In der Bewährungszeit 2 neue Anzeigen gleicher Sache, wird man Verhaftet?

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6 Antworten

Hier werden in den meisten Antworten zwei unterschiedliche Haftbefehle durcheinandergeworfen.

Sofern es für die 2 neuen Straftaten keine ausreichenden Haftgründe für eine Untersuchungshaft gibt, kann (und wird sehr wahrscheinlich auch) für die erste bereits mit Bewährung abgeurteilte Straftat durchaus Bewährungswiederruf durch die zuständige StA beantragt werden. Über diesen Antrag der StA wird der Verurteilte selbstverständlich informiert. Es wird ein Anhörungstermin anberaumt und der Verurteilte kann sich dann dazu äußern. Bleibt er der Anhörung fern kann ein Sicherungshaftbefehl erlassen werden. Dieser Sicherungshaftbefehl wird ihm dann nach seiner Verhaftung durch einen Richter eröffnet und es geht ab in die Sicherungshaft die in der JVA, bis zum endgültigen Wiederruf, wie Untersuchungshaft vollzogen wird.

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Kann durchaus sein. Kommt eigentlich auf die Schwere der Delikte an. Mich auf das übliche Procedere verlassen , würde ich mich keinesfalls unbedingt. Bei leichten Straftaten eher unwahrscheinlich und meistens nur auf Beschluss. Ist allerdings keine 100% Auskunft, da unser Rechtssystem in diesen Angelegenheiten etwas zwiespältiger Natur ist. 50/50 Chance. Liebe Grüße

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Die Bewährung wird erst nach einer Verurteilung widerrufen .. es kann aber durchaus direkt die Untersuchungshaft wg. Wiederholungsgefahr angeordnet werden.

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Mit sammeln neuer Anzeigen verstößt der Jugendliche gegen seine Bewährungsauflagen. Daraufhin wird ein Haftbefehl erlassen, der bedeutet, dass die Polizei ihn abholen und vor Gericht stellen wird. Hier werden sowohl die Staatsanwaltschaft, als auch der Beschuldigte angehört.

Geht das Gericht nun davon aus, dass der Jugendliche sich entgegen der vorigen Erwartungen nicht bessert, kann die Bewährung widerrufen werden - das bedeutet, die Haftstrafe müsste dann verbüßt werden (interessant hierbei wäre, ob die neuen Anzeigen zu einer Verlängerung dieser führen, da bin ich nicht sicher).

Ist das Gericht allerdings der Meinung, dass es ausreicht zusätzliche Auflagen zu verhängen oder zum Beispiel die Bewährungszeit zu verlängern, kann auch das passieren. Das heißt, die Haftstrafe müsste nicht verbüßt werden, die Bewährungsauflagen würden nur nachträglich verschärft.

Sollte der Verurteilte wissen, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt und er sich verstecken, um der Strafe bzw. der Anhörung zu entgehen, kann von dieser Anhörung abgesehen werden. Dann würde die Bewährung vom Gericht direkt widerrufen werden.

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Kommentar von Schirke
03.07.2014, 10:31

aber gilt man nicht bis zur Verurteilung als Unschuldig?

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Er hat nichts zu befürchten. Vorerst.

Allerdings sollte er seine Handlungen überdenken, weil bei weiteren VErfaren und vorhergehender Bewährungsstrafe es immerunwahrscheinlicher wird, dass diese Verfahren eingestellt werden.

Es kommt drauf an, was ihm mit den 2 Anzeigen vorgeworfen wird. Gibt es hier Haftstrafen zu verurteilen, dann sollte er einen Haftaufenthalt erwarten.

Verhaftet wird er nicht, den HAaftantritt bekommt er schriftlich mitgeteilt, er hat dann zu erscheinen.

Macht er es nicht, dann droht Haftbefehl.

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Kommentar von Schirke
03.07.2014, 11:11

hallo es geht halt darum das er wegen betruges verurteilt ist, und ca 2-3 neue Anzeigen bekommen hat nach der Verurteilung. jetzt meint er das Haftbefehl ausgeschrieben werden kann wegen wiederholung und evtl aussetzung der bewaehrung. da er auch in den urlaub fliegt, hat er angst am flughafen verhaftet zu werden..

ist da was dran?

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die bewährung wird aufgehoben.

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Kommentar von Schirke
03.07.2014, 10:23

sofort? muss man nicht erst verurteilt werden?

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