In welchen Berufen kann man überhaupt noch Beamter werden?

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2 Antworten

Ich habe die Entwicklung ein bisschen verfolgt, da meine Frau Beamtin ist.

Bis etwa in die 1970er Jahre gab es in den meisten Bereichen der öffentlichen Verwaltung, der Staatsunternehmen (Post, Bahn, etc.), der Bildung, der öffentlichen Versorgung etc. Beamte im einfachen Dienst (Hauptschulabschluss, minimale Berufsausbildung), im mittleren Dienst (Realschulabschluss, 5 jährige Vorbereitungszeit), im gehobenen Dienst (Fachabitur oder Abitur, teilweise Vorbereitungszeit, teilweise Studium an einer Fachhochschule) und im höheren Dienst (Abitur, Universitätsstudium). Das ganze je nach Aufgabengebiet als technischen Dienst (Handwerker, Techniker, Ingenieure) und als nichttechnischen Dienst (Verwaltungsmitarbeiter, Kaufleute, Betriebswirte, Juristen, Lehrer, ...).

Der einfache Beamtendienst (Briefträger, Schaffner im Zug, ...) ist in den 80er Jahren ausgestorben, heute sind das alles Angestelltentätigkeiten.

Der mittlere Beamtendienst (Facharbeiter, Handwerker, Kaufleute, Verwaltungsmitarbeiter) ist innerhalb der letzten 10 ... 20 Jahren so gut wie ausgestorben, zumindest neu zu besetzende Stellen in diesem Bereich sind meistens nur noch Angestelltenstellen.

Der gehobene und der höhere Beamtendienst ist noch überall da aktuell, wo es um hoheitliche Aufgaben geht (Polizei, Zoll, Justiz, Ministerien, öffentliche Verwaltung), und zu guten Teilen auch noch im Bildungswesen (Lehrer an staatlichen Schulen, Professoren an staatlichen Hochschulen). Das ist aber nicht mehr durchgängig so, man findet auch hier manche Angestellte.

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Beamter kannst du natürlich nur im Staatsdienst werden. Aber da geht der Trend auch eher dahin, die Aufgaben von Angestellten erledigen zu lassen.

Nur hoheitliche Aufgaben müssen auch weiterhin von Beamten wahrgenommen werden.

Polizei, Zoll, Justiz

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