In der Schweiz geblitzt - Wie am besten vorgehen als Fahrzeughalter?

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9 Antworten

Die Schweiz ist, was Geschwindigkeitsübertretungen angeht, ziemlich humorlos. 51 km/h ist da bereits zu schnell innerorts.

Du kannst das Bußgeld zahlen oder dir einen Anwalt nehmen, der es abwehrt, weil du ja nach deinen Angaben nicht gefahren bist. Der wird allerdings deutlich mehr als die 40 Franken kosten.

Das einfachste ist: zahle das Bußgeld und hole es dir vom Fahrer zurück..

Ansonsten bekommst du bei der nächsten Einreise in die Schweiz Probleme, die teurer werden als die 40 Fränkli.

Ok, und wenn ich den Weg gehe, nicht selbst zu zahlen, sondern auf der Rückseite des Schreibens nur den Fahrer zu benennen, wird es dann für ihn teurer als 40 CHF?

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@Franz577

Das kann ich mir nicht vorstellen, denn ihm wird ja der gleiche Verkehrsverstoß vorgeworfen wie dir.

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@Altersweise

Das schon, aber die Behörde hat ja dann mehr Arbeit, weil sie nochmal ein Schreiben verschicken muß.

Eigentlich darf sich die Strafe natürlich nicht erhöhen, aber machen würde ich es nur, wenn ich mir sicher sein könnte.

Ist halt nur die Frage, ob es überhaupt was bringt.

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es kommen nochmals Bearbeitungsgebühren dazu

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Zahl sofort und ohne Widerrede, sonst gibt es nur Probleme, die Du bald nicht mehr im Griff hast, es wird teuerer und Du möchtest doch vielleicht mal wieder in die Schweiz?

Hängt meine Entscheidung, das zu bezahlen oder nicht, nur davon ab, ob ich wieder mal in die Schweiz möchte?

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was ja an sich schon lächerlich ist, da es hierfür in Deutschland gar kein Bußgeld geben würde

Wie kommst du auf das schmale Brett? Das Bußgeld für diese Übertretung beträgt in D 15 Euro.

Eine Fahrtenbuchauflage ist ja nur dann zulässig, wenn zwischen dem Verstoß und dem Zugang des Bescheids weniger als zwei Wochen liegen

Und wo kommt diese drollige Behauptung her?

Falsch, mit 53km/h würde ich in Deutschland noch keine Strafe bezahlen, weil der Blitzer bei dieser Geschwindigkeit noch gar nicht auslösen würde. Die Blitzer bei uns sind mit einer Toleranz auf die Geschwindigkeit von 10% eingestellt, d.h. er würde erst auslösen, wenn ich 55km/h oder schneller fahren würde. Von 1 bis 5km/h zu schnell wäre mir also hier noch gar nichts passiert. Dazu kommen dann sogar noch die 3km/h Messtoleranz, sodass hier effektiv erst ab 58 km/h ein Bußgeldbescheid verschickt worden wäre.

Und diese "drollige" Behauptung kannst du gerne hier nachlesen:

http://www.bussgeld-info.de/bussgeldbescheid-fahrtenbuch/

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@Franz577

Zitat daraus:

Nur, wenn zwischen dem Verstoß und der ersten Anhörung zwei Wochen oder weniger liegen, ist die Fahrtenbuchauflage zulässig. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass sich der Halter in diesem Zeitraum noch daran erinnern kann, wer mit dem Kfz gefahren ist.

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Entweder du benennst den tatsächlichen Fahrer, teurer wird es für ihn deswegen nicht, oder du zahlst es einfach selbst und holst es dir dann von ihm zurück.

Was passiert wenn du gar nichts machst steht ja hier bereits in anderen Antworten. Es war doch nicht dein Fehltritt, sondern der des Fahrers, daher solltest du es dir nicht zu deinem Problem machen. Vielleicht musst du ja doch noch irgendwann innerhalb der nächsten 3 Jahre in die Schweiz. 

Und wenn 3 km/h dir lächerlich vorkommen, mag das so sein. Die Schweiz scheint mit ihrer Taktik im Gegensatz zu Deutschland aber ganz gut gegen Verkehrssünder anzukommen.

Naja, der Fahrer ist ja nicht irgendwer, sondern ein Familienmitglied.

Insofern betrachte ich das schon auch als "mein" Problem.

Und ich bleibe dabei, daß eine Strafe wegen 3km/h zu schnell lächerlich ist.

So genau kann man sich ja oftmals gar nicht an das Limit halten, wenn man nicht ständig mit einem Blick auf den Tacho schaut, was wiederum vom Verkehr ablenkt.

10% Toleranz auf die Geschwindigkeit (also bei 50 keine Strafe bis 55km/h) wie bei uns finde ich da schon humaner.

