In welcher Konjunkturphase befinden wir uns?

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4 Antworten

Möglicherweise bereits am Ende eines Aufschwunges, bzw. evtl. am oberen Scheitelpunkt.

Begründung:

Wir hatten in den letzten ca. 5-9 Monaten (je nach Branche) einen satten Trend nach oben. Insofern haben wir definitiv in (fast) allen Branchen eine Phase von einigen Monaten Aufschwung erlebt.

Allerdings ist gerade völlig unklar, wie weit das noch trägt. Zum einen macht sich im realen Geschäftsleben seit 1-2 Monaten schon das Thema Liquiditätsmangel vielerorts bemerkbar (platt gesagt: Auftraggeber haben über ihre Verhältnisse bestellt). Zum anderen bekommen wir jetzt den saisonalen "Sommerloch-Effekt". Inländisch fangen wir uns dann zum September (Wahlen!) hin eine zu erwartende Hängepartie ein. Gerade bei Ausrüstungsinvestitionen tendieren Unternehmen bei Wahlen auf Bundesebene gern dazu, erst die Ergebnisse abzuwarten, und dann Entscheidungen zu fällen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die anfangs speziell an den Börsen entfachte US-Euphorie bzgl. Trump mal so richtig gründlich verflogen ist, und im Gegenteil sogar erste, recht magere Zahlen zur US-Wirtschaftsleistung in der "Trump-Ära" vorliegen. Wenn die US-Wirtschaft sich schwächer entwickelt als erwartet, schlägt sowas mit einem halben Jahr Versatz gern auch in Deutschland ein. Und das halbe Jahr ist jetzt gerade so ungefähr rum.

Dann kommt mal noch dazu, dass wir in der ersten Hälfte des Jahres verhältnismäßig viel Glück hatten, dass trotz der nach wie vor extrem problematischen geopolitischen Globallage verhältnismäßig wenig Chaos bei uns im Wirtschaftsraum angekommen ist. Das kann sich rein theoretisch von einem Tag auf den nächsten wieder ändern.

Erwartungshaltung meinerseits deshalb: Abschwächung des Wachstums, zum August/September hin sogar Wachstumsdelle. Und dann halt die bange Frage: sind bis dahin mehr gute oder mehr schlechte Nachrichten aufgelaufen? Was kommt bei den Bundestagswahlen raus? Was stellt Trump noch so an?

Und für die weitere Entwicklung ab 2018 sollte man dann insbesondere einen verschärften Blick auf Italien werfen, wo spätestens Frühjahr 2018 Wahlen abgehalten werden. Das wird nochmal sehr spannend bezogen auf die Themen "EU" und "Euro-Finanzkrise".

Es gibt also eine Menge Risikofaktoren in nicht allzu ferner Zukunft, wo im Prinzip nur einer "einschlagen" muss, um der Wirtschaft die gute Laune innerhalb kürzester Zeit zu verderben.

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Kommentar von logi123456
29.06.2017, 00:30

Danke für die sehr ausführliche Antwort da kann ich bei meiner Prüfung voll Punkten

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Ich hätte auch gesagt, dass wir uns im Aufschwung befinden. Wenn man die ständig wachsenden technischen Erfindungen betrachtet (Tesla Autos, Amazon Drohnen, Mission zum Mars etc.), dann geht es für mich steil nach oben :)

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Kommentar von logi123456
28.06.2017, 13:58

Danke für die Antwort

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Kommentar von archibaldesel
28.06.2017, 15:22

Deine Beispiele haben überhaupt nichts mit dem Konjunkturzyklus zu tun. In der Wirtschaft geht es um Gewinne, die von dir genannten Beispiele sind allesamt Verlustbringer.

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Aufschwung 

Wirtschaftswachstum, sinkende Arbeitslosigkeit, steigende Gehälter, steigende Preise, steigende Staatseinnahmen usw.

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Kommentar von logi123456
29.06.2017, 00:31

Danke für die Antwort

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Hi,

ich würde sagen, dass wir uns in einer Expansiven Phase befinden.
Die Arbeitslosenquote sinkt, die Inflationsrate ist niedrig, aber noch
wahrnehmbar, die Wirtschaft wächst.

Eine Boomphase haben wir eher nicht, da keine Vollbeschäftigung herrscht und es noch einen ausgeprägten Mittelstand gibt. Rezession oder Depression liegt definitiv nicht vor, da das BIP wächst.

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Kommentar von logi123456
28.06.2017, 13:57

Danke für die hilfreiche Antwort

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