individuelle Berufsunfähigkeitsversicherung?

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4 Antworten

Eine staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es nicht. Es gibt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Die leistet aber nur abhängig vom Restleistungsvermögen am allgemeinen Arbeitsmarkt, unabhängig davon ob man seinen aktuellen Beruf noch ausüben kann (§ 43 SGB VI).

Die Kriterien bei der Auswahl einer BUV sind umfangreich drum werde ich nur ein paar aufzählen:

  • geringe Leistungsprozessquote des Anbieters
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Wenig Diskrepanz zwischen Zahl- und Tarifbeitrag wenn als Überschussverwendung Verrechnung gewählt wird
  • Prognosezeitraum max. 6 Monate
  • Pflegebedürftigkeit bedeutet BU ohne erneute Antragsprüfung (im Idealfall bedeutet auch EM-Rente automatisch BU)
  • Möglichkeit zur anonymen Vorabanfrage
  • Verzicht auf abstrakte Verweisbarkeit (ggf. auch konkrete)
  • Nicht kombiniert mit Altersvorsorge
  • Weltweit gültig
  • Nachversicherungsgarantien zu bestimmten Ereignissen ggf. auch 1 bis 2 mal anlassfrei.

Der Abschluss eines so beratungsintensiven Produktes inkl. Gesundheitsfragen, sollte IMMER bei einem darauf spezialisierten Makler erfolgen. Fehler können im Leistungsfall böse Folgen haben.

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Kommentar von DolphinPB
16.03.2016, 12:22

Wie immer, sehr treffend - aber es ist doch nur ein Vergleich und eine Hausaufgabe :-)

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Durch den Staat bekommst du aus der gesetzlichen Rentenversicherung eine Leistung bei "Berufsunfähigkeit". Das bedeutet du kannst deinen Beruf nich mehr ausüben. Bedeutet nicht, du kannst überhaupt nie wieder, oder gar nicht mehr arbeiten. Das wäre Erwerbsunfähig.

Leider ist die staatliche Absicherung nur sehr rudimentär. Da spricht man von maximal 30% des bisher verdienten Bruttoverdienstes. Das diese 30% natürlich hinten und vorne nicht reichen, sollte man also (so der Gedanke) sich privat absichern und diese fehlende Lücke absichern. 

Mit fehlender Lücke sind dann die monetären Sachen gemeint, die mir bis zum regulären Bruttoverdienst fehlen würden. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung soll also nur die Lücke schliessen, die sich durch die gesetzliche auftut.
Ein wichtiger Aspekt zur Absicherung dieser privaten Versorgungslücke
wäre beispielsweise darauf zu achten, dass Leistungen bereits dann
gezahlt werden, wenn der bisherige Beruf zu 50 Prozent nicht mehr
ausgeübt werden kann. Das ist wichtig. Weil viele Versicherungen durch Verklausulierungen durchaus unterschiedliche "Zahlungen" tätigen oder eben nicht.

Generell darfst du die staatliche Versorgung als völlig unzureichend nennen. Die private kostet dich natürlich "vorher" dein Geld. Anders wäre das ja auch ein kompletter Witz ;-)

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Kommentar von kevin1905
16.03.2016, 12:07

Durch den Staat bekommst du aus der gesetzlichen Rentenversicherung eine Leistung bei "Berufsunfähigkeit".

Kann es sein, dass da ein "k" fehlt?

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Für solche Fragen sind Versicherungsberater am besten geeignet.

Diese findest du z.B. hier:

http://www.bvvb.de/Content.aspx?content=12

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Kommentar von Mignon2
16.03.2016, 11:59

Versicherungsberater sind nicht immer objektiv. Häufig haben sie mehr die Höhe ihrer eigenen Provision als das Wohl des Kunden im Auge. Es empfiehlt sich folglich, mehrere Versicherungsberater zu konsultieren. Die Verbraucherzentrale kann übrigens objektiv und neutral beraten!

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Das kannst du sehr gut bei Google oder Wikipedia nachlesen.

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