Indianisches reiten erlernen? wo? sinnvoll?

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9 Antworten

Also ich hab mal von einer Frau in Moers gehört, die Indianisches Reiten unterichtet, weiß aber jetzt nicht genau wo...

Mich haben die Grobiane im Reitsport auch immer gestört, früher nannte ich das Dressurwürgen!

Dann bin ich lange Zeit auf Ponys am langen Zügel durchs Gelände gebummelt.

Ich hatte als Reitbeteiligung immer ganz klar gesagt, daß ich genau das machen möchte, es waren meist ältere Tiere und den Besitzern war das so auch recht...

Aber dann fand ich mein heutiges Pferd und habe die Verantwortung für das Tier viel genauer genommen.

Mir war eben wichtig, das Tier bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig zu halten!

Ich habe mich nach einem geeigneten Trainer umgeschaut, die erste, die ich ausprobierte hat mich und meinen Sitz zwar über den Klee gelobt...!

Aber ich wußte, daß ich als Feld, Wald und Wiesen Reiter noch ganz viel lernen muß!

Also hab ich die wieder in den Wind geschossen und bin bei meiner heutigen Trainerin gelandet!

Die erste Reitstunde war so frustrierend, sie hat meinen Sitz komplett verändert, das fühlte sich alles ganz komisch an...

Aber mittlerweile habe ich diesen Sitz verinnerlicht und kann aus dieser Balance, meinem Pferd ganz viele Hilfen geben!

Er kann heute bei Kreuzdruck den Rücken aufwölben und tritt viel tiefer unter!

Ich lerne eine Signalreitweise, die immer wieder durch nachgeben das Pferd belohnt!

Mittlerweile habe ich die Zügel leicht durchhängen und kann fast alles über meinen Sitz steuern, klar wir üben noch, der Tinker versucht auch schonmal was auszubüffeln, dann brauch ich doch nochmal den Zügel...

Aber es ist mittlerweile möglich ohne Sattel und Trense, mit aufgewölbtem Rücken und korekter Stellung zu reiten!

Ich mach das immer wieder mal als Test, wo wir genau stehen.

Also wichtig ist für ein gesund gerittenes Pferd, der aufgewölbte Rücken und ordentliche Gymnastizierung, dann baut es eine stabile Muskulatur, die seine Knochen und Gelenke schont!

So wird ein Pferd zum Beispiel auch zum Gewichtsträger...

Wenn du das mit der indianischen Reitweise gewährleisten kannst, wirst du damit zwar hin und wieder belächelt aber dann ist es gut für dein Pferd!

Kann es das indianische Training nicht leisten, dann würde ich es als Abwechslung für den Alltag nutzen aber die gymnastizierung des Pferdes in den Vordergrund stellen!

Sam9511 12.07.2011, 14:14

Mit den schiefen Blicken kann ich leben...;) Ich bin es ja auch immer, die die schief anschaut, die ihr Pferd wie eine Sporttmaschine behandeln! Dem Pferd muss es ja gut gehn..und wenns dem gut geht, geht es mir genauso! :)

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Selfmadequeen 13.07.2011, 09:07
@Sam9511

Oh, danke!

Ja, ich finde es auch wichtig den Reitern, die ihre Pferde schlecht behandeln auch darauf ein Feedback zu geben...

Berichte doch mal, ob du einen Lehrer für indianisches Reiten gefunden hast und wie sich das so gestaltet!

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also ich kenne leider keinen stall in deiner nähe, aber ich finde es gut das du dir gedanken über die heutige reiterei machst. ich habe vor drei jahren auch den hof gewechselt, weil ich das grobe reiten, treten und ziehen nicht mehr ertragen habe. und wir sind nicht die einzigen. viele reiter denken in letzter zeit um und versuchen das auch anderen klar zu machen. leider ist die fn-reitlehre noch so dominant, das von anderen möglichkeiten kaum an der oberfläche gesprochen wird. aber da inzwischen viele menschen alternativen suchen, werden wahrscheinlich auch die höfe die diese anbieten in nicht allzu weiter zukunft ins gespräch kommen. ich wünsche dir jedenfalls noch viel glück auf deiner suche und das du ein tolles pferd bekommst, dem du mit deiner einstellung unter garantie helfen kannst.

