In einem Vertrag wurde festgelegt, dass eine Immobilie (Mehrparteienhaus) an meine Schwester zur Hälfte ( 3 Wohnung ) und die andere Hälfte an Cousin übergeht?

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5 Antworten

Sofern der zu veräußernde Anteil Ihrer Schwester die Hälfte des Kaufpreises ausmacht, verlangen Sie € 120.000! Nur falls Sie sich über den anteiligen Wert nicht 100 %-ig im Klaren bzw. sicher sind, sollten Sie das Objekt schätzen lassen und dann die Hälfte des Schätzpreises verlangen.

Ohne eine solche Gegenleistung haben Sie keine Veranlassung dem Verkauf Zustimmung zu erteilen.

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Kommentar von FordPrefect
22.01.2016, 17:18

Hier soll ja wohl das gesamte Objekt veräußert werden; daher würde ich von wenigstens T€ 240 ausgehen.

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Hat der Erblasser Nacherben benannt, kann der Vorerbe ohne dessen / deren Zustimmung das Objekt nicht veräußern. Eine derartige Löschung sollte sich der Nacherbe daher vor Zustimmung bar bezahlen lassen, und zwar mit mindestens dem Betrag, der als Erlös für die Haushälfte der Schwester im Raum steht.

Hintergrund: Der Erblasser wollte mit dieser Verfügung offensichtlich sicherstellen, dass das Objekt wenigstens hälftig im Besitz der direkten Nachkömmlinge bleibt. Schon alleine aus Gründen des Respekts respektive der Pietät gegenüber dem Willen des Erblassers ist daher die Absicht der Alleinerben, das erbe zu veräußern, mindestens wenig freundlich. Den Nacherben unter Druck zu setzen, diesen Verkauf zu ermöglichen ohne Gegenleistung ist jedoch nicht nur schäbig, sondern fast schon betrügerisch zu nennen. Schon daher würde ich dem Nacherben nicht empfehlen, weniger als 50% des Erlöses insgesamt (sofern sich die Klausel auf das gesamte Objekt bezieht und nicht nur auf die Anteile der Schwester!) zu verlangen, denn immerhin handelt es sich um die möglicherweise sehr reale Ablösung eines dem Nacherben ansonsten zufallenden Gesamtobjektes.

Es dürfte stark anzuraten sein, dass der Nacherbe sich hier fachkundige anwaltliche Beratung holt.

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Es muss ja einen Grund geben, weshalb du von dem Haus nichts bekommst. Oder hast du einen anderen Ausgleich bekommen?

Wenn den 2 Parteien das Haus gehört, dann können sie es auch ohne deine Unterschrift verkaufen. Wieso sollst du da etwas unterschreiben?

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Kommentar von schelm1
18.01.2016, 19:57

Was er sonst hat oder auch nicht, ist vollkommen unerheblich! Hier handelt es sich wohl um angeordnete Nacherbschaft und eine nicht befreite Vorerbin. Da geht ohne den gut bezahlten Willen des Nacherben garnichts!

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Natürlich kannst du eine Gegenleistung verlangen. Und nein, es gibt keine gesetzliche Regelung wie hoch diese ist

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da solltest du  dich von einem fachmann beraten lassen.

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