In wie weit ist Migration ein Problem / Hiife?

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Du solltest deine Fragen nicht zweimal stellen. Die andere lasse ich mal löschen.

Ne kurze Antwort gibt´s dafür nun wirklich nicht. Darüber könnte man ein Buch schreiben.

Zunächst mal muss man was das angeht eine politisch/ wirtschaftliche Sichtweise einnehmen. Aus gesellschafts-/ kultur- und geschichtswissenschaftlicher Sichtweise, sind Wanderungs/Migrationsbewegungen nunmal etwas was der Mensch tut - Probleme ergeben sich dabei in erster Linie für die Menschen die umsiedeln, dadurch dass sie mit einer neuen Situation umgehen müssen.

Ein paar der Probleme die sich gesellschaftlich durch Migration ergeben, sind eben die, dass man eben Menschen aus einem anderen Herkunftskontext in einem nationalstaatlichen Gebiet hat und ein Staat eine politische Ordnungsinstitution und je homogener eine Bevölkerung ist, desto leichter lässt sie sich steuern. Sehr simpel ausgedrückt. Wenn jemand z.B. nicht die Sprache der Einheimischen spricht und auch nicht deren Fertigkeiten besitzt, wird er nicht gleichermaßen sozial teilhaben können. Und wer einen niedrigeren sozialen Status hat, verfügt über ein stärkeres Problempotenzial und ist sozial stärker gefährdet,, also weniger gebildet, eher arbeitslos, eher in einer prekären Situation lebend ohne vielversprechende Zukunftsperspektiven, was dann auch eher dazu führt, dass diese Menschen sich nicht so verhalten, wie der Staat es gerne hätte. Der Staat ist deshalb daran interessiert, dass Migranten sich möglichst an die einheimische Bevölkerung assimilieren und sich ihr Problempotenzial verringert. Für den Staat spielt dabei aber auch vor allem die wirthschaftliche Situation eine Rolle.

Aus wirtschaftlicher Sicht sind Migranten dementsprechend nur dann interessant wenn sie Profit versprechen. Niedrig qualifizierte Migranten sind uninteressant. Dementsprechend ist der Staat auch daran interessiert, eher hochqualifizierte Migranten ins Land zu lassen oder in Zeiten von Arbeitermangel durch Migration (vorzugsweise zeitlich beschränkte) Abhilfe zu schaffen. Dabei spielt auch die Altersstruktur eine Rolle - in einem Land in dem die Geburtenrate unverändert niedrig bleibt kann Migration Abhilfe schaffen um das Sozialsystem (vor allem im Falle Deutschlands mit seinem Generationenvertrag) aufrecht zu erhalten.

Was die Migranten selbst angeht, sollte es eigentlich klar sein, dass die Migration an sich ein einschneidender Prozess ist, der das ganze Leben verändert, von den Beziehungen zu den eigenen Familienmitgliedern bis zur Lebenssicht. Probleme gibt es dabei viele. Der eindeutige Vorteil einer Migration ist jedoch meißt wirtschaftlicher Natur. Der eigene Lebensstandard steigt. Seltener dient die Migration der Familienzusammenführung (im Falle einer der größten Migrantengruppen, der Aussiedler, ging es im Endeffekt um sogar "ethnische" Migration ins Herkunftsland zurück).

Was die Herkunftsländer angeht. Nunja. Ein Teil der Bevölkerung lebt nun im Ausland und mit zunehmender Technisierung kommt es auch zu einer zunehmenden Transnationalisierung (Diese Länder verfügen also über etwas, das man als Diaspora bezeichnen könnte - die türkische Regierung hat bspw. längst die Bedeutung der türkischen Bevölkerung in Deutschland erkannt). Aber ganz generell gesehen. Vorteil: Die Ausgewanderten schicken oft Geld an die Verwandten im Herkunftsland (die größte Entwicklungshilfe wird weltweit immernoch von Ausgewanderten und Flüchtlingen geleistet). Nachteil: Diese Länder verlieren Einwohner, viele Einwohner - in der Regel gerade diejenigen, die dynamischeren und gebildeteren unter ihnen.

Migration = Auwanderung. Menschen verlassen ihre Heimat und siedeln sich in einem anderen Land an. Das bedeutet Probleme für sie = neue Sprache, andere Kultur, Heimweh, eventuell Arbeitslosigkeit, Ausländerfeindlichkeit und eventuell Probleme für das Aufnahmeland, höhere Bevölkerung, Arbeitslosigkeit, Ausländerkriminalität, Sozialkosten usw.

Also in diesem Land ist die Lebenserwartung so 20 Jahre höher also da wo ich herkomme und Aids gibt es auch so gut wie nicht außerdem wird man nicht gleich abgestochen wenn man nachts vor die Tür geht.

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