In welcher Relation stehen Ausserkörperliche Erfahrungen mit Nahtoderlebnissen?

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4 Antworten

NTEs zu reproduzieren dürfte zur Zeit ziemlich unmöglich sein- der Körper schüttet bei Nahtoderfahrungen bzw. beim Vorgang des "Sterbens" einen ganzen Cocktail an Botenstoffen und körpereigenen Halluzinogenen aus. Um eine Nahtoderfahrung im Labor zu simulieren, müsste man diesn Cocktail ziemlich genau untersuchen und beschreiben und dann eine Möglichkeit finden, den Körper zur Ausschüttung eben dieses Cocktails zu bringen, ohne den Menschen tatsächlich an den Rand des Todes zu bringen- denn selbst wenn wir jeden einzelnen Bestandteil dieses Hormon/Botenstoff-Cocktails kennen würden, müsste man ihn noch künstlich produzieren und eine Möglichkeit der Applikation entwickeln, um eine Nahtoderfahrung von Außen auszulösen. Ich kenn mich nicht allzu gut aus auf dem Gebiet (deshalb schonmal Entschuldigung für eventuell fehlerhafte Fachbegriffsverwendung), gehe aber davon aus, dass im Moment weder alle bei Nahtoderfahrungen ausgeschütteten Botenstoffe bekannt sind, noch sich diese künstlich herstellen oder von Außen in den Körper einbringen lassen.

Außerkörperliche Erfahrungen sind dagegen ein psychisches Phänomen, weniger stark biochemischer Natur und lassen sich zumindest im Ansatz sehr einfach simulieren- es handelt sich dabei ja eher um ein "Täuschen" des Gehirns und der Selbstwahrnehmung- so zum Beispiel: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/29585

Diese beiden Vorgänge kann man meiner Ansicht nach nicht in eine Kiste stecken- zwar werden AKEs bei Nahtoderfahrungen berichtet, aber ich vermute, dass das eher ein "Beiprodukt" des Chemiecoktails im Hirn ist, welcher bei Nahtoderfahrungen ausgeschüttet wird.

Der Zusammenhang der beiden ist, dass sie absolut individuelle Erfahrungen sind. Für jeden anders, für keinen beweisbar.

Tilvur 27.05.2012, 12:47

Erstaunlicherweise nicht- im Gegenteil, das Verwunderliche an diesen Erfahrungen und der Grund, sie überhaupt genau zu erforschen liegt ja darin, dass sich die Beschreibungen dieser Phänomene über die berichtenden Personen hinweg in überraschender Weise ähneln- man denke nur an das berühmte "Licht am Ende des Tunnels", das "Vorbeiziehen des Lebens vor den Augen", das Gefühl zu Schweben und sich aus seinem Körper zu lösen... das wird von vielen Menschen berichtet, die Nahtoderfahrungen erlebt haben. Nur aufgrund dieser Gemeinsamkeiten sind derartige Erlebnisse für die Wissenschaft ja tatsächlich interessant- würde jeder etwas anderes erleben, gäbe es ja kaum sinnvolle Ansätze zum Forschen- wo sollte man da dann auch anfangen?

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"Klassische" Nahtoderlebnisse bestehen i.d.R. aus mehreren Elementen, die quasi chronologisch verlaufen. Und das chronologisch 1. Element einer klassischen NTE ist das Gefühl, dass deine Seele deinen Körper verlässt. Sprich: Die AKE. Das ist also die Relation, in der die AKE zur NTE steht.

Das man NTEs künstlich auslösen kann halte ich persönlich für unwahrscheinlich, da ja nicht jeder Mensch, der sich in einer Situation befindet in der er eine NTE haben könnte auch eine hat. Daher kann man vermuten, dass es gewisse für uns nicht nachvollziehbare "Kriterien" gibt, die bestimmen wer eine NTE hat und wer nicht.

Pedrone80 15.11.2012, 19:01

Sehr zu empfehlen ist hier das Buch "Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung" von Pim v. Lommel.

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Ähm, ja. Zuviel Astro-TV geguckt?

Tilvur 27.05.2012, 12:43

Wohl kaum. Sowohl Nahtoderfahrungen als auch Außerkörperliche Erfahrungen sind gut belegt und werden häufig berichtet. AKE lassen sich in experimentalpsychologischen Labors auch tatsächlich auslösen.

Ist alles bloß Chemie, Biologie und Psychologie.

Esoterisch ist da höchstens die unwissenschaftliche Art, solche Erfahrungen als "Beweis" für eine irgendwie geartete höhere Macht heranzuziehen. Dass das menschliche Gehirn zu erstaunlichen Simulationen fähig ist, wollen Sie ja nicht wirklich anzweifeln, oder?

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