In welchem Bundesland habe ich langfristig (!) die besten Chancen mit Latein/Chemie?

9 Antworten

> langfristig (!)

Wenn ich das vorhersagen könnte, könnte ich sicher auch die Lottozahlen vorhersagen ;-)

Prognosen sind bekanntlich schwierig, besonders, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen.

Prognosen des Lehrerbedarfs lagen schon so oft daneben, dass ich mich nicht darauf verlassen würde.

Von Sachsen würde ich abraten, da sehe ich (langfristig) die Gefahr, dass Fremdsprachenunterricht komplett gestrichen wird, wegen Verstosses gegen das deutschsprachige Volksempfinden. Braucht dann ja auch kein Mensch mehr, nachdem ohnehin kein Ausländer mehr ins Land darf.

In BW und BAY sehe ich derzeit (aber ist das langfristig?) politische Mehrheiten für das Gymnasium und damit für Latein. Für diese beiden Länder spricht auch, dass sie eher nicht aus Geldmangel auf Einstellungen verzichten.

Chemiker stehen in allen Bundesländern zwar unter Generalverdacht:

http://www.heise.de/tp/artikel/21/21622/1.html

aber eine Abschaffung des Chemieunterrichts hat meines Wissens noch kein Politiker gefordert.

Zusammengefasst: Wo Deine Chancen besser sind, lässt sich nicht 7 Jahre im Voraus sagen. Also überlege, wo Du gerne unterrichten würdest, so Du denn dürftest - und studiere dort.

Fremdsprachenunterricht komplett gestrichen wird

Och, dann können sie doch immer noch Deutsch als Fremdprache anbieten...    ;)))

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@Bevarian

OK, wenn man von einem 10-km-Streifen um die Elbe zwischen Schmilka und Riesa absieht. ;-) Leider ist dies auch das Gebiet, in dem zuviel Wert auf Deutschsein gelegt wird. :-(

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Von Sachsen würde ich abraten, da sehe ich (langfristig) die Gefahr, dass Fremdsprachenunterricht komplett gestrichen wird, wegen Verstosses gegen das deutschsprachige Volksempfinden.

Nein. Latein wird hier nicht benötigt, nur Russisch. Unser MP will schließlich, daß jedes Kind eine slawische Sprache erlernt, und unsere in naher Zukunft ausscheidenden Russisch-Lehrer müssen ersetzt werden (<http://jan.twoday.net/stories/96985125/>). *eg*

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In NRW wurde eine meiner Cousinen (Mathe + Gedöns) sofort nach Studiumsabschluß verbeamtet.

In B werden meines Wissens auch Lehrer Deiner Fachrichtungen gesucht, B hat, falls Du das Beamtenverhältnis anstrebst, wie die anderen Stadtstaaten, den Vorteil, daß Du nicht aufs flache Land versetzt werden kannst.

In SN denkt man jetzt drüber nach, ob man Lehrern die Verbeamtung anbietet. Klar, Lehrer für Gymnasien gibts hier noch reichlich, von denen wollen aber nur wenige in die Gebiete, in welchen unsere Hauptregierungspartei ihre Stimmen einfährt. Stattdessen wollen die in die Großstädte, in welchen, Vorsicht: Euphemismus, laut Kultus die Klassenbildung optimiert werden soll.

Geh doch erstmal Schritt für Schritt vor.

Meinst du wirklich,  dass dir jetzt jemand eine Prognose geben kann, was vielleicht in 10 Jahren sein wird?

Ein Lehrer von mir meinte mal, es ist eigentlich ziemlich doof, wenn man sich vor dem Studium fragt, wie es mir dem Job aussieht,  weil bis man am Ende des Studiums ist, dauert es einfach schon eine Weile (du wirst mit der Kombi bestimmt nicht in regelstudienzeit studieren, sondern noch das ein oder andere Semester dran hängen), dann musst du dein Referendariat ablegen und so weiter und sofort und wer weiß, was die lieben Politiker bis dahin schon wiedee für witzige Ideen haben...

Heute weiß aber definitiv niemand,  wo du später die besten Chancen haben wirst. Aber wenn du deinen Job gut machst, als mit Ehrgeiz und Verstand an die Sache ran gehst, dann wirst du auch ganz sorglos einen Arbeitsplatz finden

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