In welche Sachwerte/Immobilien soll ich anlegen?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

oder irre ich mich?

Wenn für dich Volatilität gleichzusetzen ist mit Risiko liegst du schon richtig.

Aktien sind aber neben Immobilien langfristig so ziemlich die beste Wertanlage die es gibt. Natürlich ist Aktie nicht gleich Aktie. Hier gibt es unterschiedliche Strategien und auch Risiken. Blue-Chips sind weniger volatil als Small- oder Mid-Caps. Letztere haben aber ggf. bessere Renditechancen.

Jetzt möchte ich in Sachwerte und Immobilien anlegen, aber wie kann man eine gute Anlage von einer Schlechten unterscheiden?

Dass du vermehrt in Sach- und nicht in Geldwerte anlegen willst ist löblich, aber zu Anfang deines Posts schließt du 2 Sachwerte quasi schon aus, nämlich Aktien und Rohstoffe (hier stellvertreten durch Gold).

Ein gutes Portfolio ist aber ausgeglichen und streut die Risiken in möglichst nicht miteinander korrelierenden Anlagen.

Zur Absicherung empfehlen sich ein geringer Teil Rohstoffe. Ein paar wenige Anleihen oder sonstige Dinge. Aber schwerpunktmäßig würde ich bei einem Horizont von 10+ Jahren Aktien und Aktienfonds bzw. ETFs fahren.

Der zweite Teil deiner Frage lässt sich nicht einfach beantworten:

  • Bei Aktien macht man vor einem Kauf eine sog. Fundamentalanalyse und Unternehmensbewertung. Der Sinn dahinter ist herauszufinden ob das Unternehmen den eigenen Vorstellungen entspricht (quantitativ und qualitativ).
  • Bei Immobilien ist der Vorlauf noch wichtiger. Aktien kriegt man i.d.R. börsentäglich verkauft. Eine Schrottimmobilie wird man aber mitunter schwerer los als Hundekot am Schuh.
  • Du musst dich einfach mit diesen Dingen befassen, Bücher lesen, entsprechende YouTube Kanäle abonnieren, etc. Und dann musst du dich an der Thematik versuchen (Musterdepot, etc.).

Wo kann ich mir Wissen aneignen?

Amazon hat viele Bücher zu den Themen, Aktien, Investments allgemein, Immobilien etc. Auch auf YouTube gibt es eine handvoll seriöser Kanäle.

Falls ihr gute Geldanlagen kennt und die richtigen Tipps für mich habt, würde ich mich über eine Antwort freuen!

Konkrete Anlageempfehlungen gibt es nur gegen Geld und ohne Gewähr. Wenn du die Arbeit nicht selbst machen willst, musst du jemand anderen kostenpflichtig beauftragen dies für dich zu tun. Anders geht es nicht.

Vielen Dank für die hilfreiche Antowort. Sehr geholfen.

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@PrayerInC

@PrayerInC. Lass dich nicht von diesem Kommentar beeindrucken, das ist alles Theorie, die Praxis sieht anders aus.

Aktien sind immer ein hohes Risiko.

Ich würde doch zur Bank gehen, dort sitze die Fachleute, die dir sicher einen guten rat geben können.

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@TheAllisons

Aktien sind immer ein hohes Risiko.

Ja und nein.

Keine Dax-Anlage (ich meine den Index komplett), die länger als 13 Jahre gehalten wurde hat bisher jemanls dem Anleger einen Verlust beschehrt.

Nun ist es richtig, dass niemand die Zukunft vorhersehen kann aber ich kann aufgrund der Vergangenheit anhand der Stochastik mehr oder weniger wahrscheinliche Zukunftsszenarien extrapolieren.

Mit Aktien bin ich Eigentümer einer Firma und an deren Entwicklung mitbeteiligt, während ich bei Geldanlagen darauf angewiesen bin, dass andere Leute ihre Schulden zurück zahlen, damit ich Zinsen bekomme.

Der Kauf einer Aktie steht am Abschluss eines Analyseprozesses in dem ich das Risiko und die Chancen abgewogen habe, nicht am Anfang!

Wenn ich selber Einzelwerte kaufe, fallen bei mir ca. 90% ohnehin durch den Stock-Screener, weil sie nicht interessant sind.

