In wechen Berufe gibt es ein Überangebot auf dem Markt in Zukunft?

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2 Antworten

Altenpfleger, Bestatter, Mechatroniker, Landwirt

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Landwirt ist in Deutschland eine aussterbende Sparte, wenn man die massiv rückläufigen Zahlen an Auszubildenden betrachtet. Schon jetzt werden mehr Landwirte für Hofübernahmen gesucht, als am Arbeitsmarkt verfügbar, doch warum es so ist, machen die Bilanzen solcher Höfe und die Arbeitsbedingungen deutlich.

Ich sehe eher ein Überangebot bei jeglicher Form akademischer Ausbildung, die sich in der schulischen und universitären Ausbildung auf Deutschland beschränkte.

Wir haben Volljuristen, die es als "nicht erkennbar schlecht recherchiert oder gar sachlich falsch" ansehen, wenn geltendes Recht über den ergebnisrelevant verwendeten Begriff des Verkehrs als "nachfolgender automobiler Verkehr zuzüglich entgegenkommender Verkehr", also ohne Ein- und Ausfahrten, ohne Fußgänger, ohne Einmündungen und Kreuzungen ... abgeleitet wird.

Wir haben Lehrer, die meinen, daß eine Kausalität nur dann wahr sei, wenn Ursache als auch Wirkung wahr wären. Wir haben Lehrer, die meinen, daß "die neue 6. Staffel" semantisch bedeutete, daß die 6. Staffel die neueste Staffel sei. Verallgemeinernd ist zu bezweifeln, daß man Lehrern überhaupt noch mehrheitlich eine vertragsfähige Beherrschung der deutschen Sprache unterstellen darf.

Wir haben Staatsanwälte, die z.B. meinen, daß, wenn die Verabreichung von K.O.-Tropfen nicht nachgewiesen werden könne, dies auch ein Nachweis dafür sei, daß objektiv keine verabreicht wurden, er zudem der Meinung sei, daß eine zu geringe Gegenwehr stattgefunden habe, damit also der Vollzug einvernehmlich gewesen sei, wobei seine Meinung zulässig als objektive Tatsache zu werten wäre, dier jedem bekannt sei, also auch dem vermeintlichen Opfer, dem damit wissentliche Falschbeschuldigung hinreichend nachgewiesen sei. Wir haben aber auch Rechtsanwälte und sonstige Juristen, denen so eine Konstruktion überhaupt nicht als verdächtig nach Rechtsbeugung riechend auffällt.

Wir haben Statistiker, die nicht wissen, daß man abhängige Variable nicht als unabhängig behandeln darf und externe Studien nur dann übertragen darf, wenn zuvor die Zulässigkeit der Übertragung nachgewiesen wurde. So wurden in einem Fall Studien über die Errichtung von Straßenbahnen in Bereichen, die für den Nahverkehr praktisch nicht erschlossen waren, auf die Errichtung einer Straßenbahn übertragen, die einen durch Linienbusse schon weitestgehend gedeckten Bedarf aufwiesen, um daraus auf die Einsparung an PKW-Fahrten zu schließen.

Im Antisemitismusbericht des Bundestages von 2011 gibt es ein Definitionswirrwarr. Werden die Juden auf Seite 10 noch als echte Teilmenge der Semiten begriffen, also damit Jude als rein linguistischer Begriff definiert, werden die demographischen Daten von den jüdischen Gemeinden ausgewertet, was eine rein religiöse Definition beinhaltet (und welche m.E. auch die einzig angemessene ist). Im der Studie selber wird es dann wild, denn hier wird eindeutig auch die nur auf genetische Abstammung abhebende Definition verwendet, daneben die Schnittmenge als auch die Vereinigungsmenge, die Befragten wurden nicht nach der gehaltenen Definition gefragt, also die konkret gehaltene Definitiuon als irrelevant für das Ergebnis behandelt, und über allem werden definitionsunabhängig die zuvor eingeführten demographischen Daten verwendet. Muß man dazu noch was sagen? Was aber wirklich erschreckend ist: es scheint keinem aufgefallen zu sein, für was für Müll hier öffentliche Gelder aufgebracht wurden. Es wird aber auch nicht mehr wirklich geschult, auf die Definitionsebene herunterzubrechen.

