In welcher Höhe sind Rechtsanwaltkosten für Mahnungen rechtens?

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5 Antworten

Grundsätzlich sind Inkassogebühren ab der zweiten Mahnung zulässig. Was die Höhe angeht scheiden sich die Geister. Eigentlich besteht nach § 254 BGB der Grundsatz der Schadensminderungspflicht. Bedeutet, der Gläubiger müsste den für den Schuldner günstigsten Weg nehmen, um seine Forderungen zu erhalten. Und in aller Regel sind Inkassobüros nicht sonderlich zweckmäßig, außer mann würde den Schuldner zB gar nicht kennen. Ein Anwalt zB wäre in den meisten Fällen viel günstiger, weil seine Vergütung fest vorgegeben ist. Und wenn wie gesagt, der Schuldner mit der ersten Mahnung vom Inkassobüro seine Verbindlichkeit begleicht, hätte ein Schreiben vom Anwalt auch völlig gereicht. Das hätte nur Kosten von etwa 10 bis 40 Euro verursacht. Alles was darüber hinaus geht, muss der Schuldner nicht begleichen, wenn es nach einigen Gerichtsurteilen geht. Allerdings werden auch einige Inkassogebühren vor Gericht für angebracht gehalten. Es ist also letzen Endes eine individuelle Entscheidung. 

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Wahrscheinlich ist das ok. Rechtsanwaltsbebühren gehen meist nach dem Streitwert. Die unterste Geühr geht nach einem Wert bis 300 Euro. Also egal ob es um 10 oder 300 Euro geht. Allerdings hat er eine 1,3 Gebühr genommen uns das ist für eine mittlere Angelegenheit. Nur Mahnung ist einfach. Einfache Schreiben = 0,3 Gebühr. Ruf ihn mal an. Vielleicht kannst du ihn runterhandeln. Ist aber ohne Gewähr.

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Um was für eine Forderung geht es? Um welche Anwaltskanzlei handelt es sich?

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Kommentar von guann
14.12.2015, 11:22

Es geht um eine Forderung der Privatärztlichen Verrechnungsstelle Sachsen GmbH.

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Ich würde dem Anwalt nur ganz kurz schreiben, dass die Forderung "längst" beglichen ist und seine Bemühungen daher unnötig sind und von dir nciht bezahlt werden.

Dann kommt noch ein böser Brief und das wars.

Hat bei mir beide Male funktioniert.

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im Vergleich zum Streitwert ist die Forderung definitiv zu hoch - die Mahngebühren für die erste Mahnung dürfen nur die Kosten für Papier, Briefumschlag und Proto abdecken, die Rechtsanwaltskosten könnten in etwa 30 Euro betragen- http://www.peter-kehl.de/ratgeber/verzugskosten/

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