In Matthäus 24,22 welche Tage genau sind hier gemeint, die verkürzt werden?

8 Antworten

Bei einer exegetischen Analyse eines religiösen Werkes kann sich nur auf den Text selbst beziehen.

Um welche Tage es geht ist eindeutig durch die vorherigen Textzeilen:

Es geht um das Ende der Welt, den Greueln der Verwüstung, bevor es Erlösung gibt. Die Tage verkürzt bezieht sich wohl auf eine größere Anzahl von Tagen, deren Anzahl dann vermindert wird.

Die Greuel fallen anscheinend so schlimm aus, dass es ohne Verkürzung keine Überlebensmöglichkeit gäbe, auch nicht für die Gläubigen.

Es gibt auch noch einen Bezug auf die Prophezeiungen von Daniel, das Gewürge tue ich mir jetzt aber nicht auch noch an. Da kannst Du ja selbst nachglauben, äh, lesen, wie viel Tage es sind.

(Frage eines Agnostikers: Wenn es einen allmächtigen Gott gibt und die Bibel das Wort Gottes ist, warum schreibt er dann so mühsames, wirres, widersprüchliches Werk?)

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:) zu deiner Frage: Damit es auch nur die verstehen, die den richtigen wahren glauben haben und der Feind davon nichts erfährt. Ist wie Hieroglyphen. Nur die, die sich damit auseinander setzen und alles daran hängen es verstehen zu wollen, die werden es lesen können aber alle anderen nicht. Damit bewahrst du etwas vor Menschen, die es nicht erfahren sollten und gleichzeitig filterst du die raus, die wirklich Gott verstehen wollen und das ewige Leben annehmen wollen

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@HansBeckerSamu

Also muss man mit dem "wahren" Glauben geboren werden oder vorher von "wahren" Gläubigen missioniert werden, um die Bibel zu verstehen? Dann könnte man sich das Buch und seine Übersetzungen auch gleich sparen.

Außerdem widerspricht es fundamentalen Aussagen des neuen Testaments, barmherziger Gott und nicht ignoranter, elitärer, menschenhassender Gott, der seine Schöpfung lieber heute als morgen loswerden möchte.

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oh das von mir ist keine Erfindung. Darüber steht was in Mk4,10-12 schon da gibt es doch zweierlei Gruppen..."euch" und "jene". Die einem verstehen es, die anderen nicht. Zu derLordselbst (btw cooler Name): naja nichts anderes hat Jesus doch gemacht, Leute missioniert, da er ja den wahren glauben hatte und die anderen in Finsternis waren. hm ok, bin da etwas anderer Meinung. Gott AT und NT der selbe. Die Vorgehensweisen sind halt nicht mehr weltlich Leute tötet, sondern geistiger Tod (sprich Himmelreich nicht erreichen)

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@HansBeckerSamu

Mein Nickname entstand als Ausruf der Verzweiflung von Freunden beim gemeinsamen Spielen "Oh Gott, der Lord selbst" und hat noch eine längere Vorgeschichte, daher muss ich Dich enttäuschen, ich kann Dich gerade nicht "Schwupps" in den Himmel schubsen.

Du schreibst übrigens gerade Deine eigene Interpretation der Bibel, sagst also, dass Du weißt, was ein allmächtiger Gott will. Ist das nicht anmaßend?

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@derLordselbst

aber kann man doch eigentlich alles nachlesen, sofern man ein wenig versteht. Die eigene Interpretation, wäre ja ein anpassen der Stellen an seine Meinung.
Wie zb die Geschichte der mit Trinität, die nie erwähnt wird aber von allen dieses Wort benutzt wird. Das verwendet man ja nur, weil man nicht exakt die Beziehungen zwischen Gott, Jesus und dem Geist versteht...ist mehr eine Vereinfachung, das Wort 'Trinität'

Aber nungut. Ist ja nichts falsches oder Interpretation, wenn man etwas sagt, was sich durch die ganze Bibel hindurch zieht. Sofern kein Vers das Gesagte widerlegt und es mit anderen Versen übereinstimmt, wird es auch so sein.

Ein Bsp: Der Same, wird oft als Gleichnis von Jesus genommen. Wenn nun Jesus sagt (Mt13) der Same=Wort Gottes, dann wird das so sein, immer wo ein Gleichnis mit Same vorkommt. Sofern es überall passt, Sinn ergibt und mit anderen Versen übereinstimmt, wird das auch der Wahrheit entsprechen.

Was Gott will, ist eigentlich offensichtlich. Er hat etws verloren (seine Schöpfung) und möchte sie zurückhaben. Deswegen der Aufwand und die Bibel, nur damit alle an Gott glauben und das, für uns vorhergesehene, ewige Leben bekommen.

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@HansBeckerSamu

Und schon widersprichst Du dich. Du hast im ersten Kommentar geschrieben: "Damit es auch nur die verstehen, die den richtigen wahren glauben haben und der Feind davon nichts erfährt."

Jetzt schreibst Du, Gott betreibe den ganzen Aufwand "nur damit alle an Gott glauben und das, für uns vorgesehene, ewige Leben bekommen."

