In der Probezeit, Kündigungsfrist kürzen!

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4 Antworten

kann das auf zwei Wochen gekürzt werden `?

Man kann bei einer beabsichtigten Kündigung einen Aufhebungsvertrag mit einer kürzeren Frist schließen, dem aber sowohl AG als auch AN zustimmen müssen.

Der von Dir angeprochene § 622 Abs. 3 BGB sagt ja das Arbeitsvcerhältnis kann mit einer Frist von zwei Wochen beendet werden. Eine kürzere Kündigungsfrist ist nur tarifvertraglich aber nicht einzelvertraglich möglich. Wenn der AG mit dem AN eine längere Kündigungsfrist vereinbart, so ist das rechtens. Die Kündigungsfrist darf nur nicht für den AN länger als für den AG sein.

Wärend der Probezeit hast weder du noch der Arbeitgeben eine Kündigungsfrist einzuhalten. Ist die Probezeit vorbei gilt die Kündigungsfrist, die in deinem Arbeitsvertrag festgelegt wurde und kann nicht gekürzt werden (vielleicht ja intern, aber offiziell nicht).

wenn es im Vertrag so drin steht, dann muss er sich auch daran halten. Letztens war hier ein Fragestellerin die hatte von Mc D in der Probezeit eine dreitägige Kündigungsfrist, so war es vereinbart.

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Wärend der Probezeit hast weder du noch der Arbeitgeben eine Kündigungsfrist einzuhalten.

Das trifft zwar bei Ausbildungsverhaeltnissen tatsaechlich zu, nicht aber bei Arbeitsverhaeltnissen.

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@DerCAM

danke euch für die Antworten. Für jeden, dem ich sage, dass die Kündigungsfristen 4 Wochen sind, wundert sich !!

Es sind aber gesetzlich nur 2 Wochen, kann das sein ! Das habe ich im Internet gelese:

"Für die ordentliche Kündigung innerhalb der Probezeit gilt die verkürzte Kündigungsfrist des § 622 Abs. 3 BGB. Hiernach kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Sofern eine länger als 6 Monate dauernde Probezeit vereinbart worden ist, gilt die verkürzte Kündigungsfrist nur für die ersten 6 Monate. Nach Ablauf der ersten 6 Monate gilt die gesetzliche bzw. die tarif- oder einzelvertraglich vereinbarte Kündigungsfrist."

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@Makdalina

Wie bereits geschrieben, gelten die gesetzlichen Kuendigungsfristen nur, wenn arbeits- oder ggf. tarifvertraglich nicht wirksam davonn abgewichen wurde. Der gleiche Praragraf 622 BGB regelt die zulaessigen Abweichungen in Absatz 4 (tarifvertragliche Abweichungen) und Absatz 5 (einzelvertragliche Abweichung). Absatz 6 "deckelt" dann noch einmal die vorangegangenen Absaetze.

Im Ergebnis ergibt sich, dass eine einzelvertragliche wie auch eine tarifvertragliche Vereinbarung einer laengeren Kuendigungsfrist zulaessig ist, wenn die fuer den Arbeitgeber geltende nicht kuerzer als die fuer den Arbeitnehmer geltende ist. Wenn du arbeits- oder tarifvertraglich also eine vierwoechige Probezeitkuendigungsfrist zum Monatsende hast und der Arbeitgeber keine kuerzere, dann gilt das so wie vereinbart.

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Wenn eine Probezeit vereinbart wurde und hierfuer eine Kuendigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende, dann gilt das auch so. Verkuerzen kann man das nur mit einem Aufhebungsvertrag. Das geht aber natuerlich nur, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber damit einverstanden sind.

Die gesetzliche "Probezeitkuendigungsfrist" betraegt bei Arbeitsverhaeltnissen (nicht aber auch bei Ausbildungsverhaeltnissen!) 2 Wochen zu jedem beliebigen Kalendertag. Arbeitsvertraglich kann aber auch eine laengere Frist vereinbart werden (eine kuerzere auch, nur darf diese dann nur fuer den Arbeitnehmer gelten und nicht auch fuer den Arbeitgeber). Tarifvertraglich kann sowohl eine laengere wie auch eine auch fuer den Arbeitgeber geltende kuerzere Frist vereinbart werden. In keinem Fall darf die fuer den Arbeitgeber geltende Kuendigungsfrist aber kuerzer als die fuer den Arbeitnehmer geltende sein.

vier Wochen während der Probezeit, ist aber sehr ungewöhnlich, wer sollte die denn deiner Meinung nach kürzen, der Betrieb hat wohl nicht ohne Grund so vereinbart.

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