In welchem Staat hat man als christ privilegien oder welcher staat richtet sich nach dem christentum?

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5 Antworten

So ziemlich die gesamte westliche Welt. Ganz besonders die USA.

Deutschland spielt sogar den Beiträge-Einsammler in Gestalt der Kirchensteuer. Es gibt massenweise öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäuser und Schulen, wo eine Kirche das Sagen hat ("Trägerschaft"), obwohl die Einrichtung zum weitaus größten Teil aus staatlichen Steuermitteln finanziert wird.

Dort zwingt sie dann gern den Mitarbeitern einen entsprechenden Lebenswandel auf, so mit Rauswurf bei Scheidung, erneuter Heirat, unehelichem Kind und dergleichen.

Oder ist erst wenige Jahre her, als ein Kölner Krankenhaus zum Beispiel einem Vergewaltigungsopfer die "Pille Danach" verweigerte aufgrund einer Weisung der Erzdiözese Köln. War damals ein ziemlicher Skandal.

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Kommentar von Pudelcolada
10.05.2016, 19:04

Oder die Leiterin einer katholischen Kita in Köln, die gekündigt wurde, weil sie ein zweites Mal geheiratet hatte...

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Kommentar von martin7812
10.05.2016, 22:04

So ziemlich die gesamte westliche Welt. Ganz besonders die USA.

Wenn ich die Frage richtig verstanden habe, geht es um Staaten, in denen man als christlicher Bürger mehr Rechte hat als als nicht-christliche Bürger.

Könntest du mir auch nur ein Recht nennen, das ein christlicher US-Bürger hat, nicht-christliche US-Bürger jedoch nicht haben?

Oder sonst irgend welche Gesetze, bei denen christliche US-Bürger wegen ihrer Religionszugehörigkeit bevorzugt werden?

Deutschland spielt sogar den Beiträge-Einsammler in Gestalt der Kirchensteuer.

Laut Grundgesetz können das alle größeren Religionsgemeinschaften haben, wenn sie für einen längeren Zeitraum bestehen.

Dies ist also auch keine Bevorzugung von christlichen Religionsgemeinschaften gegenüber nicht-christlichen Religionsgemeinschaften.

Natürlich könnte man sich fragen, warum der Staat diese Dienstleistung nicht auch an andere Gruppen (z.B. Sportvereine) anbietet.

Viele Religionsgemeinschaften wollen gar keine Kirchensteuern, da dies nicht unbedingt einen Vorteil darstellt; für Vereinigungen, die nicht auf eine lebenslängliche Mitglieschaft der Mitglieder ausgelegt sind (z.B. Sportvereine) wäre das Kirchensteuersystem definitiv ein Nachteil.

Es gibt massenweise öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäuser und Schulen, wo eine Kirche das Sagen hat ("Trägerschaft"), obwohl die Einrichtung zum weitaus größten Teil aus staatlichen Steuermitteln finanziert wird.

Auch das hat nichts mit der Bevorzugung von Christen gegenüber anderen Religionen zu tun:

Kindergärten, die nicht-christliche Religionsgemeinschaften oder weltanschauliche Organisationen als Träger haben, haben dieselben Rechte.

Auch bei Arbeitgebern in der Industrie kann man gefeuert werden, wenn man in seiner Privatfreizeit etwas tut, was dem Ruf des Arbeitgebers schadet.

Nebenbemerkung:

Es gibt private Krankenhäuser, wo die Träger Unternehmen sind, die dabei Gewinn machen. Und "Gewinn machen" bedeutet nichts anderes, als 0% zur Finanzierung des Krankenhauses beitragen und sogar noch einen Teil der staatlichen Steuermittel an die Aktionäre auszahlen!

Oder ist erst wenige Jahre her, als ein Kölner Krankenhaus zum Beispiel einem Vergewaltigungsopfer die "Pille Danach" verweigerte aufgrund ...

Jedes nicht-staatliche Krankenhaus (z.B. eines in privater Trägerschaft) in Deutschland hätte das tun dürfen, vorausgesetzt die entsprechende Behandlung wird im entsprechenden Krankenhaus prinzipiell nicht angeboten - und das war in Köln ganz eindeutig der Fall.

Auch hier liegt also keine Bevorzugung von christlichen gegenüber privaten Krankenhäusern vor.

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im prinzip auch deutschland: Kirchensteuer wird staatlich eingetrieben, christliche soziale Einrichtungen werden zu 40-60% vom staat getragen, und dürfen trotzdem von der kirche gesteuert werden - als nicht-christ kommst du nur schwer in eine katholische schule

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Kommentar von Vitopedia
10.05.2016, 15:44

Das ist eine sehr einseitige Betrachtung, zumal die Kirchensteuer nicht für Christliche Zwecke genutzt wird, sondern an die Landeskirchen geht, die damit Schabernack betreiben, wie Kirchengebäude bauen. Hätte Christus so etwas gewollt? Wohl nicht...

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Jeder Christ hat in freiheitlichen Staaten das Privileg der freien Ausübung seiner Religion. Mit gewissen Einschränkungen... ---> ;)

Es gibt zwar einige Staaten (und vor allem einzelne Menschen...), die von sich gerne behaupten, christlich geprägt zu sein. Aber: wenn man weiß, was christlich sein tatsächlich bedeutet fällt man auf diese billigen Werbegags nicht rein.

Genauer betrachtet haben Christen nur im Königreich Gottes echte Privilegien.

Und das ist laut Aussage seines durch Gott selbst eingesetzten Königs nicht von dieser Welt.

Und dieses Reich (=Staat) richtet sich nach dem Willen Gottes, nicht nach irgendwelchen wilden Spekulationen von Menschen, die sich selbst für privilegiert halten möchten... 

warehouse14

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Kein Staat der Welt richtet sich heute noch nach dem Christentum. Vorteile ergeben sich für Christen in vielen Ländern allerdings durchaus.

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Der Vatikanstaat.

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