Sam9511 12.07.2011, 14:23

danke :) tolle antwort!!

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Es gibt in allen Reitweisen gutes und schlechtes Reiten. Für dich ist wichtig einen guten Reitlehrer und guten Hof zu finden. Glaub mir, es gibt überall schwarze Schafe die machen die Tore zu wenn sie trainieren und reiten vor Puplikum dann ganz ohne Zaumzeug. Durch Fragen und unangemeldetes Auftauchen kann man aber auch wirklich gute Leute finden......Und vor allem gutes Reiten lernen. Egal welche Reitweise

ich persönlich reite dressur, also englisch. leute die sporen verwenden, und dem tier im maul rumziehen, sind einfach nur krank im kopf.. ich finde es gut, das du das so siehst :) ich reite ohne gebiss, und sporen. absolut unnötig. du kannst das auch auf einem normalen hof lernen. am besten ist es wenn man ein eigendes pferd hat, das einem ohne hin schon vertraut. aber wenn du anfänger sein solltest, würde ich mal zu dem nähsten stall fahren und dich umhören :) LG

Sam9511 08.07.2011, 14:11

Danke :) also reiten tu ich jetzt seit ca 5 1/2 jahren ;) hab auchvor mir nen eignen hafi oder fellpony zu holen wenn ich mein erstes lehrjahr hinter mich gebracht hab ^^ dann würde ich es gern von anfang an ohne trense und co reiten ;) den sattel kann ich zwar nicht immer weglassen aber wenigstens manchmal .. lg

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In jeder Reitweise gibt es grobe und dumme Reiter!

Bitte nicht blauäugig denken dass alles was von Indianern kommt gut sein muß. In Mexiko gibt es zB ein Pferderennen von Indianern bei dem sich die Reiter einen Berg quasi runterstürzen.

In der Cavallo wurde erst vor kurzem berichtet dass eine Stallbetreiberin (englische Reitweise) die Reiter bzw Einsteller verbannt hat die mit Schlaufzügeln reiten. Hut ab vor soviel Mut! Denn da gehts ja auch um die Existenz der Betreiberin.

Eigentlich sollte Dressurreiten ja so sein dass man keine Hilfen sieht. Leider gibt es immer schlechte Reiter die denken man kann ein Pferd mit Gewalt in die richtige Stellung verbiegen (siehe Rollkur)

Schau Dir doch mal die wirklich klassische Reitweise von den alten Lehrern an. Googel mal zB nach Anja Beran. Googel nach Michael Geitner ... mach Dich schlau und lern soviel Du kannst.

Der erste Schritt zum besseren Reiten ist, wenn man schon mal weis was man nicht will! Also genau diese Grobheit bei vielen Reitern/innen.

Zum Thema Sporen: Auch ich reite mit Sporen (Radsporen aber ohne Zacken sondern mit einer runden Scheibe) und finde es schlimm wenn manche Pferde am Stall bereits ihr Fell an diesen Stellen verlieren. Es ist immer eine Sache für sich wie man etwas benutzt. Mein Pferd braucht zum gesundheitlichen Erhalt zB die Gymnastizierung und die Reflexpunkte auf die die Sporen eigentlich zielen (und nicht zum Treiben missbraucht werden) bekommen dadurch feinere Signale.

