In China Kung Fu lernen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Als ich 1969 meinen ersten Meistergrad im Kung Fu bekam, war ich mächtig stolz. Damals gab es in Deutschland keine Schule. Ich hatte aber das Glück auf einen Si Fu zu treffen, der mich wohl für ehrenvoll genug hielt.

Später trainierte ich mit anderen Freunden und eröffnete 1972 mit einem Partner die erste Kung Fu Schule Deutschlands. Mitten im Ruhrgebiet.

Ich war nur unwesentlich älter, als du, aber auch von dem Gedanken getragen, nach China zu reisen, um dort Kung Fu zu vervollständigen. Einer meiner damaligen, engsten Freunde war ein junger Mann aus Thailand. Er war Thai Boxer und sehr gut. Also keimte in mir die Idee, mit ihm zusammen nach Thailand zu gehen, um dort zu trainieren. Sein Bruder war dort auch Profi Boxer, also für mich die besten Voraussetzungen.

Ein weiterer Freund war ein chinesischer Maschinenbaustudent, der in Mannheim zuhause war. Er liebte Tai Chi.

So sehr mich mein Sport auch fesselte und faszinierte - musste ich dennoch auch an meine berufliche Zukunft denken. Von einer Kung Fu Schule - ich hatte später drei- konnte man nicht gut leben. So sind die Mitglieder erst wahnsinnig begeistert, wollen am liebsten am dritten Übungstag schon in die Kneipe gehen und erzählen, dass sie Kung Fu können -. bleiben aber ab dem dritten oder sechsten Monat weg, weil dieser Sport harte Arbeit ist. Von 100 Mitgliedern bleiben höchstens 25 ganz am Ball - große Lust, um dann mittels Anwalt etc. die ausbleibenden Mitgliedsbeiträge einzuholen, hatte ich nicht. Es wird heute auch nicht anders sein.

Außerdem wirst du auch älter. Und irgendwann hast du Familie. Wie und wovon willst du die dann ernähren ?

Glaube mir: Die acht Jahre mehr, die du in deiner schulischen und beruflichen Ausbildung steckst, sind nichts gegen die 50 Jahre, die du dann beruhigter und versorgter arbeitest, als wenn du jetzt alles schleifen lässt und dann 50 Jahre Knochenarbeit machen musst.

Hast du aber eine gute Ausbildung und einen guten Job, lannst du es dir auch später ohne weiteres leisten, mal ein halbes Jahr Outside in China zu verbringen.

Es ist völlig gleichgültig, ob du Katholik oder Jehova Zeuge bist. In den Klöstern juckt es niemanden und es schmeisst auch keiner eine Bombe, weil du irgendetwas verkehrtes sagst oder kein Kopftuch trägst.

Du lernst zwar die Fertigkeiten des Kung Fu, aber vor allen Dingen deinen Körper udn deinen Geist besser zu stählen. Es ist gut für dich und für deine Psyche. Gut für dein Selbstbewußtsein und sicherlich auch gut für deinen Beruf, der dich - hoffentlich- geistig fordern kann.

Du wirst aber in diesen Klöstern an deine Grenzen geführt. Und das ist bestimmt kein Zuckerschlecken und hat nichts mit den schöngeistigen Filmen zu tun, die du vielleicht schon einmal gesehen hast.

Lao Tse, ein chinesischer Philosoph hatte einmal gesagt: Auch der längste Weg, beginnt mit dem ersten Schritt.

Es gilt heute immer noch. Gehe deinen Weg, halt deine Ziele vor Augen, aber gehe ihn Ziel für Ziel vor. Du kannst nicht, wie bei Monopoly , einfach ein paar unliebsame Strecken überspringen.

Erst die Schule - hole hier alles raus, was in dir drin ist. Und noch mehr!!! Gehe auch hier schon an deine Grenzen - und darüber hinaus. (Wie im Kung Fu)

Dann die Ausbildung - vielleicht kannst du sogar ein Studium belegen. Überlege genau, was dir sonst noch Spaß macht. Denn auch und gerade dein Beruf muss aus dem tiefen Inneren kommen, damit du damit Leidenschaft entwickeln kannst.

Danach dein Beruf - damit du dich erst einmal etwas festigen kannst und Geld verdienst. Denn auch für die Reise nach China, für den Aufenthalt in China und nach deiner Reise von China brauchst du Geld. Und wenn du wieder zurück bist, möchtest du auch leben und die Weichen für dein weiteres (Berufs)leben gestellt haben.

Anschließend, quasi als Zwischenstopp ab nach Peking - dann bist du viel gereifter und für alles viel offener. Du bist sicherer, weil du auch nach dem China Aufenthalt noch finanziell und beruflich abgesichert bist.

Du bist so von China fasziniert, dass du am liebsten einige Jahre dort verbringen möchtest?

Kein Problem. Mach dein Ingenieur, Betriebswirt oder einen anderen qualifizierten Abschluss, lerne chinesisch und lass dich von einer deutschen Firma nach China verlegen.

Du siehst, es geht alles. Aber du musst deine Schritte in die richtige Richtung und ein Fuß nach dem anderen lenken...

Mach was aus deinem Leben - mit und ohne Kung Fu Gruß Ferdinand Schlüter Kung Fu (IV. DAN)

ich habs nicht ganz durchgelesen, aber du könntest ja das traditionelle nach deutschland bringen ohne den ganzen angepassten quatsch

Ist ja so in Deutschland garnicht möglcih.

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