In der Natur gewinnt der der körperlich stärker ist und bei unserer künstlichen Natur gewinnt entweder?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Nein weil 91%
Ja so ist es 9%

11 Antworten

Nein weil

Um ein paar Missverständnisse auszuräumen:

In der Natur gewinnt noch lange nicht der Stärkere, sondern der, welcher am besten an die jeweiligen Lebensbedingungen angepasst ist. Der Begriff "Survival Of The Fittest" von Charles Darwin wurde nämlich viel zu oft falsch übersetzt. "To fit" bedeutet nämlich nur soviel wie "passen" oder "anpassen", sonst nix. "Fit" mit "stark" zu übersetzen, ist also ein grundsätzlicher Fehler, der immer wieder gemacht wird.

Prinzip ist klar, nicht wahr? Mit großer Wahrscheinlichkeit schlägst du einen Pinguin im Armdrücken (weil deine "Flügel" eben stärker sind), doch hast du keine Chance, wenn du dich in Badehose neben ihn ins Packeis des Südpolarmeeres setzt. Nicht, weil der Pinguin stärker ist als du (schließlich hat er ja das Armdrücken verloren), sondern besser an seine Umgebung angepasst.

Für den zweiten Teil deiner Frage empfehle ich das Sachbuch "factfulness". Es räumt ebenfalls mit vielen falschen Vorstellungen auf, denen die meisten Menschen gegenwärtig immer noch unterliegen. Du wirst dich sehr wundern!

Good luck!

Nein weil

Menschen wären nicht intelligent, wenn es nicht ein enormer evolutionärer Vorteil wäre. Und schau uns an: Es stimmt. Wir haben keine Fressfeinde, wir haben unser Essen an uns angepasst. Wir sind der Beweis dafür, dass in der Natur nicht immer der Stärkste gewinnt.

Und es gewinnt immer der „Menschenfreund“. Menschen sind soziale Wesen, in der Gruppe sind sie stark. Schau dir nur Europa an: Seit der Demokratie und der EU gab es in Westeuropa keinen Krieg mehr. Früher gab’s alle paar Jahre einen Krieg.

Wenn die Einzelgänger gewinnen, wird das jeweilige System zerfallen und ein neues aufgebaut werden von den „Menschenfreunden“. Einzelgänger allein sterben, DAS zeigt die Natur

Klar gibt es nach wie vor Krieg. Ist jetzt eher ein Wirtschaftskrieg aber daran hängen auch Existenzen.

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@LenaNow

Ich weiß ja nicht wo du lebst, aber

1) In der EU bekriegt man sich weder wirtschaftlich noch sonst wie.

2) In Österreich und Deutschland gibt es staatliche Mittel, um Arbeitslose zu versorgen (Hartz 4 heißt das in Deutschland). Es geht also nicht um Existenzen, es geht um Kapital. Und das ist sehr weit von den Schrecken eines Krieges entfernt

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@SacreVacheSacre

Ich finde auch dass wir seit der Industrialisierung einen Wirtschaftskrieg haben bzw. modernen dritter Welt Krieg, die man von außen nicht sehen soll.

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@Patrikreiser

Sicher können verschiedene wirtschaftliche Interessen in Konflikt miteinander geraten, aber das ist kein Krieg. Wird heutzutage in der Schule nichts mehr von den Weltkriegen gelehrt oder wieso kann man so einfach diesen Vergleich ziehen?

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@SacreVacheSacre

Du verstehst unter Krieg und das Morden anscheinend das direkte Handeln.
Es gibt auch heute moderne Sklaverei und moderne Morde.
Man lässt andere verhungern und für sich arbeiten, wäre zum Beispiel ein moderner Tod, dafür muss man nicht mehr hinfahren, kann es von zuhause aus machen.
So läuft es auch mit den versteckten Kriegen ab, nur du glaubst zu wissen, dass Krieg etwas mit direktem Töten und richtungslosen Bombardierungen zutun haben muss. Oder Kriege die in der Luft stattfinden und sich Staaten gegenseitig gezielt in die Luft jagen.

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@Patrikreiser

Ich weiß. Aber ein Krieg ist das nicht, es ist Unterdrückung, die ist auch ein Problem, aber eben kein Krieg.

Krieg ist eben per Definition ein gewaltsamer Konflikt zwischen 2 oder mehr Parteien (im weiten Sinne). Bei deinem „Wirtschaftskrieg“ wird keine Gewalt angewandt: Die USA und China zB subventionieren sich gegenseitige, aber wenden keine Gewalt an.

Dass es Leute gibt, die in dreckigen Verhältnissen leben, weil manche Leute ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen wollen, ist eine andere Sache. Das ist auch ein einseitiger Konflikt und demnach kein Krieg

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@SacreVacheSacre

"Der Wirtschaftskrieg ist zu unterscheiden von einem aus wirtschaftlichen Motiven geführten militärischen Krieg (siehe Handelskrieg); er kann ein ergänzendes Element der Kriegsführung eines Staates sein."

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@LenaNow

Was ich sagen will, falls das nicht ganz klar war: In einem Krieg sterben sehr viele Leute auf sehr grausame Weise. Diejenigen, die überleben, sind ärgsten traumatisiert, Städte sind zerstört, Leute leben in Angst und Panik.

Einen Konflikt wirtschaftlicher Interessen „Krieg“ zu nennen ist eine starke Abwertung des Begriffs „Krieg“ und auch eine Abwertung der Schrecken eines „echten“ Krieges.

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@SacreVacheSacre

Krieg ist Krieg. Das bedeutet nicht, dass wer wen anderes direkt töten muss. Es gibt verschiedene Formen des Krieges und keine wertet die andere ab.

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Nein weil
In der Natur gewinnt der der körperlich stärker ist

Warum gibt es dann die Saurier und Mammuts nicht mehr, während diverse Wahlarten und Elefanten zunehmend zu bedrohten Tierarten gehören? Ich halte die für körperlich ziemlich stark. Offensichtlich konnte der körperlich wesentlich schwächere Mensch aber ganz gut damit fertig werden, sonst hätte er sich ja nie durchsetzen können.

Die von der Natur abgenabelte Zivilisation schwebte ja nicht irgendwo im luftleeren Raum herum, sondern wurde durch den aus der Natur kommenden Menschen erst geschaffen. Das hätte ihm aber überhaupt nicht möglich sein dürfen, wenn es um körperliche Überlegenheit ginge, denn dann hätte er das Mammuth und den Säbelzahntieger niemals überleben können.

Insofern ist schon die Grundprämisse Unfug.

Nein weil
In der Natur gewinnt der der körperlich stärker ist 

Weil das falsch ist. Oder maximal Zweikämpfe betrifft, aber nicht die Erhaltung der Art.

Nein weil

Körperliches ist doch heute unwichtig. Im Krieg und nahe dran, gewinnt der mit der besseren Waffe. Und sonst isses der im Büro, da wird eher selten geballert, sowas das erhöht die Überlebenschancen deutlich.

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