In der Probezeit gekündingt werden wegen Krankheit...

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Ob Ihr Arbeitgeber Ihnen tatsächlich während der Probezeit kündigt, kann Ihnen hier niemand beantworten.

Fakt ist, dass ein seriöser Arbeitgeber nicht gleich die Kündigung ausspricht, wenn sein Mitarbeiter arbeitsunfähig ist.

Unabhängig davon, was Ihr Arbeitgeber macht, sollten Sie bedenken:

Wenn Sie tatsächlich arbeitsunfähig sind, sollten Sie sich von Ihrem Arzt krankschreiben lassen. Wenn Ihr Arbeitgeber nicht seriös ist, gewinnen Sie nichts, wenn Sie sich auf die Arbeit schleppen, obwohl Sie arbeitsunfähig sind.

Sie sollten bedenken, dass Ihre Gesundheit etwas einmaliges ist, Raubbau rächt an der Gesundheit sich irgendwann in Ihrem Leben. Dieser Arbeitgeber wird es Ihnen nicht danken, wenn Sie sich krank auf die Arbeit schleppen.

Wenn Sie arbeitsfähig sein sollten, empfehle ich Ihnen arbeiten zu gehen. Wenn Sie teilweise arbeitsfähig sein sollten, können Sie gegebenfalls mit Ihrem Arbeitgeber aushandeln, dass Sie Tätigkeiten die Ihrer Gesundheit nicht zuträglich sind, nicht ausführen müssen.

P. K.

In der Probezeit kann man gekündigt werden ohne Angaben von Gründen.

Aber auch wegen Krankheit kann das sein siehe LInk:

www.jobber.de/studenten/iptc-tmn-20030**

Göttingen/Erfurt (/gms) - Vielen Menschen ist das schon passiert: Kaum haben sie mit viel Elan einen neuen Job begonnen, brechen sie sich noch in der halbjährigen Probezeit ein Bein oder erkranken schwer. Wochen- oder gar monatelanges Fehlen am Arbeitsplatz ist die Folge. Wer allerdings glaubt, gesetzlich vor dem Verlust der gerade erst angetretenen Arbeitsstelle geschützt zu sein, der irrt sich.

«Die Regelungen des Kündigungsschutzes kommen erst nach einer Betriebszugehörigkeit von sechs Monaten zur Geltung», erklärt Jens Peter Hjort, in Hamburg ansässiger Fachanwalt für Arbeitsrecht. Dies lege das Kündigungsschutzgesetz in seinem Paragraf 1 eindeutig fest.

Der Beginn des Kündigungsschutzes ist dabei nach Auffassung von Juristen unabhängig von der Länge der Probezeit. In einem Fall, mit dem das Arbeitsgericht Frankfurt/Main befasst war, hatten Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Probezeit von nur drei Monaten vereinbart. Der Arbeitnehmer glaubte, dass damit auch der Kündigungsschutz bereits nach drei Monaten wirksam würde. Die Richter jedoch stellten in ihrem Urteil (Az.: 6 Ca 6950/00) fest, dass eine kürzere Probezeit als sechs Monate nicht automatisch, sondern nur per ausdrücklicher Vertragsvereinbarung einen vorzeitigen Kündigungsschutz bedeutet.

Erst eine sechsmonatige Betriebszugehörigkeit garantiere dem Arbeitnehmer den gesetzlichen Schutz vor einer Kündigung, sagt auch Carsten Paulini, Wissenschaftler am Institut für Arbeitsrecht der Universität Göttingen. Selbst eine schwere Erkrankung während der Probezeit ändere nichts am Recht des Chefs, mit einer festgelegten Frist, meist von zwei Wochen, die Kündigung auszusprechen. «Es ist nicht auszuschließen, dass einem in der Probezeit erkrankten Arbeitnehmer gekündigt wird», so auch Martina Perreng, Expertin für Arbeitsrecht beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin.

