Im alten Testament wird die Geschichte so erzählt, dass die Israeliten kurz nach dem Auszug aus Ägypten zum Berg Sinai komme, wo auch die Geschichte mit dem brennenden Dornbusch geschieht.

Moses steigt allein auf den Berg, wo Gott zu ihm spricht und sagt, dass er möchte, dass die Israeliten sein auserwähltes Volk sind. Er erzählt die Geschichte seinem Volk und das Volk möchte gerne hören, was Gott zu sagen hat.

Da fängt der Berg an zu rauchen und zu donnern und Gott spricht zu den Menschen. Die Menschen bekommen Angst und möchten lieber, dass Moses alleine mit Gott spricht. Gott sagt zu Moses, er solle noch einmal auf den Berg steigen. Dort gibt Gott ihm die beiden Steintafeln mit den 10 Geboten. Moses bleibt 40 Tage auf dem Berg. Als er wieder zurückkehrt beginnt die Geschichte mit dem goldenen Kalb.

Wichtig ist allerdings, dass du weißt, dass das natürlich nicht passiert ist. Das ist ein alter Mythos, der über Generationen mündlich weiter gegeben und irgendwann aufgeschrieben wurde. Geschichtlich kann man es daher also nicht nennen.

Das war der wohl wichtigste historische Scheitelpunkt des jüdischen Volkes. Es hatte sich gerade aus der Knechtschaft seiner Peiniger befreit, sozusagen ein nationaler Feiertag, Tag der Unabhängigkeit. Zu diesem Anlass wurde, nach Paul Hengge, aus dem Namen YHWH, dem "Geist der Menschlichkeit", ein neues Regelwerk des menschlichen Zusammenlebens geboren. Zur Vertiefung empfehle ich dir die Bibelkorrektur von Paul Hengge. Er erklärt sehr fundiert und kurzweilig, was es mit den 10 Geboten und ihrem angeblich "göttlichen" Ursprung auf sich hat.

In gar keiner. Mose hat dem Volk lediglich einen vom Pferd erzählt.

Die moralischen Regeln gab es lt. Bibel bereits vor der Sintflut, denn anderenfall wäre ja die Geschichte unsinnig, daß die Sintflut wegen der Sünden der Menschen kam.

Ebenso war mindestens das Gebot "du sollst nicht töten" bereits Kain bekannt.

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