Mit einem Messer kann man Gurken schneiden, aber auch genausogut jemanden töten.

also speziell indianerreiten finde ich jetz nich sinnlos aber ich finde nicht notwendig.

ich persönlich reite am liebsten ohne sattel und am langen zügel durchs gelände. ich finde eine trense an sich keinen "zwang" solange nicht die ganze zeit sinnloser weise am zügel rumgezogen wird um eine erzwungene versammlung herzukriegen (eine unserer stuten versammelt sich ohne sattel am langen zügel ohne das man etwas macht) wie die meisten (nicht alle) dressurreiter es doch so schön vorführen (ich sage nicht das es im western springen ect. anders zugeht, das is überall wo es leistungsorientierten sport gibt so das es sehr viele schwarze schafe gibt).

und von der sicherheit her finde ich ohne sattel sogar sicherer, denn man fällt zwar schneller runter aber wenn das pferd jetz in panik gerät und rumspinnt ist man auch schneller wieder unten als mit sattel, es passiert ja oft das man sich im steigbügel verhängt.

ich kenne leider keinen hof wo man das lernen kann aber wenn du ein eigenes pferd hast dann kannst du ja von anfang an ihm lernen nur über den halsriemen komandos anzunehmen oder sensibel auf gebissloses reiten zu reagieren

Sam9511 09.07.2011, 13:48

Danke sehr gute antwort ;) das es ohne sattel sicherer ist sag ich auch immer aber jeder hält mich für verrückt... ich hatte vor kurzem einen unfall mit meinempfflegepferd weil es sich vor etw. erschreckt hat als ich ohne sattel im renngalopp war... aber ich weiß genau dass es mit sattel hätte tödlich ausgehen können.. deshalb ignorier ich jetzt einfach die blöden sprüche anderer reiter... ;)

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reiterhexe 12.07.2011, 09:35
@Sam9511

ohne Sattel?? Bitte dringend mit Versicherung klären ob die dann auch zahlt!

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Ninischatz 13.07.2011, 19:03
@reiterhexe

ich hatte zwar auch schon einen unfall ohne sattel hab mir auch was gebrochen , aber ich verzichte immernoch auf den sattel, denn mein erstes pferd ist so gestorben :

ich bin ausgeritten mit sattel und mein onkel is wie immer nebenher geradelt, hatt dann aber bemerkt das der sattelgurt völlig durchhängt und hatt ihn dann wieder etwas angezogen (hat ihm nich die luft abgedrückt) kurz darauf hatt er verrückt gespielt und ist auf die staße dort ist er hingefallen und hat sich das bein gebrochen , seitdem reite ich fast bloß noch ohne sattel, außer bei pferden die ich sehr gut kenne und die zuverlässig sind aber bei denen ih weiß dass sie gerne mal zur seite springen , nichts großartiges nur im renngalopp is es halt doof

hab mir früher auch die dummen sprüche anhören müssen aber zum glück bin ich jetz nimmer aufm reiterhof und hab auch schon meinen onkel zu einem überzeugten ohne-sattel-reiter gemacht ^^

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Sam9511 13.07.2011, 19:39
@Ninischatz

:) endlich mal jeman mit ner ordentlichen einstellung !danke

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also reiten ohne sattel würde ich nicht empfehlen weil es auf dauer schädlich für den pferderücken ist. aber einfach gebisslos reiten ohne gerte und sporen kann man doch einfach so. da braucht man doch keinen speziellen unterricht für.

