in welchen ländern wurde das Geld der Römer akzeptiert?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Die Antwort hängt ganz von der Zeit ab, die du meinst: frühe Republik, mittlere Kaiserzeit oder Spätantike.

Richtiges 'Geld' kam in Rom im 5. Jahrhundert ungefähr auf - das waren dann mit Reliefs versehene Bronzebarren ("ramo secco"). Silbermünzen kamen später dazu, unter griechischem Einfluss. Goldmünzen gab es grundsätzlich selten. Silbermünzen etablierten sich nach und nach als Währung, daneben auch Bronze- und Kupfermünzen. Vor allem Silbermünzen wurden in den meisten Ländern abzeptiert, weil ihr Kaufwert dem Materialwert entsprach (beinahe). Somit konnte man damit auch in Ländern einkaufen, in denen gar keine Münzen verwendet wurden. Zum Beispiel in Ägypten. Das erkennt man daran, dass dort Silbermünzen teilweise zerschnitten wurden, um kleinere Beträge zu erhalten ("Hacksilber"). Mit dem Edelmetallgeld konnte man bis ins 3. Jh. n. Chr. eigentlich überall einkaufen, aber dann verschlechterte sich das Material. In den Wirren des 3. Jh. brauchten die Kaiser viel Geld, aber es kam nicht viel rein - daher mischte man unedles Metall in die Münzen. Manche "Silbermünzen" waren nur noch mit einer dünnen Silberschicht versehen, aber innen eigentlich Dreck. Mit diesen Münzen konnte man dann zwar noch im Reich, wo es offizielles Zahlungsmittel war, noch kaufen, aber woanders nicht mehr, weil dann ja der Wert, für den die Münze stand nicht mehr dem wahren Materialwert entsprach.

Kurz: Edelmetallmünzen wurden in allen Mittelmeerländern akzeptiert, in Britannien, teilweise auch in Germanien (Materialwert), im Balkanraum, rund um das Schwarze Meer, im Nahen Osten bis fast bis nach Indien. Dies waren die Länder, mit denen man auch Handel betrieb. Münzen, die als Edelmetall noch weiter verhandelt wurden, konnte es freilich noch viel weiter tragen.

wenn es gold oder silber war, überall. ansonsten im römischen reich und deren provinzen. lg

Was möchtest Du wissen?