Dafür dürfte die Bibel keine Geheimsprache haben.

Aber da bist Du in guter Gesellschaft. Wenn man von ein zunächst weitgehend mündlich überliefertes, erst 400 Jahre nach Christus in eine einigermaßen feststehende schriftliche Form gefasstes Werk verschiedener Autoren mit sehr großen inneren Widersprüchen und historisch verständlichen Bildern (Jungfrauengeburt, Abstammungsaufzähliungen mit extremen Altersangaben, Sintflut, Kindsopferung, Steinigung und später dann Barmherzigkeit und Offenheit auch für Ausgestoßene, die im alten Testament nicht überlebt hätten) nach mehr als 2000 Jahren als Anleitung für das eigene Leben nehmen möchte, muss man interpretieren. Dann aber zu behaupten "Gott will genau dass," ist aus meiner Sicht irgendwas zwischen anmaßend und lächerlich. Und sorgt gerne mal für viel Leid, wenn man mit dieser Gottesgewissheit (Ich weiß, was Gott will) über andere Menschen richtet oder sie sogar abschlachtet.

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Wenn Du mal den Kontext zu dem Vers gelesen hättest, wüsstest Du die Antwort. Es geht um die Tage der Bedrängnis vor dem Ende, bevor Christus zurückkehrt. Von wie vielen auf wie viele steht da nicht, also gibt es darauf auch keine Antwort. Und, falls es die nächste Frage ist, es steht da auch nirgends wann diese letzte Zeit davor beginnt und damit wann die Rückkehr Jesu sein wird, denn in demselben Kapitel in Vers 36 steht klar und deutlich, dass nur der Vater im Himmel, aber weder der Sohn noch die Engel die Zeit vom Ende kennen. Und wer meint, es besser zu wissen, der irrt demnach ganz eindeutig.

Im Bibelkommentar von Dr. John f. Walvoord findet sich dazu:

"Der Herr tröstete und ermutigte sie aber auch, denn er kündigte an, dass diese Tage verkürzt würden (V. 22). Das heißt nicht, dass die Tage weniger als 24 Stunden haben werden, sondern dass diese Zeit nicht endlos sein wird. Wenn sie nicht abgekürzt würde, so würde kein Mensch selig werden. Aber um der Auserwählten willen, die aus der Trübsal erlöst werden und in das Reich eingehen, wird diese schreckliche Periode ein Ende haben. (Die Auserwählten des Kirchenzeitalters dagegen werden bereits vor der Trübsal entrückt.)"

In der MacArthur-Studienbibel steht:

"Würden die Drangsale dieser Zeit länger dauern, »würde kein Fleisch gerettet werden«, d.h. niemand würde überleben. Doch »um der Auserwählten willen« (damit die Erlösten nicht mehr leiden, als sie ertragen können), wird die Zeit »verkürzt«, d.h. kurz vor der völligen Vernichtung beendet. Sowohl Dan 7,25 als auch Offb 12,14 (s. Anm. dort) legen nahe, dass die tatsächliche Zeit, während der »das Tier« die Welt terrorisieren kann, auf 3 ½ Jahre begrenzt ist."

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Der erste Kommentar ist Schwachsinn, der zweite geht schon eher aber das ist eben nur die halbe Miete. Auf eine Sache sind wir hier schon gekommen: Die Zeit der zerstörung, wie die Bibel sie nennt, wird verkützt werden zu 3 1/2 Jahre.

So aber von wie vielen Jahren zu 3 1/2 Jahre? das haben wir hier noch nicht

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@HansBeckerSamu

Dann lest doch um Himmels Willen mal die Bibel. Da steht doch alles. Die Zeit des letzten Weltherrschers, des sogenannten Antichristen, beträgt sieben Jahre und wird mit einem Friedensvertrag eingeleitet, den er nach 3 1/2 Jahren bricht und alle umbringt, die an Gott glauben, weil er selber Gott spielen will (hatten wir bei den alten Römern schon mal). Nach diesen Ereignissen kommt Jesus in seiner göttlichen Herrlichkeit zum Regieren auf diese Erde. Und erst danach endet diese unsere Welt - und Gott schafft Neues. (Daniel 11, 36-45) / (Daniel 9, 20-27)

In diesen Vorhersagen spricht der Engel von siebzig Jahrwochen - also 490 Jahren. Am Ende der 69. Jahrwoche wurde Christus gekreuzigt. Danach folgt eine lange Zeitspanne, in der sich Gott eine Gemeinde aus den Völkern sammelt, an deren Ende sich die siebzigste Jahrwoche anschließt. Am Beginn dieser letzten sieben Jahre vor der sichtbaren Wiederkunft Jesu steht ein Friedensvertrag mit dem Antichristen, den er zur Mitte - also nach drei einhalb Jahren bricht und eine mörderische Verfolgung aller Gottesfürchtigen beginnt. Zu der Zeit wird es auch wieder einen jüdischen Tempel geben, in dem sich der Antichrist als Gott verehren lässt.