Das ist durchaus sinnvoll.. aber zuvor musst du erstmal die pferdesprache können, damit du dich mit deinem pferd verständigen kannst. ebenso musst du das richtige abrollen lernen, damit wenn du vom pferd fällst, die richtige technik anweden kannst damit nicht so viel passiert. und du solltest sehr stark die stimme und die gewichtsverlagerungen verwenden. die indianer haben früher die pferde nicht als sportgerät angesehen sondern als teil der familie. Ich persönlich werde auch anfangen indianisch zu reiten.. bis jetzt reite ich noch englisch und das gefällt mir absolut nicht. meine reitlehrerin sagt immer "wenn sie nicht hört, schlag richtig mit der peitsche zu.. sie muss das machen was du willst" und das ist doch gerade das falsche?! die reiter sollten doch auch zum teil darauf hören was das pferd will damit es ihm ebenso spaß macht. und was mich besonders an unserem stall erschrocken hat, dass man reitanfänger sofort aufs pferd drauf setzt. Ich durfte mein jetztiges pferd nicht kennenlernen geschweige denn bodentraining machen. ich wurde sofort draufgesetzt und dann hieß es "los reiten". ich habe als ich klein war immer das westernreiten geliebt und das englisch reiten verabscheut. ich habe gesehen, dass es den pferden nicht so gut ging. damals hatte ich eine private reitlehrerin und die hat mir eine mischung zwischen dem western und dem indianischen reiten beigebracht. ich musste zuerst viele monate bodentraining machen und das pferd kennen und lieben lernen, damit ich mich beim reiten verständigen konnte. zunächst musste ich das richtige fallen lernen und erst dann durfte ich das reiten anfangen (ich durfte erst nach einem halben jahr anfangen zu reiten). aber ohne alles, nur mit einem halsring. und es hat geklappt. das pferd folgte mir überall hin, es hat mir vertraut und ich konnte ohne alles reiten. es ist nie was passiert, weder im gelände noch auf dem reitplatz. also ich finde das indianische reiten klasse, weil es beiden seiten spaß macht und es beiden gut geht dabei. man hat viel mehr herausforderungen als im englischen reiten und man hat eine tiefere verbindung mit dem pferd!

Lächerlich wäre zuviel gesagt... - aber versicherungstechnisch ist man als Ohne-alles-Reiter verloren und wenn man damit nur in der Reithalle reiten kann, würde mir das keinen Spaß machen.

Ohne alles kann man ja nicht ins Gelände - Pferde sind Fluchttiere und bleiben, aller guten Ausbildung zum Trotz, unberechenbar und dem sollte man nicht durch fehlende Ausrüstung (die ja ihren Sinn hat) Vorschub leisten. :)

**Übrigens gibt es brutale Reiter in allen Sparten der Reiterei; ich persönlich habe die brutalsten Reiter einmal in einem Westernstall gesehen - dort standen Pferde ausgebunden in Boxen, wurden bereits Fohlen 'trainiert', Pferde ohne Aufwärmen gestoppt und geslidet! **

reiterhexe 12.07.2011, 09:43

super Antwort!!

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Sam9511 12.07.2011, 14:23

Ein Pferd bleibt auch mit Hilfsmittel und Sattel unberechenbar! Mir hat das Reiten ohne Sattel schon das leben gerettet ;) Hätte ich den Sattel drauf gehabt, wär ich nicht mehr aus den steigbügeln gekommen und hätte jetzt, wenn ich es überlebt hätte, weit mehr als Prellungen und ein kaputtes Sprunggelenk! Klar gibt es überall Idioten dieihr Pferd furchtbar behandeln!! Da muss ich dir rechtgeben...nur im Englischen hab ich persönlich schon das meiste und schlimmste gesehen! Aber so Leute wird es immer geben! Deshalb bin ich jetzt auch nicht mehr in so einem Stall sondern bei freunden in einem offenstall wo wir unter uns sind..

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Plattschnacker 12.07.2011, 20:41
@Sam9511

Hmm, Du fällst ohne Sattel vom Pferd, denkst Du wärest in den Steigbügeln hängengeblieben (so tief hat man den Fuß ja nicht drin...), hat Dich ziemlich schwer verletzt (weil richtiges Fallen wohl nicht gelernt wurde...) und willst aber ohne alles reiten.

Alle Achtung - DAS nenne ich (Über-)mut.

Ich hoffe, Du bist gut versichert.

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reiterhexe 13.07.2011, 08:35
@Sam9511

puh .. ich denk da grad an die Leute die sich im Auto nicht anschnallen weil angeblich ein Mensch wegen sowas überlebt hat - von den tausenden denen der Gurt das Leben gerettet hat redet dann keiner :-(

Bitte bei sowas immer dran denken dass die Versicherung sowas meist nicht abdeckt

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