In einer "Blase" leben?

10 Antworten

Gruppen, die sich wegen weltanschaulicher Prinzipien oder anderen selbstauferlegten "Regeln" von der Gesellschaft absondern gab es ja schon immer. Eine Antwort hat hier ja auch bereits auf die Effekte solcher "sektenartiger" Zusammenschlüsse und darin erfolgter Sozialisation verwiesen.

Das der Begriff der "Blase" aber mittlerweile vielfach so auf das alltägliche Leben vieler Menschen übertragen wird und so getan wird, als würden sich die meisten Menschen nur noch mit Leuten umgeben, die vollkommen ihre eignen persönlichen Ansichten teilen, halte ich für durchaus übertrieben.

Wir werden doch alle jeden Tag mit Menschen und Ansichten konfrontiert, die wir nicht zu 100% teilen. Sei es bei Arbeitskolleg*innen, der eignen Familie, im Sportverein oder Abends in der Bar. Selbst die Facebookfreundeslisten sind doch bei vielen Menschen z.B. sehr gemischt und spiegeln vielmehr unseren alltäglichen Umgang mit Menschen, als eine vermeintlich reine Ideologie, die wir vertreten.

Klar, in Onlineforen, grade bei Twitter, gibt es vielfach solche Bestrebungen seinen Account so einzudämmen, d. er sehr stark die eignen Anliegen usw. spiegelt. Aber für viele ist Twitter eben doch nur auch ein Ausschnitt aus dem Leben. Nicht ein Ort, an dem eins den Großteil seines Lebens verbringt. Ich würde deswegen vielmehr die Orte in den Vordergrund rücken, in denen wir noch mit anderen Menschen in Kontakt sind, streiten und andere Meinungen austauschen und das sind - meiner Meinung nach - immer noch sehr viele und uns als Menschen auch sehr bestimmende.

Wenn ich mir deine bisherigen Fragen so anschaue, ist deine Blase offensichtlich eine andere als meine. "Andere Meinungen gemeinsam niederschreien" ist auch so eine Formulierung, die mich das vermuten lässt.

Ich persönlich finde diese Filterblasen, die insbesondere durch soziale Netzwerke entstehen und gefördert werden, hochgradig gefährlich. Sieht man ja aktuell überall in der Welt, wohin das führt. Deshalb bin ich persönlich sehr stark darum bemüht, mich diesen Blasen zu entziehen, indem ich mich bei unterschiedlichen Quellen über Sachverhalte informiere. Und ja, ich schätze Diskussionen mit Menschen anderer Meinung dabei auch sehr, weil sie die Chance auf neue Blickwinkel, Argumente und das Überprüfen meiner eigenen Argumente bieten!

ABER: Für mich gibt es da klare rote Linien, die bei solchen Diskussionen nicht übertreten werden dürfen. So grob kann man das zusammenfassen als die "freiheitlich-demokratische Grundordnung" und das, was in Artikel 1 unseres Grundgesetzes steht. Wenn jemand diese Grundwerte unseres Zusammenlebens infrage stellt, dann diskutiere ich nicht mehr. Denn das ist dann halt keine "andere Meinung" mehr, sondern kreuzgefährlich, wie wir gerade hierzulande aus unserer Geschichte heraus eigentlich wissen müssten.

Es gibt solche Blasenmitglieder schon shr lange. Im religiösen Bereich als Sektenmitglieder beispielsweise. Das Problem bei manchen ist, dass jede neue Information von außen nicht mehr als wirklich wahrgenommen wird.

Dann sind die nicht mehr "rückholbar" und manchmal nur durch psychologische Betreuung zu normalem Leben fähig.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang Franziska Schreiber, die ihren Austritt aus der afd als "Ausstieg" und auch die "Informations"welt, wie sie in der afd besteht, beschreibt. Bei npd-Aussteigern ist ähnliches beobachtet worden.

Es gibt also Leute, die aus Blasen herauskommen. Die die drin bleiben, stehen immer in Gefahr, plötzlich sich in einer aderen Realität wiederzufinden, wenn das blasenerhaltende System zusammenbricht.

Woher ich das weiß:
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