In der Psychiatrie arbeiten trotz Selbsterkrankung?

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16 Antworten

Hallo! WIe Du selbst schreibst, hast Du eine Diagnose bekommen, Depressionen und Borderline. Das bedeutet, daß Du die Krankheit auch heute noch hast! Bist Du derzeit in Therapie? Eine Therapie kann mitunter Jahre dauern,Jahre des Aufarbeitens, Arbeit an sich selbst, an den Hintergründen von Ritzen, Suizid usw.! Wer so etwas tut, ist sehr verzweifelt und das entsteht nicht von heute auf morgen! Es tut mir leid, aber derzeit wird es nicht möglich sein, an einer geschlossenen Abteilung zu arbeiten! Dafür mußt Du Deine eigene Vergangenheit aufgearbeitet haben, mußt stark genug sein, daß Du damit leben kannst! Du mußt eine stabile Persönlichkeit sein und das bist Du mit Deiner Diagnose leider nicht! Wer an Depressionen leidet oder einmal gelitten hat, wer versucht hat, sich das Leben zu nehmen, bei dem ist immer das Risiko eines Rückfalls gegeben! In einer Therapie lernt man damit umzugehen, auch erste Anzeichen einer Depression zu deuten und rechtzeitig zu reagieren! Aber das dauert länger, als ein Klinikaufenthalt! Was ich super finde, ist, daß Du schreibst, es ist Dein Ziel dort zu arbeiten!! Und darauf kannst Du hinarbeiten! Im Leben ist nicht unmöglich, man kann alles erreichen, wenn man den festen Willen dazu hat! In Deinem Fall bedeutet es, an Deiner eigenen Krankheit zu arbeiten , Hintergründe verstehen zu lernen! Mit Deiner eigenen Vergangenheit umgehen zu können, wird DIch stark machen! Und das ist in so einem Beruf sehr wichtig! EIne ínstabile Persönlichkeit wird bei den Schicksalen, mit denen man in der Psychiatrie konfrontiert wird, immer an das EIgene Schicksal denken! Gerade wenn es um Kinder und Jugendliche geht. Du wirst zwar vieles besser verstehen,als jemand.der psychisch immer gesund war. Aber , Du mußt auch sehr viel aushalten dort! Das erfordert sehr viel Kraft! Diese Kraft mußt Du zuallerst für Dich selbst haben!! Als nächstes mußt Du ja auch eine Ausbildung machen! Deine Narben werden kein Problem sein, Sie gehören zu Deinem Leben, zu Deiner Vergangenheit! Aber Dein Aufenthalt in der Pschiatrie ist in dem Fall zu kurz! Hattest Du seitdem einen Rückfall? So etwas kann leider passieren! Wie wirst Du damit umgehen können? Was machst Du, wenn Du spürst daß es Dir einmal schlechter geht? Bitte denke über all das nach! Arbeite an Dir, hab Geduld! Nichts geht von heute auf morgen! Wenn der Beruf Dein Ziel ist, dann wirst Du das auch schaffen! Oft wissen wir Menschen gar nicht, was alles in uns steckt! Aber jeder kleine Erfolg macht uns stärker! Wichtig ist, daß man nicht alles auf einmal will, sondern einen Schritt nach dem Anderen macht! Ich wünsche Dir alles liebe auf Deinem Weg auf Deinem Weg zum Ziel!! L.G.Anne Ich wünsche Dir alles liebe auf dem Weg zu Deinem Ziel!

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Ich denke die Vorraussetzung ist aufjeden Fall eine gesunde Psyche , also keine "akute" Erkrankung. Dass du in der gleichen Psychiatrie auf der gleichen Station arbeiten wirst halte ich für unwahrscheinlich. Ich selber war auch in der Psychiatrie (KJP) & habe als ich dort war mal zum Spaß gefragt ob ich nicht da mein Praktikum machen könnte & die Betreuer haben halt gesagt, dass sowas nicht geht. Also ich darf nicht in der gleichen Psychiatrie Praktikum/Ausbildung machen oder arbeiten, wenn Ich mal Patient da war. Ich würde einfach mal in deiner alten Psychiatrie nachfragen, und wenn nicht mal in einer anderen in deiner Nähe fragen. Also ich glaub schon dass das irgendwie gehen wird, dass du überhaupt in einer Psychiatrie arbeitest. Nur, wie gesagt glaube ich nicht das das genau die gleiche sein kann wo du Patient warst.

