In einem Pflegeberuf arbeiten ohne dazugehörige Ausbildng?

5 Antworten

Hallo Summaslamma,

theoretisch ist es möglich als Nicht-Fachkraft (ungelernt) im pflegerischen Beruf zu arbeiten. Es gibt einige vollstationäre Einrichtungen mit 24h Betreuung, die für jegliche Zuarbeit durch Hilfskräfte dankbar sind! Aber willst du das wirklich? Ungelernte Kräfte haben oft die selben Aufgaben (bis auf medizinische Angelegenheiten) wie die Fachkräfte und machen auch oft größten Teil die selbe Arbeit. Unterschied zeigt sich allerdings im Gehalt und in der Verantwortungsfrage. Pflegerische Berufe sind körperlich und emotional sehr anstrengend! Pflege ist sehr intim und kann auch unangenehm sein z.B. Inkontinenz. Emotional kann dich das Schicksal deiner Klienten mitreißen. Schichtarbeit und arbeiten an Sonn- & Feiertagen steht an der Tagesordnung. In vielen Altenheimen ist auch mit Fließbandarbeit zu rechnen z.B. von morgens um 06:00 Uhr bis 07:30 Uhr musst du es vielleicht schaffen 10 Personen zu waschen und zu bekleiden, danach evtl. Frühstück vorbereiten, verteilen oder deinen Klienten reichen usw. Meist bleibt oft gar nicht die Zeit für die Bewohner zum erzählen, ihnen zuhören oder Beschäftigung wie man sich das selbst wünscht. Ich bin gelernte Heilerziehungspflegerin und betreue Menschen mit Behinderungen. Habe mich in der Vergangenheit aber auch an der Altenpflege versucht und bin gescheitert. Ich ziehe vor jeden Altenpfleger/ in den Hut und habe großen Respekt vor ihrer täglichen Arbeit und ihre Nerven! Ich konnte es nicht und habe nach 2 Monaten das Handtuch geworfen. Es ist ein schöner Beruf naklar...für jeden der es kann! Deswegen sollte man sich die "Pflege" nicht so einfach vorstellen. Ich weiß ja nicht, welche psychische Erkrankung du hast, aber aufgrund dessen würde ich an deiner Stelle genau abwiegen, ob du für dieses Berufsfeld gesundheitlich in der Lage bist! Wenn du dennoch unsicher bist und den starken Wunsch hast in der Pflege zu arbeiten, dann würde ich dir ein Praktikum empfehlen. 

viel Erfolg und guie Besserung 

ALI 

Hallo summslamma1997,

auch als Pflegehelfer benötigt man eine Ausbildung.

Pflege bedeutet ein hohes Maß an körperlichen und geistigen Einsatz, z.B. Schichtdienst -  die psychische und körperliche Verfassung eines pflegebedürftigen Menschen. Das bringt auch erfahrene, examinierte Fachkräfte oft an ihre körperlichen und geistigen Grenzen.

Jetzt kannst du aus psychischen Gründen deiner Arbeit als Fachlagerist nicht mehr nachkommen.

Ich finden deinen Ansatz bewundernswert - aber meiner Meinung nach nicht realisierbar.

Du solltest dringend Kontakt mit der Arbeitsagentur aufnehmen, um deine berufliche und gesundheitliche Situation abzuklären.

Vielleicht kann dich dein Arzt unterstützen, eventuell kannst du GdB aufgrund deiner Erkrankung beantragen - dann wäre die Abteilung Integration im Arbeitsamt für dich zuständig, eventuell ist noch eine Rehabilitation hilfreich.

Die VDK, das ist ein Sozialverband, für ca.  6.-- EUR im Monat, die dich unterstützen könnten.

Ich wünsche dir alles  Liebe und Gute auf deinem  weiteren Weg.

Liebe Grüße

Wenn du aus gesundheitlichen Gründen keine neue Ausbildung machen kannst, wirst du aus gesundheitlichen Gründen wahrscheinlich auch nicht in der Pflege arbeiten können, das ist nämlich sowohl psychisch als auch körperlich sehr anstrengend. Du könntest aber evtl. erstmal ein Praktikum in dem Bereich machen, um deine Eignung zu testen. Ansonsten müsstest du wohl leider einen Plan B und vielleicht auch noch einen Plan C bereit haben. Ohne weitere Ausbildung oder Umschulung halte ich es allerdings für schwierig, einen Beruf auszuüben, in dem du viel verdienst, Fachkräfte erhalten meist mehr Entlohnung. Aber irgendwie wirst du wohl den für dich perfekten Weg finden, wenn du willig bist, da bin ich mir sicher. Viel Erfolg 

Altenpfleger/-in Arbeitszeiten etc.?

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