Dazu kommt, daß wir an dieser Stelle gar nicht vorbei gekommen wären, wenn nicht die blöde Autobahnauffahrt gesperrt gewesen wäre, wie ich jetzt rückblickend rekonstruiert habe. Wir mussten daher über Land bis zur nächsten Anschlußstelle fahren.

Daher dürfte schon verständlich sein, warum ich da jetzt ein wenig angepisst bin von dieser Schweizer Korinthenkackerei.

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@Franz577

Und ich bleibe dabei, daß eine Strafe wegen 3km/h zu schnell lächerlich ist. 
mag deine Auffassung sein, interessiert die Schweizer schon mal gar nicht - dort gibt es nunmal andere Gesetze wie in Dland - schon mal daran gedacht ...

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@peterobm

Klar gelten dort andere Gesetze, aber gut finden muß man sie deswegen trotzdem nicht. Finde es halt stark übertrieben, bereits ab 1km/h Überschreitung ein Bußgeld zu verhängen.

Das ist auch der Grund, warum ich versuche, dieses zu umgehen.

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@peterobm

Auch in Deutschland ist es keineswegs legal, 53 km/h zu fahren, wenn nur 50 erlaubt sind. Allerdings ist die Höhe des Bußgeldes geringer, und ein Verstoß in dieser Höhe wird oft nicht verfolgt.

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@Franz577

Finde es halt stark übertrieben

Ab wann wäre es denn deiner Ansicht nach nur ein wenig und ab wann gar nicht übertrieben?

Konsequente Ahndung *jeder* Übertretung ist im Grunde das einzig logische Vorgehen, sonst könnte man ja gleich die Höchstgeschwindigkeit um x km/h höher ansetzen.

Bei einem Ladendiebstahl ist es auch bedeutungslos, ob es nur um ein Packung Kaugummi geht.

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@Havenari

Richtig! Theoretisch ist es natürlich nicht legal, aber man baut hier eine gewisse Toleranz ein und ist nicht ganz so kleinlich wie die Korinthenkacker in der Schweiz.

So wie bei uns finde ich es richtig, d.h. wenn der Blitzer erst ab 10% Überschreitung auslöst.

Denn man kann aus Unachtsamkeit schon mal geringfügig zu schnell fahren und wer das Tempolimit immer exakt einhalten will, muss ständig auf den Tacho schauen, was auch vom Verkehr ablenkt. Ein wenig Nachsicht bei geringen Überschreitungen halte ich daher schon für in Ordnung.

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@Franz577

Vielmehr sollte man das Augenmerk auf die wirklichen Raser legen und diese härter bestrafen (was die Schweiz ja auch macht), anstatt bei schon bei 1km/h drüber ein Bussgeld zu verhängen. Denn mit "Rasen" hat das wirklich noch nichts zu tun!

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Es ist schweizer Recht, nicht deutsches Recht anzuwenden. Wenn Du nicht bezahlst, hängt es Dir (dem Fahrzeug) spätestens bei der nächsten Einreise in die Schweiz "an der Backe"

Heißt also in anderen Worten, es würde mir nichts passieren, wenn ich nicht zahle, außer daß ich künftig nur mit einem mulmigen Gefühl in die Schweiz fahren könnte, richtig?

Aber sowas wird ja auch nicht ewig verfolgt und verjährt bestimmt auch nach einer gewissen Zeit, oder?

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Eine Fahrtenbuchauflage

verhängt in der Schweiz, hat für einen deutschen Fahrer keinerlei rechtliche Relevanz für Fahrten in der EU (außer natürlich in der Schweiz).

Wenn du den Fahrer nennst, erhöht sich das Bußgeld nicht. Ist aber eigentlich egal, denn es gilt meines Wissens Halterhaftpflicht.

Also mein Tipp wäre: Bezahl die paar Kröten, und teil dir die Kosten mit dem Fahrer. Oder lass es ganz, wenn du die nächsten 3 Jahre nicht mehr in die Schweiz fährst. Für letzteres musst du aber dicke Nerven haben, denn du bekommst nach Verstreichen der Frist weiterhin Post, und da sind dann andere Summen im Spiel.

Ok, danke für die Info.

Und die 3 Jahre beginnen dann vermutlich erst ab dann zu zählen, wenn die letzte Post eingetroffen ist bzw. die letzte Aufforderung zum Zahlen. Denn irgendwann hört das ja dann auch auf.

Ohne daß ich es ausprobieren will, aber interessieren würde es mich trotzdem, was dann als Endsumme da zusammenkommen würde, wenn man es auf die Spitze treibt und einfach nicht reagiert.

Weißt du das?

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@Franz577

Den Beginn der Verjährung kann ich dir nicht sagen.

was dann als Endsumme da zusammenkommen würde,

Schnell mal 4-stellig. Deshalb schrieb ich ja, dass du dafür dicke Nerven haben musst.