Diese einhellige Auslegung der Gesetze spiegelt sich auch in der Praxis der Arbeitsgerichte wieder. Klagen gegen eine Kündigung wegen einer Erkrankung in der Probezeit sind in der Dokumentationsstelle des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt nicht greifbar. Auch Henning Kirsch, Präsident des Landesarbeitsgerichts Hamburg, kann sich an keinen entsprechenden Prozess erinnern.

Es sei ein «Märchen», dass einem Arbeitnehmer während einer Krankheit nicht gekündigt werden dürfe, betont Rechtsanwalt Hjort. «Das ist so wie mit der Legende von den drei Nachmietern, die man nur stellen müsse, um aus jedem Mietvertrag herauszukommen», sagt er. Chancen hätten Klagen gegen eine Kündigung wegen Erkrankung in der Probezeit nur, wenn dem Arbeitgeber Sittenwidrigkeit oder Verstoß gegen Treu und Glauben, also die Verletzung von Anstandsgefühl und gesellschaftlichen Normen nachzuweisen wäre. Doch da gebe es keine positiven Beispiele: «Man kann nur auf einen vernünftigen Arbeitgeber hoffen, der vielleicht die Probezeit verlängert», meint Hjort.

Ein Trost für Arbeitnehmer, die in der Probezeit erkranken und ihre Kündigung bekommen, ist ihr Anspruch auf die Fortzahlung des Lohnes für die gesetzlich vorgeschriebenen sechs Wochen. In Paragraf 8 des Entgeltfortzahlungsgesetzes heißt es: «Der Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts wird nicht dadurch berührt, dass der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis aus Anlass der Arbeitsunfähigkeit kündigt.» Das sei noch zu wenig bekannt, sagt Hjort.

Wann kann Ihr Arbeitgeber wegen Krankheit kündigen? Nach der Rechtsprechung müssen die folgenden drei Voraussetzungen vorliegen, damit eine krankheitsbedingte Kündigung wirksam ist (fehlt auch nur eine dieser Voraussetzungen, ist die Kündigung unwirksam):

Es müssen zum Zeitpunkt der Kündigung Tatsachen vorliegen, die die Prognose weiterer Erkrankungen des Arbeitnehmers in dem bisherigen Umfang rechtfertigen. Diese Voraussetzung heißt "negative Gesundheitsprognose". Es muß feststehen, daß die zu erwartenden Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers führen. Eine solche Interessenbeeinträchtigung liegt vor allem dann vor, wenn es aufgrund der Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu Störungen des Betriebsablaufs oder zu erheblichen Belastungen des Arbeitgebers mit Lohnfortzahlungskosten kommt. Schließlich muß eine Interessenabwägung vorgenommen werden. Sie muß zugunsten des Arbeitgebers ausgehen, d.h. sie muß ergeben, daß ihm bei einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen unter Berücksichtigung der Dauer des Arbeitsverhältnisses, der Krankheitsursachen, der Fehlzeiten vergleichbarer Arbeitnehmer und des Lebensalter des Arbeitnehmers die oben festgestellte Beeinträchtigung seiner Interessen (siehe Punkt 2.) nicht mehr weiter zugemutet werden kann. Wie gesagt müssen diese drei Voraussetzungen allesamt vorliegen. Fehlt auch nur eine, ist die Kündigung unwirksam.

In der Probezeit braucht der Arbeitgeber überhaupt keinen Grund für die Kündigung anzugeben. Auch der ungünstige Aszendent des Saturn zum Merkur ist ein Grund, der ihn dazu bewegen kann und darf.

Das liegt im Wesen der sog. Probezeit. Anfang des Jahrtausends war es noch anders, aber die Probezeit wurde zur weiter vervollkommneten Herrschaft der Kapitalisten weiter verlängert. Irgendwie steht das Volk da drauf, weiss der Geier, was die daran alle toll finden.

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Deswegen frage ich euch ganz lieb :) was sind meine rechte? ist die die Kündigung wirksam? oder hat der chef doch recht?? was kann ich machen??

Ich Danke euch für jede Antwort :)

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