In der Probezeit krank und gekündigt. Krankengeld?

3 Antworten

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du keine "Lücke" entstehen lässt. Dies bedeutet, dass du spätestens am Folgetag der vorherigen Krankschreibung eine erneute Folgebescheinigung brauchst.

Eine abweichende Diagnose ist nur dann unproblematisch, wenn sich die Krankschreiungen mindestens einen Tag überschneiden. Dann handelt es sich um eine hinzugetretene Erkrankung, andernfalls um eine erneute Erstbescheinigung. Wenn morgen die AU-Bescheinigung ausläuft, brauchst du morgen eine neue - von welchem Arzt ist egal, eine andere Diagnose wäre dann auch kein Problem.

Ab dem Tag nach deiner rechtswirksamen Kündigung bekommst du Krankengeld, auch wenn die 6 Wochen Lohnfortzahlung noch nicht rum sind.

Achtung! Wenn du auch nur einen Tag "Lücke" zulässt (z.B. Krankschreibung bis 06.08.18 und Folgebescheinigung erst am 08.08.18 ausgestellt, erlischt dein Anspruch auf Krankengeld und lebt auch nicht mehr auf. Da nützt es auch nichts, wenn der Arzt dir die Durchgängigkeit der AU bescheinigt. Dann bekommst du nicht nur kein Krankengeld, sondern musst auch noch Beiträge zahlen, falls du keinen Anspruch auf Familienversicherung hast.

Gute Besserung!

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Danke für die hilfreiche Antwort. Da ich noch in der Probezeit bin und keine 4 Wochen gearbeitet habe, werde ich wohl Krankengeld erhalten. Es wäre also kein Problem für die Krankenkasse, wenn mir ein anderer Arzt mit einer zur ersten AU abweichende AU mit anderer Diagnose ausstellt?

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@torsten19921992

Nein, wenn die Bescheinigungen sich überschneiden, ist das kein Problem. Sage aber dem Arzt, dass es sich um eine Folgebescheinigung handelt, sonst gibt es nur Verwirrungen.

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......und ich habe, während ich krank geschrieben war, gekündigt, ........

  1. Die ersten 6 Wochen bekommst,im Krankheitsfall,insoweit Du mindesten 1 Monat im betrieb beschäftigt warst, Geld vom Arbeitgeber.
  2. Die Frage hat sich mit Nr. 1 erledigt,alles weitere dann vom Arbeitsamt.
  3. Im Krankheitsfall eher weniger,aber Du hast doch von Dir aus gekündigt,was bedeutet,der Arbeitgeber lacht bestimmt immer noch.
  1. Nein, ich war kein vollen Monat beschäftigt gewesen. Wie verhält es sich in meinem Fall? Da ich morgen zu einem anderen Arzt gehen muss, wird die 2. AU von einem anderen Arzt mit evtl. abweichender Diagnose sein. Würde die Krankenkasse hierbei Probleme machen?
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@torsten19921992

Nein. Da die Krankschreibungen sich überschneiden, spielt die Diagnose keine Rolle. Innerhalb der ersten 28 Tage (nicht 1 Monat) nach Beschäftigungsbeginn bekommst du keine Lohnfortzahlung, sondern Krankengeld, danach Lohnfortzahlung und ab dem Folgetag der Kündigung wieder Krankengeld.

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@okieh56

Die Krankschreibungen überschneiden sich aber nicht. Ich war bis einschließlich dem 30.07. (also heute) krank geschrieben. Und morgen sollte ich wieder fit sein, was aber nicht der Fall ist. Also würden die Krankschreibungen sich nicht überschneiden

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@torsten19921992

Unter einem Monat Beschäftigungszeit,zahlt die Krankenkasse,für 4 Wochen,bei längerer Krankheit,dann normalerweise der Arbeitgeber für 6 Wochen und dann wieder die Krankenkasse.Du hast aber gekündigt und wie das dann beim Arbeitsamt aussieht,weiß ich nicht.

Ob die Krankenkasse Probleme macht,musst Du sie Fragen.Es ist aber eher unwahrscheinlich.

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@torsten19921992

Dann musst du darauf dringen, dass der Arzt eine Folgebescheinigung ausstellt, keine Erstbescheinigung und möglichst auch dieselbe Diagnose angibt - du hast ja einen Durchschlag von deinem Arzt.

Wenn er eine Erstbescheinigung ausstellt und du morgen nicht mehr beschäftigt bist, erlischt das Krankengeld, denn zum Zeitpunkt der erneuten Erkrankung warst du nicht mehr mit Krankengeldanspruch versichert.

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@ratatoesk

Der AG zahlt innerhalb der ersten 28 Tage nach Beschäftigungsbeginn keine Lohnfortzahlung (nicht 1 Monat). Wenn das Arbeitsverhältnis dann nicht mehr besteht, wird weiterhin Krankengeld von der KK gezahlt. Die BA zahlt erst bei Arbeitsfähigkeit (da man vorher nicht vermittelbar ist). Deshalb ist die Machtlosigkeit der AU-Bescheinigungen so wichtig.

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@okieh56

§3 Abs (3) EntgFG

Der Anspruch nach Absatz 1 entsteht nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.

6x4 = 28 tage ,ja,aber man spricht halt von 4 wochen oder einem Monat.

Dem Rest stimm ich zu.

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@ratatoesk

Stimmt! Vierwöchige Dauer sind aber 7 * 4 Kalendertage, also 28 Tage, nicht 1 Monat und auch nicht 6 * 4 Werktage.

Bei Beschäftigungsbeginn ab dem 01.07.18 beginnt der Anspruch auf Entgeltfortzahlung am 29.07.18, also nach 28 Tagen! Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Tage der Beschäftigte in dieser Zeit arbeiten müsste.

Kannste glauben ;-)

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@okieh56

Ups,ja 7x4^^

Für den Rest.Wenn das ,für den Anspruch,so gerechnet wird,gut.Da weiß ich nicht bescheid.Der Gesetzgeber sagt 4 wochen und ab der 5ten Woche muss der AG zahlen.

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@ratatoesk

Genau so ist das, die 5. Woche beginnt am 29. Tag. Nun sind wir uns einig :-)

Übrigens geht es um die Dauer des Arbeitsverhältnisses, nicht die Dauer der Krankheit. Man könnte auch innerhalb der ersten 28 Tage nach Beschäftigungsbeginn mehrmal kurzzeitig erkranken (5 * Migräne oder so). Auch dann wir immer Krankengeld gezahlt.

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Erstmal dringend die Krankschreibung verlängern. Sonst ist eine Vorraussetzungen für Zahlung von Krankengeld futsch.

Bei anderer Diagnose weiß ich nicht wie das ist. Versuch das auf der Homepage deiner Krankenkasse herauszufinden. Eigentlich geben die solche Informationen raus. Ich glaube es kommt drauf an ob die diagnostizierte Erkrankung während der Phase der ersten Erkrankung entsteht

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