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@wiki01

Also wenn ich sicher wüßte, daß ich in den nächsten 3 Jahren entweder nicht oder nicht mit dem Auto in die Schweiz muß oder aber dort nicht konrolliert werden würde, dann hätte ich diese Nerven schon, keine Angst.

Denn bezahlen müßte ich diese Summe ja dann nicht.

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Danke, das ist schon mal sehr aufschlussreich.

Wenn ich also nicht bezahle und auch denn Fahrer nicht nenne, dann müßte ich also drei Jahre warten, um wieder "gefahrlos" in die Schweiz fahren zu können, wenn ich das richtig verstanden habe.

Denn dann wäre das Delikt verjährt.

Was mich jetzt aber noch interessieren würde:

Wenn ich nicht selbst bezahle und nur den Fahrer benenne, wird das für ihn dann teurer als die 40 CHF, da ja ein weiterer Aufwand betrieben werden muß und der Fahrer dann nochmal eigens angeschrieben werden muß?

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@Franz577

Halterhaftung sagt aus: der Fahrer ist dabei völlig Latte - das Schreiben geht an dich als Halter - Ende

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@peterobm

Warum hat das Schreiben dann aber eine Rückseite, auf der man Angaben zum Fahrer machen kann? Und es steht auch drin, daß man gebeten wird, innerhalb von 10 Tagen die Personalien des Fahrers zu nennen, falls man nicht selbst gefahren ist.

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@Franz577

Versuchs - das wird wohl erst relevant wenn netto über 25 zum tragen kommen

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@peterobm

Wie meinst du das jetzt?

Mir geht´s ja nur darum, daß der Fahrer dann nicht unterm Strich noch mehr als die 40 CHF bezahlen muß.

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@Franz577

keine Ahnung - ob da noch weitere Gebühren dazukommen?? war noch nicht in der Lage

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@peterobm

Was mich in diesem Zusammenhang auch noch interessieren würde:

Angenommen, es wird nicht gezahlt und eine andere Person fährt mit dem Auto, mit dem der Verstoß begangen wurde in die Schweiz, ohne daß ich als Halter dabei wäre.

Kann das Bußgeld dann auch von dieser Person kassiert werden?

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@peterobm

Hm, ok, aber das macht ja eigentlich keinen Sinn, wenn einerseits die Halterhaftung gilt, aber dann der Fahrer belangt wird, obwohl er gar nicht der Halter ist.

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@Franz577

dann zahl einfach nicht und du wirst es garantiert herausfinden - die Schweizer ticken da anders

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@peterobm

Ja, in Bezug auf die Halterhaftung ticken sie anders, aber dann müssen sie auch dabei bleiben und können nicht plötzlich doch wieder einen Fahrer belangen, der nicht der Halter ist und von dem sie gar nicht wissen, ob er das Delikt überhaupt begangen hat.

Entweder oder...

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@Franz577

im Link steht was - Fahrzeug wird an die Kette gelegt ..... ist zwar unverhältnismäßig - aber so kann man auch ans Geld kommen

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Du bittest den Fahrer/die Fahrerin zur Kasse, überweist das Bußgeld und hast in der Zukunft kein Problem, wenn Du in der Zukunft mal in der Schweiz angehalten wirst.

Ich sehe Dein Problem nicht?!

Ich würde ja nur gerne wissen, wie sich das mit der Frist und der Fahrtenbuchauflage verhält.

Und ich finde es abgesehen davon lächerlich, wegen 3km/h zu viel schon ein Bußgeld zu verhängen.

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@Franz577

Das ist Schweizer Recht ! Vielleicht kontaktierst Du einen Schweizer Anwalt. Aber dessen Kosten werden vermutlich das Bußgeld um ein Vielfaches übersteigen!

Das wären mir persönlich 40 Franken nicht wert, um vielleicht eines besseren belehrt zu werden !

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@Throner

Mir schon klar, daß es Schweizer Recht ist. Deswegen darf ich es trotzdem lächerlich finden, oder?

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@Franz577

Wir leben in einem freien Land. Du kannst lächerlich finden, was immer Du möchtest.

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@Throner

Und wie lange wird sowas bei Nichtbezahlung eigentlich gespeichert? Bestimmt auch nicht ewig, oder?

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@Franz577

Ich kenne mich mit Schweizer Recht überhaupt nicht aus.

Vom Gefühl her würde ich sagen: Der Schweizer an sich ist nachtragend (natürlich nicht die, die das hier lesen :-)

So schätze ich auch das OWiG-Recht ein (oder wie immer es dort heißt).

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Wenn du weiterhin in die Schweiz fahren willst, ohne Angst vor deinem Delikt ..zahl halt

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