Indirekte Rede Verständnisfrage?

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2 Antworten

Schon ganz gut erfasst. Aber du versuchst. gleich sehr viel in deinen Erkenntnissen unterzubringen.

Dieser Nachsatz "und das gefiel meinen Eltern" wird extrem selten vorkommen. Gewöhnlich heißt es nur:
Ich sagte, sie lese viel. - Punktum und Ende.
Ob du es jetzt so schreibst oder mit "dass", ist unerheblich.
Ich sagte, dass sie viel lese. - Das ist ebenso indirekte Rede wie die verkürzte Form.

Natürlich passt ein "dass"-Satz auch bei "sich freuen".  
Ich freue mich, dass er Sport treibt.
Da sprichst du nicht darüber, dass es wohl so sei, sondern drückst eine Tatsache aus, deshalb steht "Sport treibt" im Indikativ. Eine Verkürzung des Nebensatzes wird man bei "freuen" sicher vermeiden.
Ich freue mich, er treibt Sport. - Das hört sich nicht so gut an.

Und, nein! Indirekte Rede steht nicht im Indikativ, wenn man gutes Deutsch sprechen möchte.

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Kommentar von MarkisteinMini
31.12.2015, 20:59

Ist der Satz theoretisch möglich? Ich freue mich, er treibt Sport.

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Ich stimme @Volens zu.

Jedoch kommt mir etwas komisch vor:

Das liegt mMn zum einen daran, dass die indirekte Rede Äußerungen anderer wiedergibt.
Daher stimmt dieses
Der Satz macht mit allen Verben des Meinens, Denkens, Sagens Sinn.*
Allerdings nur bei der Wiedergabe:  
Er meint, sie sei nett.
Aber nicht:
Ich meine, sie sei nett. ---> Ich meine, sie ist nett.

Zum anderen funktionieren verkürzte Nebensätze - also verkürzt durch den Verzicht von dass - u.a. mit den einleitenden Verben glauben, meinen, sagen, denken, vermuten.

Dein zweiter Satz
Ich freue mich, er macht Sport, und das gefiel meinen Freunden auch.

ist jedoch weder eine Wiedergabe einer anderen Äußerung, noch gehört sich freuen zu der Gruppe der oben genannten Verben = hier kann man keinen verkürzten Nebensatz anschließen.   

*(Wobei ... ergibt Sinn besseres Deutsch ist ;-) )

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