Indien - Innenpolitik nach 2. Weltkrieg?

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1 Antwort

Wie in vielen anderen Ländern wurde die indische Volkswirtschaft während
des Zweiten Weltkriegs zentralisiert und auf die Produktion
kriegswichtiger Güter ausgerichtet. Diese Struktur kam der
sozialistisch-interventionistischen Ideologie der Kongresspartei
entgegen, die auf Importsubstitution, große Staatskonglomerate und
staatliche Eingriffe ins Wirtschaftsgefüge setzte. Zunächst erzielte die
indische Regierung mit dieser Art des Wirtschaftens durchaus Erfolge -
sie entwickelte die von den Briten hinterlassene Infrastruktur. Freilich
führten die Aussperrung der Weltmarktkonkurrenz, die ständigen
Eingriffe der Bürokratie, vor allem die Subventions- und
Preiskontrollpraxis zu wachsenden Funktionsstörungen. Die "Herrschaft
der Genehmigungsverfahren" wurde zum Albtraum des Unternehmertums in
Indien: Ohne Genehmigungen war keine wirtschaftliche Tätigkeit möglich.
So blieb die indische Wachstumsrate in einem für Entwicklungsländer
niedrigen Korridor von um die drei Prozent (von Kritikern zynisch
"Hinduwachstumsrate" getauft). Währenddessen trieben Länder mit
ähnlichem Ausgangsniveau, denen sich Indien historisch und kulturell
überlegen fühlte, mit weitaus höheren Raten ihre wirtschaftliche
Entwicklung voran (zunächst Südkorea und Taiwan, später Singapur,
Malaysia, Thailand und zu allem Überfluss auch der unmittelbare
Machtkonkurrent China)

Mehr Informationen im Folgenden:

http://www.bpb.de/apuz/31199/indiens-weg-zur-wirtschaftsmacht?p=all

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