In welcher Höhe kann man Ausbildungskosten von der Steuer absetzen?

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4 Antworten

Ab dem ersten Cent. Es sind (vorweggenommene) Werbungskosten (keine Sonderausgaben) nach § 9 EStG.

Absatz 6 des § ist vermutlich verfassungswidrig, daher die Ausbildungskosten NICHT als Sonderausgaben ansetzen.

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Als Sonderausgaben schon mal gar nicht, die sind nicht übertragbar. Wenn, dann geht es nur als Werbungskosten. Und derzeit auch nur für die 2. Ausbildung. Man muss dann für jedes Jahr eine Steuererklärung machen und einen Verlustvortrag geltend machen für die Zeit, in der die Kosten angefallen sind. 

Dann kann man in den Jahren, in denen man verdient, die Werbungskosten des Verlustvortrages geltend machen. Die weiteren Kosten kämen dann noch obendrauf und das geht so lange, bis alles aufgebraucht ist.

Dass es da eine Höchstgrenze im Jahr gäbe, davon weiss ich nichts. Man muss aber auch bedenken, dass man nur bis 4 Jahre rückwirkend Steuererklärungen machen kann. 

Und bei der 1. Ausbildung bringt das derzeit gar nichts, weil dies nicht anerkannt wird. Für die Erstausbildung kann man dafür Zuschüsse wie BAB oder Bafoeg erhalten. 

Die Summe der Werbungskosten bekommt man natürlich auch nicht ausbezahlt, diese Summe (50 000 in deinem Beispiel, was schon recht viel ist), sondern diese Summe wird nur nicht versteuert. Die Summe, die man einspart, liegt daher um einiges darunter (je nach Steuersatz). 

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Kosten können grundsätzlich nur für das Jahr der Entstehung geltend gemacht werden! Also die Kosten aus dem Jahr 2015 in der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2015.

Hat man in einem Jahr mehr Kosten (Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen etc) als Einnahmen, dann gibt es einen Verlustvortrag. Dieser wird im Folgejahr angerechnet. So lange, bis er aufgebraucht ist.

Steuerlich ist Ausbildung nicht gleich Ausbildung.

Empfehlung: Steuerberater aufsuchen. Der hat das Wissen, alles von den 50.000 rauszuholen was geht. Machst du es selbst, dann musst du dir das Wissen erst mühsam selbst aneignen. Und ob du dann alles berücksichtigst... ist fraglich.

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Kommentar von kevin1905
25.06.2016, 18:47

Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen sind nicht vortragsfähig.

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Bei der Erstausbildung verdient man normalerweise nicht genug, dass man die Ausbildungskosten als Sonderausgaben geltend machen koennte, denn das kann man ja nur im selben Jahr, nicht im Jahr darauf.

Bei einer Zweitausbildung kann man max. 6000 Euro als Werbekosten geltend machen, die Ausbildung muss aber in einem Zusammenhang mit der Arbeit stehen.

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Kommentar von Schwampel
25.06.2016, 14:58

Ich hab gelesen, dass man die Kosten der Erstausbildung rückwirkend bis 2008 trotzdem einreichen könnte. Ist zwar offiziell nicht noch nicht erlaubt, aber die Chancen stehen wohl gut, dass es in Zukunft dann auch rückwirkend anerkannt wird.

Meine Frage wäre aber zusätzlich, ob man dann die kompletten 6000 Euro rückwirkend für diese Ausbildung plus noch die aktuellen Werbungskosten einreichen kann.

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Kommentar von wurzlsepp668
25.06.2016, 16:21

wo steht, dass bei der Zweitausbildung max. 6.000 € als Werbungskosten ansetzbar sind?

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