In welchen Ländern ist die aktive Sterbehilfe erlaubt?

4 Antworten

zahnpasta hat Recht, aktive Sterbehilfe ist nur in den BeNeLux Staaten erlaubt. In der Schweiz ist dies nciht zulässig.

In Deutschland ist aktive Sterbehilfe verboten. Passive Sterbehilfe ist hingegen erlaubt, wenn ein Patient dies eindeutig wünscht. Gesetzlich geregelt ist der Umgang mit entsprechenden Patientenverfügungen aber bislang nicht. Nach Ansicht des Nationalen Ethikrates haben schriftliche Verfügungen des Patienten grundsätzlich Vorrang vor der ärztlichen Hilfeleistungspflicht. Ein gemeinsamer Gesetzentwurf von SPD, FDP, Grünen und Linken zielt auf eine uneingeschränkte Gültigkeit von Patientenverfügungen; Bedenken dagegen gibt es aus der Union.

Die Niederlande waren das erste Land weltweit, das „aktive Sterbehilfe“ erlaubt. Seit April 2002 dürfen Ärzte dort einem Schwerkranken eine tödliche Spritze verabreichen, wenn der Patient im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist und es wünscht. Ein Kontrollausschuss aus einem Arzt, einem Juristen und Ethikexperten muss der Sterbehilfe zustimmen. Wenige Monate später folgte Belgien dem Beispiel mit einem ähnlichen Gesetz.

Die Schweiz hat eine vergleichsweise liberale Gesetzgebung. Der Staat nimmt die Beihilfe zur Selbsttötung hin, sie ist aber nicht ausdrücklich erlaubt. Laut Gesetz ist es strafbar, jemandem „aus selbstsüchtigen Beweggründen“ beim Suizid zu helfen – solange dem Helfer aber kein selbstsüchtiger Beweggrund vorzuwerfen ist, wird er nicht bestraft. Mediziner dürfen einem unheilbar Kranken eine tödliche Dosis eines Medikamentes besorgen, die er dann selbst einnehmen muss.

In Frankreich dürfen die Ärzte einen unheilbar kranken Patienten „sterben lassen“, sein Leben aber nicht aktiv beenden. Das heißt, der Patient darf auf eigenen Wunsch schmerzstillende Mittel bekommen, auch wenn sein Tod durch die Medikamente möglicherweise beschleunigt wird. Die Ärzte dürfen auch lebensverlängernde Maßnahmen – wie künstliche Beatmung – einstellen.

Auch in Großbritannien dürfen Ärzte einem Schwerkranken hohe Dosen an Schmerzmitteln verabreichen, selbst wenn sie damit in Kauf nehmen, dass der Patient schneller stirbt. In Schweden und Norwegen ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, lebensverlängernde Behandlungen einzustellen.

In Griechenland, wo die orthodoxe Kirche sehr stark ist, gilt Sterbehilfe als Beleidigung Gottes und ist streng verboten. Auch das katholische Polen hat Sterbehilfe unter Strafe gestellt – wer gegen das Gesetz verstößt, nimmt bis zu fünf Jahre Gefängnis in Kauf.

auch in Deutschland dürfen lebenverlängernde Maßnahmen eingestellt werden, wenn dies der Wunsch des Patienten ist und war.

Auch eine Schmerztherapie die  den Patienten schmerzfrei macht, auch wenn er  dadurch stirbt ist erlaubt  "passive Sterbehilfe" dürfen gegeben werden.

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Die aktive Sterbehilfe ist nur in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden erlaubt, in allen anderen europäischen Staaten ist sie verboten. Die Beihilfe zum Suizid ist hingegen auch in der Schweiz (wenn kein Eigennutz vorliegt) und in Deutschland (wenn der Helfer kein Arzt oder naher Verwandter ist) zulässig. Das die Schweiz so stark mit der Sterbehilfe in Verbindung gebracht wird, hat sie den beiden Sterbebeihilfeorganisationen Exit und Dignitas zu verdanken. Wobei Dignitas auch außerhalb der Schweiz tätig wird.

Weitere Informationen unter: http://www.cdl-rlp.de

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