In welcher Sprache denken taube Menscheen?

5 Antworten

Sie lernen Gebärdensprache, und denken auf sie.

Sie sind in better Lage als Blinde, wenn es über Gerausche, Töne, Laute bzw. Farben geht, denn Farben sind nicht abtastbar, Gerausche, Töne, Laute aber ja.

Sie können das verknüpfen, aber sie bekommen wenige Informationen, und ja, kann ein taubes sechsjähriges Kind so denken, dass man dann schreit, wenn man den Unterschied noch nicht abgetastet ließ.

Ihre Sprache besteht ja aus Zeichen. Also gehe ich habe davon aus, dass sie quasi visuell denken. Wir denken halt in Wörter und sie in Bewegungen, kann man sich eigentlich kaum vorstellen, aber sie kennen ja keine Laute. Es sei denn, sie waren nicht immer taub. Dann können sie natürlich immernoch denken.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass sie normal denken, denn schreiben können sie ja. Es ist schwer, sich vorzustellen, wie solche Menschen denken.
Genauso wie man sich nicht vorstellen kann, was ein Blinder sieht.
Wenn man die Augen zu hat, sieht man ja schwarz.
Die Aussage "Ich sehe nichts" sagt man auch, wenn es dunkel (schwarz) ist. Zum Beispiel bei verbundenen Augen. Aber da Blinde nichts sehen können, können sie auch kein schwarz sehen, also sehen sie nichts, aber dieses "nichts" ist für uns unvorstellbar, wir können "nichts" nur mit schwarz definieren.

Ganz einfach.

Muttersprache. Das kann bei tauben Menschen sehr viel sein, aber meistens eine bildliche Sprache. Vermutlich werden die meisten in Deutschland dgs nehmen

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Ein paar Fragen AUSDRÜCKLICH an taubgeborene und spätertaubte Menschen!

Mich interessiert unheimlich, was es mit dem Hören auf sich hat, deshalb ein paar Fragen, die nur taube Menschen beantworten können, ich hoffe es stößt der ein oder andere auf meine Frage.

Erst einmal an spätertaubte Menschen:

  1. ein Mensch der beispielsweise bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr noch gehört hat, hat ja eine Erinnerung an seine Stimme. "Hört" er diese, wenn er denkt, wenn er mit sich selbst spricht? Beim Denken führt man ja im Grunde Selbstgespräche im Kopf und üblicherweise in seiner eigenen Stimme (lustigerweise kann man Selbstgespräche im Denken - zumindest mir geht es so - in jeder beliebigen Stimme, wenn man sie nur oft genug gehört hat - also zum Beispiel als Mann auch in einer Frauenstimme - führen). Weil er taub ist, hört er sie natürlich nicht wirklich, aber denkt er sie sich aus der Erinnerung dazu?

  2. Hört er, wenn er sich mit den Fingerknöcheln auf den Schädel klopft, etwas? Dasselbe dumpfe Geräusch vielleicht, dass er schon gehört hat, als sein Gehör noch funktioniert hat? Oder fühlt er das Klopfen nur?

Und an taubgeborene Menschen:

  1. Hört ein taubgeborener Mensch überhaupt irgendetwas? Man müsste meinen logischerweise nicht, sonst wäre er ja nicht taub, aber beim Hören werden ja im Grunde Schwingungen eines schwingungsfähigen Mediums (Luft, Wasser,...) vom Hirn interpretiert und so der Ton, das Geräusch, der "sound" erst ERZEUGT; also könnte ein taubgeborener Mensch vielleicht (wieder das gleiche Beispiel) das Klopfen mit den Fingern auf seinen Schädel hören?

  2. Wie denkt ein taubgeborener Mensch? Tiere "denken" ja nicht, sie leben in Assoziationen der augenblicklichen sinnlichen Umwelteinflüsse, und der Mensch denkt in sprachlichen Begriffen. Ein taubgeborener Mensch kann zumindest die Gebärdensprache erlernen; denkt er dann in den Begriffen dieser Gebärdensprache? In den symbolischen Gesten, die für Begriffe wie "kalt", "Mensch", "gehen" usw. stehen?

Ich würde mich unglaublich freuen, ein paar Antworten zu bekommen, die nur taube Menschen selbst geben können. Danke schon im Voraus.

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