Ich würde doch zur Bank gehen, dort sitze die Fachleute, die dir sicher einen guten rat geben können.

Diese Aussage ist totaler Schwachsinn, aus mehreren Gründen.

  1. Habe ich eine höhere Qualifikation als die Leute in der Bank (Angefangen vom Versicherungsfachmann über zahlreiche Aus- und Weiterbildungen und eine abgeschlossene Ausbildung beim Rechtsanwalt).
  2. Arbeite ich seit 12 Jahren in der Finanzdienstleistung (Seit 10 Jahren hauptberuflich selbständig) und seit 7 Jahren als von Gesellschaften unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler
  3. Seit 2013 betreibe ich auch einen Immobilienvertrieb mit dem Schwerpunkt fremdgenutzter Immobilien als Geldanlage.
  4. Der Bankmitarbeiter ist weder unabhängig noch hat er eine besonders große Marktauswahl
  5. Wenn er doch so gut und erfolgreich ist, warum sitzt er dann in der Bank und macht nicht seinen eigenen Laden auf?
  6. Ich setze mich manchmal wenn ich viel Zeit und Muße habe in eine Bank und lasse mich einfach mal beraten, am liebsten zur Altersvorsorge. Was ich da manchmal für einen Käse höre ist erschreckend!
  7. Ich hafte für meinen Rat. Du für deine Kommentare auch?
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Dann eine kleine Zwischenfrage: Wäre es sinnvoll nach einer Wirtschaftskrise (ich gehe davon aus die werden wir innerhalb der nächsten paar Jahre haben) nach einer Analyse des Unternehmens (es sollte ja nicht pleite gehen) Aktien zu kaufen?

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@PrayerInC

Es gibt nicht "die" Wirtschaftskrise. Des einen Krise ist des anderen Vorteil. Daher der Hinweis nicht korrelierende Anlagen zu nutzen um das Risiko zu streuen.

Durch Warten beraubt man sich selbst eines nämlich des Zinseszinseffekts und das ist der Motor hinter jeder langfristigen Geldanlage.

Es ist besser einfach mal anzufangen und wenn wirklich eine Korrektur nach unten kommt, die Einschätzung des Unternehmens aber weiterhin gut ist, gezielt günstig nachzukaufen.

Du kriegst aktuell die Deutsche Bank zu einem Viertel ihres Buchwerts. D.h. aber nicht, dass dies auch ein gutes Investment wäre.

Es gibt aber auch Unternehmen, die dotieren höher im Kurs als ihr Buchwert, diese sind deswegen aber nicht gleich schlecht.

Mach dich auch mal mit den Begriff des Rebalancings vertraut.

Bevor du mit Einzelwerten hantierst (diese lohnen meist erst ab 1.000,- € aufwärts und mind. 5 verschiedene Positionen), fang doch einfach mal mit einem Sparplan an.

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Wenn du Rendite machen möchtest, dann solltest du dich erstmal mit dem Begriff Risiko beschäftigen. Warum?

Du sagst, du schließt Aktien wegen dem hohen Risiko aus und sagst einen Satz später, dass du in Immobilien anlegen möchtest.

Eine Immobilie, die du nicht vermietest, ist ein höheres Risiko, als Aktien, die nicht die gewünschten Renditen schaffen.

Gerade als Anlage sind Aktien eine gute Sache, wobei die natürlich einiges an Sachverstand erfordern.

Als Einstieg würde ich dir  eher ETFs empfehlen. Dazu gibt es einige gute Finanzblogs. Such mal nach dem Finanzwesir.

Immobilien sind eine gute Sache, aber dafür benötigt man natürlich einen höheren Einstiegswert, um eine Immobilie zu kaufen.

Dann habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Wie du gesagt hast, fehlt mir bei Aktien das Wissen, da das Spekturm an den verschiedenen Modellen so breit ist, dass ich als Laie sofort den Überblick verliere und somit die Wahrscheinlichkeit für Rendite gering bleibt. Der Bank möchte ich aber nicht komplett die Arbeit überlassen, weil ich der inzwischen nicht mehr trauen kann, deswegen suche ich eine andere Möglichkeit mein Geld sinnvoll zu investieren und dabei noch eine Überschaubarkeit für mich haben. Da erschien mir die Immobilienanlage am sinnvollsten, da ich dort nicht komplett verloren bin. Ich rede auch nicht von unrealistisch 20%, sondern eher etwas zwischen 5 und 7% an Rendite. Deswegen der Ausschluss des Aktienarguments. Trotzdem Danke für deine Antowort.

