In meinem Vertrag ( Minijob)steht, dass mir kein Urlaub zusteht! Ist das rechtens?

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5 Antworten

Nein, das ist nach dem "Bundesurlaubsgesetz" , bzw. TzBfG rechtlich nicht zulässig. Auch Teilzeit-/ und geringfügige Arbeitsverhältnisse sind anteilig zu ihrer vertraglichen Arbeitszeit mit anteiligem Erholungsurlaub zu vereinbaren.

Ein Vertrag wie Deiner unterschreitet diese gesetzlichen Mindeststandards. Somit ist diese Klausel unwirksam.

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Nein, das ist unrechtmäßig und das weiß der AG sehr genau. 

Dir steht anteilig Urlaub zu. Einfaches Rechenbeispiel: Nehmen wir an, es gäbe 30 Urlaubstage für Vollzeitkräfte bei 5 Tage Woche, du arbeitest nur  3 Tage.

30/5*3= 18 Urlaubstage

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall steht dir auch zu.

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Den Urlaubsanspruch regelt das Bundesurlaubsgesetz(BUrlG).

§ 1: Urlaubsanspruch.Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.

§ 2 : Geltungsbereich.Arbeitnehmer im Sinne des Gesetzes sind Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten.Als Arbeitnehmer gelten auch Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbstständigkeit als Arbeitnehmer anzusehen sind.

§ 3 :Dauer des Urlaubs.Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage.

Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.

Das Bundesurlaubsgesetz ist unabdingbar,außer einigen Ausnahmen, die durch Tarifvertrag geändert werden können, kann von den Regeln des BUrlG nicht zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden.

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Nein. Laut dem Bundesurlaubsgesetz haben auch Minijober Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub von jährlich 24 Tagen.

( Der wird jedoch anteilig auf deine tatsächliche Arbeitszeit umgerechnet.)

Minijober haben auch Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für 6 Wochen durch den Arbeitgeber. Danach gehen sie leider leer aus.

Nachzulesen unter:

www.minjob-zentrale.de

Du hast doch diesen rechtswidrigen Vertrag noch nicht unterschreiben?

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Kommentar von Familiengerd
22.02.2016, 10:57

Richtig!

Du hast doch diesen rechtswidrigen Vertrag noch nicht unterschreiben?

Das wäre belanglos; selbst mit 10 Unterschriften wäre diese Klausel unwirksam: der Anspruch auf Urlaub bleibt trotz Unterschrift.

Es stellt sich allenfalls die Frage, ob man tatsächlich einen Vertrag mit einem solchen Arbeitgeber schließen soll.

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