In welchem Weltkrieg wurden mehr Soldaten geopfert?

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8 Antworten

Der 2. Weltkrieg forderte ca. 60 Mio. Tote, darunter allerdings viele Zivilisten. Im 1. Weltkrieg starben ca. 10 Mio. Menschen und zwar beinahe ausschließlich Soldaten. Berühmt wurde der 1 Weltkrieg in der Tat für die teilweise monatelangen Schlachten an der Westfront (insbes. Verdun, Somme, 3. Ypernschlacht), die jeweils hundertausende Tote kosteten und meist kaum Geländegewinn brachten.

Zu den übrigen Bemerkungen: Was Kriege verursacht bzw. aus welchen Gründen Kriege geführt werden, ist eine empirische Frage. Wenn man sich die vielen Kriege der Weltgeschichte anschaut, scheint mir die hier angestellte Ursachenforschung (Fanatismus, Gier oder Hass) etwas simpel.

Danke. Genau so eine Antwort habe ich mir erhofft,

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Im 2. Weltkrieg starben mindestens 30 Millionen Soldaten. 5 Millionen davon in Kriegsgefangenschaft. Mindestens genausoviele Zivilisten. Die höchsten Verluste hatte Russland. Wobei da die Zahlen nur geschätzt werden können. Möglicherweise liegen die noch erheblich höher, vor allem wenn man die Säuberungen und Toten während den Flüchtlingsströmen nach dem Krieg bedenkt.

Das Land, in Europa das am Krieg beteiligt war, mit den geringsten Verlusten war Dänemark. Dank ihrem König. Der hat (GEGEN den Widerstand der Regierung) erklärt. Meine Untertanen sind keine Soldaten. Krieg ist was für Soldaten. Bitte, wenn Ihr Dänemark besetzt, lasst meine Untertanen in Ruhe, und ihr könnt machen was ihr wollt. 

Klappte auch fast perfekt. Deutschland besetzte Dänemark fast ohne jeglichen Widerstand, richtete ein paar Miltärbasen auf Jütland ein, und überliess den Dänen den Rest. Die durften sogar ihre Marine behalten. Nur 80 Dänische Soldaten starben, weil an zwei Grenzposten die Nachricht des Königs nicht angekommen war. Ihre paar Juden hatten die Dänen bereits nach Schweden evakuiert. Auserdem starben ein paar tausend Dänische Seeleute, wenn ihre Schiffe (von Alliierten) angegriffen wurden.   

Also ich persönlich halte ww1 für grausamer, da die techniken und waffen(gas, grabenkrieg) um so einiges brutaler waren. Senfgas hat beispielsweise deine haut aufgefressen und wenn du es einatmest auch deine lunge. Aber sehr langsam. Dazu kam noch sogenanntes trommelfeuer, d.h. Die artillerie feuert unablässig auf ein gebiet. Manche soldaten wurden zu sogenannten kriegszitterern, eine osychische krankheit. Aber noch etwas zu den opferzahlen: in ww1 sind etwa 20 mio soldaten gestorben, in ww2 etwa 30-35 mio. Ww1dauerte 4 jahre, ww2 6 jahre. Rechnerisch sin im 2. Weltkroeg also mehr soldaten jährlich gestorben. Trotzdem war der 1.wk für die soldaten grausamer, da sie wie du schon sagst regelrecht verheizt wurden. Erwartete verluste von 15.000 mann für kleinere angriffe waren normal.

Ich stimme mit UlfDunkel überein. Leider und seltsamerweise ist aber der Hass der Menschen untereinander (der ja in letzter Konsequenz zum Krieg führt) immer auch Motor und Auslöser des technischen "Fortschrittes" gewesen und ist es noch. Kaum eine lebenserleichternde Technik wäre ohne militärische Forschung oder wenigstens finanzielle Unterstützung zustande gekommen. Ich finde das sehr traurig, aber der Mensch scheint nicht in der Lage zusein, seine eigene Spezies weiter zu entwickeln, ohne genau die eigene Spezies ausrotten zu wollen.

Ich stimme Dir nicht zu, dass Hass zum Krieg führt! Meistens ist es Gier oder Fanatismus. Die Soldaten hassen einander nicht, sie kennen einander ja gar nicht.

Kriege werden aus Loyalität geführt. Wenn die "Könige" sich kloppen wollten, könnten die Völker ja jederzeit sagen: "Och nöö, macht das mal schön unter euch aus, Fingerhakeln oder Kirschkernweitspucken geht auch."


Aber solche Kriegsdienst-Verweigerung in ganzen Völkern finde ich in der Geschichte immer nur von Frauen in die Tat umgesetzt. Sollte uns Männern das nicht mal endlich zu denken geben? ;-)

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Insgesam wurden im II. Weltkrieg mehr Menschen getötet.

Im ersten Weltkrieg wurden aber an der französischen Front innerhalb von kürzester Zeit Hunderttausende von deutschen, französischen und britischen Soldaten im Stellungskrieg getötet.

Im II Weltkrieg waren es mehr Tote, da die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung (insbesondere in Osteuropa, China, Korea auf der einen und Deutschland und Japan auf der anderen Seite) viel schlimmer waren.

Ich wollte es eigentlich ohne die Zivilbevölkerung wissen.
Ich wollte das "grausam" eigentlich im Zusammenhang mit chemischen Waffen in Verbindung bringen. Klar das jeder Krieg grausam und überflüssig ist.

Vielleicht hilft Dir diese Seite als Einstieg in eigene Recherchen weiter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Volksbund_Deutsche_Kriegsgr%C3%A4berf%C3%BCrsorge

Im übrigen stimme ich andreas48 voll und ganz zu:

Es gibt keine weniger grausamen Kriege.

Ich glaube die Wertigkeit in Richtung grausam bei Kriegen kann so nicht statfinden. Jeder Krieg ist grausam, jeder Krieg brachte Grausamkeiten an den Tag und einen Superlativ darf und kann es nicht geben. Jeder nicht durchgeführte Krieg wäre für die Menschheit wesentlich besser gewesen, denn was da Menschen und Ressourcen im Verlaufe der Geschichte verheizt wurde sind nicht mehr erfassbare geistige, menschliche und materielle Werte.

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