Die andere Frage ist natürlich ob du das überhaupt verkraftest, also psyschich. Klar, kannst du dir jetzt einfach so sagen "Ich verkrafte das, Ich weiß ja wie es da ist " aber ich glaube nicht, dass das so einfach ist. Eine Freundin von mir war selber in der Psychiatrie und hat 2 Jahre später ihr Praktikum gemacht ( sie möchte Krankenschwester werden, da muss man ja alles mal durchgehen.) Auf jeden Fall lief das nicht so gut, sie hat zwar auch gedacht sie schafft das, hatte dann aber dort total den Zusammenbruch, wurde rückfällig und musste das Praktikum abbrechen.

Naja, Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück ; unterschätz die Sache auf keinen Fall & verfolge deinen Traum. :-)

Liebe Grüße.

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Also ich denke schon, das, das geht. Bist du denn wieder so weit Fit, das du belastbar bist, das solltest du dir vorher Fragen. Wenn du diese Frage mit Ja beantworten kannst, musst du nur hoffen, das die Pfleger auch kein Problem Haben. Ich war früher öfters selber in der Psychatrie und habe trotzdem vor kurzen ein Praktikum dort gemacht. Es kann auch von Vorteil sein, wenn du dort warst, weil du die Patienten dann besser verstehen kannst.

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Weshalb willst du denn unbedingt dort arbeiten?

Also wenn du erst vor einem jahr selbst dort warst denke ich nicht, dass du dir damit einen Gefallen tust - ich denke vilemher, dass du zustark mit dem Geschehen identifizierst und nicht die notwendige Distanz hast. Hinzu kommt ja, dass du viele Dinge die du beobachtest auch an dir selber feststellen wirst (das ist zwar bei vielen so, aber bei dir wohl extrem)

Also ich denke nicht, dass du das momentan tun soltest - arbeite lieber noch an dir selber und in einigen Jahre, wenn du dann vllt wieder eine gefestigte Persönlichkeit hast, kannst du ja schauen wie es weitergeht

Btw kannst du wenn du an dir arbeitest auch viel lernen, was dir später nützlich sein kann ;)

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Ich denke, dass es sogar besser ist wenn du das schon mal selbst als Patienten da warst. So kannst du dich besser in andere jugendlichen hineinversetzen und verstehst besser als vielleicht jeder anderer wie sie sich fühlen und weshalb sie so gehandelt haben und bestimmt kannst du dann Vorschläge geben wie du es überwunden hast. Du könntest sogar eine Art Vorbild für andere Patienten sein oder sie würden auch Hoffnung haben es zu schaffen aus einer Depression rauszukommen, denn du zeigt, dass es möglich ist!

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Hey, ich denke nicht, dass es für Dich ausgeschlossen ist. Meiner Meinung nach ist eine stabile Persönlichkeit wichtig, um mit Menschen zu arbeiten, die in ihrere derzeitigen Situation oder im Allgemeinen instabil sind. Wenn Du mit Deiner Situation und Persönlichkeit gelernt hast gut umzugehen und Du Dich selbst gut kennst, denke ich dass Du für viele eine Bereicherung sein könntest! Du bist in dem Sinne ja ein "Experte", was einige Bereiche angeht und kannst Dich evtl gut einfühlen, was besondere Gefühle angeht.

Welche Position möchtest Du denn in Deiner Arbeit in der Psychiatrie haben?

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg! Liebe Grüße, Alice

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wenn du akut eine labile Psyche hast, darfst du dort nicht arbeiten. Zur Ausbildung für einen psychologischen Beruf gehört auch immer ein Teil Selbsterfahrung dazu, denn alle Menschen haben ihr Päckchen zu tragen und müssen lernen, nichts auf ihre Patienten zu projizieren. Wenn du eine Therapie gemacht hast und den Selbsterfahrungsteil in der Ausbildung absolviert hast, solltest du in der Lage sein, möglichst objektiv mit deinen Patienten zu arbeiten. Ob dann in deiner alten Psychiatrie eine Stelle frei ist, ist eine andere Frage.