Wir haben Wissenschaftler, denen gar nicht mehr auffällt, wenn sie plötzlich einen systematischen Fehler, z.B. durch eine falsch angesetzte Stammlösung,  begangen haben, sondern die Ergebnisse als zuverlässig verarbeiten. In einer Studie des Landes Sachsen wurde so in stehenden Kulturen ein Salzgehalt von über 7,8 g/Liter als Referenzwert im Labor bestimmt, obwohl selbst die salzverträglichsten Kulturen bei einem Salzgehalt von 3 - 3,5 g/Liter abstürben.

Bezogen auf auf Humanmediziner wäre es so, daß ein gemessener Puls von 2000 als verläßlich gehandhabt und eine entsprechende Notmaßnahme eingeleitet würde, an der der Patient dann leider verstürbe. Angesichts der Qualität der akademischen und schulischen Ausbildung in Deutschland ist die Frage berechtigt, ob dies nicht nur einfache Fahrlässigkeit gewesen wäre.

Ein entscheidender Punkt dabei ist, daß eine automatisierte Hinterfragung in der Mittelstufe zu vermitteln ist, später kann sowas eigentlich nur noch über strukturierte Arbeitsprozesse mit bewußt erfolgender Plausibilitätsprüfungf als Zwischenschritt eingeführt werden. Es ist so wie eine automatische Fehlerprüfung bei Eingabe gegen eine manuelle Prüfung auf Plausibilität nach Fertigstellung. Leider wird im Studium vorausgesetzt, daß man sowas zu können habe, aber wirklich geschult wird es nach meiner Erfahrung nur an Gymnasien. Doch aus Erfahrungen aus meinem Umfeld weiß ich, daß selbst eine massive Legasthenie in einer Stadtteilschule mit "individueller Betreuung und bestmöglicher Förderung" in der 9. Klasse noch nicht erkannt wurde.

In Deutschland kann man sogar in einer Master-Arbeit in Einleitung und Schlußbemerkung schreiben, daß man die gestellte Aufgabe einer späteren Bearbeitung überließe, in der Arbeit einen reinen Literaturüberblick ohne roten Faden abliefern, dabei dann auch noch falsch zitierend und bei Zitaten, wenn sie benannt wurden, komplett auf Angabe von Seitenzahlen verzichten, und wird mit einer 2 bewertet.

Deutschland leistet sich aktuell das elitärste Bildungssystem unter den Industriestaaten, denn als wirklich qualifiziert werden nur noch Akademiker angesehen, die mehrere Semester an einer ausländischen (Elite-) Uni verbracht haben. Besonders Bachelor-Absolventen werden von der privaten Wirtschaft nach meinen Erfahrungen als eher unzureichend qualifiziert (und das ist ein gewaltiger Euphemismus) und damit deutlich überbezahlt eingestuft.


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Kommentar von robi187
26.06.2016, 13:28

wir machen mit eltern und kinder oft in gruppe feuer. alle väter sind sofort dabei feuer zu machen? aber die frage ist könnte da stress aufkommen?

inwischen lassen wir jeder familie eine stelle fürs feuer machen zu einem grossen feuer. damit es nicht mehr auffällt wie stressig es werden kann.

so gibt es viele beispiele die das alte praktisches arbeiten verlernt wird. alles opst muss norm gerecht sein sonst kann man es nicht essen?

ich denke gerade der bauer der noch bauer ist hat eine super zukunft? denn der hat nicht nur kühe und schweine im fokus? und macht alles was die andere machen?

leider wird dort auch die  wissenschaftliche (oder lobbysten) normungen immer grösser?

der staat soll aufhören fast nur von der mwst grosse einnahmen zu schöpfen? oder ist das die freiheit die der kleine bürger möchte?

staat die freiheit der nieschen zu sehen, gibt es nur vorschiften und normen? einfalt vor vielfalt?

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