In vielen Fällen stellt es sich als nachteilig heraus,wenn der Vater früh verstirbt und die einzigen Kinder Jungen sind oder?

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2 Antworten

nicht nur bei jungen.

wenn die vaterfigur fehlt hat das immer auswirkungen auf das kind. selbst wenn der vater zwar existiert, aber nicht präsent ist.

und sogar dann, wenn der vater körperlich präsent ist, aber geistig nicht, wie etwa durch krankheit.

es ist für die soziale entwicklung von kindern ungemein wichtig dass beide eltern emotional präsent sind und sich gegenseitig ergänzen. denn nur so kann das kind lernen sich in seine geschlechterrolle einzufinden (damit sind keine klischees gemeint), konflikte zu lösen und sich geliebt zu fühlen.

auch zum "austoben" ist ein vater sehr wichtig, um das richtige maß zu finden und aggressionen bewältigen zu können ohne gewalttätig zu werden. oft ist es auch so, dass vaterlose kinder einen "ersatzvater" suchen, und das sind oft einfach "die falschen leute", sprich sehr autoritäre, bzw dominante persönlichkeiten denen sie sich dann allzu leicht unterordnen. so sind beispielsweise viele der jungen männer, die sich dem IS anschließen ohne vater und suchen dort ihren rückhalt, eine führende hand sowie stabilität. auch mädchen die ohne vater aufwachsen haben im späteren leben oft große probleme, vor allem was beziehungen zu männern angeht. sie können das verhalten des partners oft nicht richtig einschätzen, sind extrem unsicher und lassen sich eher unterdrücken, weil sie väterliche/männliche liebe nicht anders kennen.

je nachdem in welchem alter der verlust des vaters stattfindet sind die auswirkungen natürlich unterschiedlich und bei jungen generell früher zu beobachten als bei mädchen.

Was?

Das ist nicht nur beim Jungen so!

Auch Mädchen fehlt einen Vaterfigur!

Da muss der Vater auch nicht unbedingt sterben, auch kein Kontakt nach der Scheidung der Eltern etc. wirkt sich "Nachteilig" auf dieses Bild aus!

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