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Ich glaube schon, daß es möglich wäre, aber dazu mußt du ja erstmal die entsprechende Ausbildung haben als Pfleger. Das wäre das erste Ziel. Als nächstes solltest du intensiv darüber nachdenken, ob du stabil genug für solch eine Arbeit bist. Ich bin auch vorgeschädtigt und habedann letztendlich viele Kurse für Leute mit milden psychischen Problemen geleitet. Es war nicht immer einfach. Und so weiß ich es auch von andern die im Psychosozialen Bereich arbeiten. Überlege es dir gut. Ansonsten siehe oben, die Ausbildung steht dann an erster Stelle. Alles Gute

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Meine Schwester war auch 2 Wochen lang in einer psychosomatischen Klinik und hat auch vor, etwas in die Richtung zu machen. Ich denke, wenn man wirklich will, schafft man alles und außerdem: kann doch auch sehr gut sein, wenn du auch so eine 'Vergangenheit hast, dann kannst du mit den Kinden auf einer Ebene reden, weil du genau weißt wie sie sich fühlen. Ich würde so einer Person vermutlich meine Ängste eher erzählen, wenn ich in der Geschlossenen wäre. Und wenn du deinem Arbeitgeber genau das erzählst und versichern kannst, dass du keinen Rückfall hattest die letzte Zeit und dir sicher bist, keinen mehr zu haben, denke ich sollte das jetzt nicht das große Problem sein. Hmm warum solltest du nicht auf der selben Station arbeiten können? Vielleicht ist das ja sogar von Vorteil, weil du dich schon "auskennst" Frag doch einfach mal dort nach, ob das gehen würde - fragen kostet ja nichts :)

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Kommentar von hacky11
09.10.2011, 20:05

Wie kann FunnyGirl mit Sicherheit behaupten, keinen Rückschlag mehr zu haben??

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Hallo FunnyGirl, als WAS möchtest du denn arbeiten? Krankenschwester, Psychologin, Psychiaterin, Ergotherapeutin, Kunsttherapeutin??? Ich glaube, das ist ein Unterschied. Als Therapeutin gibt es wohl keine Probleme. Bei Krankenschwester habe ich jetzt gerade gehört, dass man Psychiatrieaufenthalte angeben muss. Als Psychologin oder Psychiaterin muss man sich selbst analysieren lassen, bevor man zugelassen wird. Es war komischerweise auch ein Traum von mir, auf der Psychiatrie zu arbeiten, in der ich war. Ich glaube, das ist so eine Art Selbsttherapie. Ich habe ziemlich für die Mitarbeiter geschwärmt, fand ihre Art ganz toll, wie sie miteinander und mit uns umgingen und wollte irgendwie dazugehören. Ich gehe heute noch manchmal vorbei und frage, wie gehts.

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Vermutlich nicht.

Denn labiele Menschen können sich zwar gut in die Lage des anderen hineinversetzen, sind aber zu schwache Persönlichkeiten um sich durchzusetzen. Das kann in einer geschlossenen sicher auch gefährlich werden.

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als was willst du denn arbeiten? was ist deine intension? dir muss klar sein, das du immer wieder mit deiner eigenen geschichte konfrontiert werden wirst. also eine stabile persönlichkeit zu sein hat ganz klar vorteile in so einer arbeit. wenn du dir das zutraust, könnte es den kids evtl. ein gutes vorbild sein.

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Ich denke schon das es möglich wäre aber überlege es dir sehr gut. Ich selbst arbeite in einer Psychiatrie und es zerrt sehr an den Nerven! Ich denke wenn jemand selbst psychische Probleme hat wird es sehr sehr schwer dort die Kontrolle über dich selbst zu bewahren... Ich glaube das du deine Berufswahl nochmal überdenken solltest um nicht selbst wieder abzurutschen

Alles Gute =)

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Prinzipiell sind instabile Menschen in sozialen Berufen nicht erwünscht. Trotzdem gibt es sie gerade dort sehr häufig. Borderline geht nicht in einigen Monaten mal weg. Für mich klingt es so, dass du en Beruf willst, um dich selbst zu therapieren. Aber dann wären nicht alle für dich da, du müsstest Kraft für andere haben und deine eigenen Sorgen sind schnurzpiepegal. Im Job muss man funktionieren und darf das nicht zeigen.

Überleg deine Motivation nochmal.

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Natürlich geht das. Und selbst wenn Du da als Patientin gewesen bist: wie lange wird das denn her sein, wenn Du da vielleicht mal anfangen könntest?

Allerdings musst Du in der Realität einfach schauen, wo Du überhaupt einen freien Arbeitsplatz finden kannst. Wunscharbeitsplätze sind kaum zu bekommen, ca. 6 Millionen Deutsche finden überhaupt keinen.

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Die Voraussetzung ist nun mal, selbst psychisch gesund zu sein.

Oder möchtest du von jemanden behandelt werden, der sich selbst noch bis vor einem Jahr in der geschlossenen Abteilung aufhielt?

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Kommentar von bountyeis
09.10.2011, 19:13

Ja, der kann sich doch besser einfühlen.

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