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@Nefesch

Es ist aber schon so, dass sich Mt24 nur auf das Wiederkommen von Jesus bezieht. Und Friedensvertrag ist auch etwas reininterpretiert, ist mehr ein Bund. Dazu wird ab der Hälfte der 7 Jahre, nur Schlacht und Speiseopfer aufhören, kein Vertrags oder Bundbruch, wie du es nennst. Sehr bruchstückhaft und nicht wirklich vereinbar mit der Offb, wenn man sehr ins Detail reingeht. Mag sein, dass das auf ein grobes Maß passt aber bei weitem nicht auf Details.
Nach deinem Text, wäre das Wiederkommen ja dann schon passiert, weil es sind ja nur 490 Jahre, die sind ja schon längst um. Demnach solltest du in der Lage sein, die gesamte Offb zu erklären und beschreiben können, wer zb das Tier aus dem Meer ist (also namentlich benennen) ebenso das Tier aus der Erde benennen und das Bild, welches Odem bekommt von den Tieren.

Sieht irgendwie nicht so aus, als wäre das etwas, wo man sehen könnte, dass es genauso gemeint ist, in Daniel. Es ist mehr eine Beschreibung, die sich zu Jesu Zeit abgespielt hat und damit nichts mit dem Wiederkommen zu tun haben kann.

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@HansBeckerSamu

Wenn man richtig verstehen will, muss man auch richtig lesen. Ich habe geschrieben, dass zwischen der 69. und der 70. Jahrwoche eine lange Zeit, die Zeit der Gemeine, eingeschoben ist. Und diese Epoche dauert zur Zeit noch an.

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Widerspruch neues Testament?

Hallo,

es gibt folgende Bibelstellen:

- Bei der Taufe Jesu Christi drückt der Vater sein Wohlgefallen aus, indem er aus dem Himmel spricht (vgl. Matthäus 3,17; Markus 1,11; Lukas 3,22)

- Bei der Taufe Jesu Christi erscheint der Heilige Geist in Gestalt einer Taube (vgl. Matthäus 3,16; Markus 1,10; Lukas 3,22; Johannes 1,32)

- Bei der Verklärung Jesu Christi drückt der Vater auf dieselbe Weise, wie bei der Taufe Jesu sein Wohlgefallen aus (vgl. Matthäus 17,5; Markus 9,7; Lukas 9,35). In den letzteren beiden Stellen geht nur nicht mit Worten hervor, dass der Vater sein Wohlgefallen zum Ausdruck bringt.

- Jesus sagte, laut der Bibel, dass die Jünger eins mit ihm sein sollen, wie er eins mit dem Vater ist, sind also zumindest auch seine Jünger ein Wesen mit ihm und Gott? Eher naheliegend ist wohl, dass damit Einigkeit gemeint ist, aber nicht, dass sie ein Wesen sind. (vgl. Johannes 17,21-23)

- Jesus betete laut der Bibel zum Vater. Wieso sollte er das tun, wenn er wesenseins mit dem Vater wäre? (vgl. Matthäus 26,39-44; 27,46; Markus 14,35-39; 15,34; Lukas 22,42-44; 23,34; 23,46; Johannes 17,1-26

- Jesus sagte laut der Bibel, dass nur der Vater den Zeitpunkt kennt, wann Jesus wiederkehrt. Wären sie wesenseins, hätte er es auch wissen müssen (vgl. Matthäus 24,36; Markus 13,32)

- Jesus belehrte seine Jünger laut der Bibel, dass sie zum Vater beten sollen, was er selbst dann getan hat, als er bereits auferstanden war (vgl. Johannes 16,23-26; Offenbarung 22,8-16)

Dahingegen gibt es meines Wissens nur zwei Textstellen, die dem vielleicht entgegen stünden:

- Jesus sagte laut der Bibel, dass der Vater und er eins seien. (vgl. Johannes 10,30) Diese Aussage wird im oberen 4. Punkt mehr als relativiert, was die Ansicht betrifft, dass sie wesenseins seien. Nahe gelegt wird dadurch eher, dass sie einig sind.

- Von Jesus wird im Anfang des Johannesevangeliums gesagt, dass er das Licht und das Leben der Welt ist und dass durch ihn alles geschaffen wurde, aber das bedeutet noch lange nicht, dass er der Vater ist.  

In der Vorletzten Bibelstelle: "Jesus sagte laut der Bibel, dass der Vater und er eins seien. (vgl. Johannes 10,30) Diese Aussage wird im oberen 4. Punkt mehr als relativiert, was die Ansicht betrifft, dass sie wesenseins seien. Nahe gelegt wird dadurch eher, dass sie einig sind. " sagt Jesus das Er und Gott eins ist.

Wieso hat Jesus dann zu Gott gebetet, wenn er eins ist?

Und ist Jesus nun Gott oder der Sohn Gottes? Ist der Sohn Gottes (Jesus) auch Gott selber? Wenn ja, wieso betet er dann zu seinen Vater (Also Gott)

Könnt ihr mir bitte weiterhelfen? :)

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