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Hallo,

ich finde gut, dass du schonmal gewillt bist Dir Wissen anzueignen. Das ist das Wichtigste.

Eine wichtige Frage ist, wie lang- oder kurzfristig man das Geld anlegen möchte. Möchtest Du bspw. für einen Notfall in den nächsten 5 Jahre das Geld ohne Verlust abziehen können, oder bist du sehr langfristig orientiert?

Es ist ein großer Mythos, dass Anlagen in Aktien mehr Risiko bedeuten. Langfristig sind Aktien imho das sicherste Investment überhaupt. (Breit gestreut und unter Beachtung der richtigen Faktoren) Du sprichst ja vom Investieren in Sachwerte. Genau das sind Aktien.

Ich kann das Buch "Cool bleiben und Dividenden kassieren empfehlen". Da geht es darum mit "Dividendenaktien" langfristig zu investieren, was 5-10% Rendite pro Jahr bringt (langfristig)

Das neue Buch von Tony Robbins mit dem Titel "Money" ist auch gut. Allerdings ein dickes Buch :-) Da geht es um den Aufbau eines diversifizierten Portfolios in versch. Assetklassen.

Sonst kann ich generell alles von Benjamin Graham oder Warren Buffett empfehlen.

Mit Immobilien oder Geschäftsbeteiligungen etc. kenne ich mich leider nicht aus.

Wie 25.000 € jetzt anlegen?

Hallo ,

wenn ihr jetzt 25.000 € auf dem Tagesgeldkonto gespart hättet , wie würdet ihr das anlegen ?

Zum Hintergund:

  • noch kein Eigenheim

  • Angestellter 2300 netto / monatlich Einnahmen Steurklasse 1 , bald verheiratet / Steuerklasse 3 ) ca. 1000 € monatliche Ausgaben (Bald mit Kind 2487 Einnahmen, 1800 € Ausgaben ca.)

    1. Kind ist gerade unterwegs, 2. Kind ist geplant
  • Keine Altersvorsorge, außer gesetzliche, nur BU -Versicherung bis 60 Jahre

Wenn ihr in meiner Situation sein würdet , wie würdet ihr jetzt am besten reagieren um euer Geld vor der Vernichtung während dieser Niedrigzinsphase(Tagesgeld derzeit) zu schützen, oder vll sogar eine Rendite zu erwirtschaften?

Bin offen für alle Konstruktiven Vorschläge wie , Immobilien, Aktien ,Anleihen, nebenberufliche Selbständigkeit, Sachwerte Sparanlagen etc. Falls mir jemand Aktien etc empfiehlt, wie soll man da rangehen- habe doch keine Ahnung von der Börse)

Gruß Doofi

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Man liest und hört ja immer wieder: Wenn eine Inflation kommt sollte man Sachwerte besitzen, denen kann die Inflation nichts anhaben. Aber die meisten Sachwerte verlieren selbst ziemlich schnell an Wert (z.B. Computer und Autos), sind Gegenstand von Spekulation (Gold, Silber, Aktien) oder lassen sich nicht vernünftig lagern (Öl, Lebensmittel). Bleiben vor allem Immobilien übrig. Das Problem ist: Als Normalverdiener mit 1500 Euro netto kann ich mir in meinem ganzen Leben höchstens eine Immobilie erlauben. Wenn ich da etwas falsch mache - und bei Immobilien kann man viel falsch machen - dann lässt sich das nicht mehr korrigieren. Wenn ich mir vorstelle ich gehe in Rente, habe mein ganzes Leben für mein Haus gezahlt, und dann ist es nichts mehr wert weil die z.B. Gegend absolut heruntergekommen ist, was dann? Meine Frage ist: Wie kann ich mit wenig verfügbarem Kapital in Immobilien investieren, mein Geld dadurch inflationssicher anlegen, aber immer noch flexibel sein? Ich möchte dabei auch nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mein Geld möglichst auf mehrere Anlageformen und Länder aufteilen.

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