In Australien sind einfach wegen buschbrände ca. 450 Millionen Tiere tot! Und nur 15 Menschen. Ist das nicht unfair?


07.01.2020, 18:57

*Erdbevölkerung

Das Ergebnis basiert auf 8 Abstimmungen

Net unfar sondern schicksal :( 88%
Unfair 13%

9 Antworten

Das ist keine Frage von Fairness, geschweige den Schicksal. Das australische Hinterland ist nur sehr dünn besiedelt, hingegen leben in den Wäldern eben Tiere. Wären mehr Menschen umgekommen, wäre es auch nicht weniger eine Tragödie als ohnehin schon.

Was heißt übertrieben, wenn jedes Insekt, jede Ratte oder jeder Vogel der umkam eingerechnet werden ? Es sind auch keine Zählungen, sondern Schätzungen. Wobei die letzten eher höher sind.

Sie resultieren nur aus einer Schätzung, wie viele Säugetiere, Vögel, Reptlilien oder Gliederfüßer auf dieser Fläche leben und rechneten den Schnitt auf die verbrannte Fläche hoch. Wirkliche Schätzungen anhand Tierkadavern oder ähnlichem existieren nicht, da die Brände immer noch wüten. Diese Studie nach der die Hochrechnung erfolgte stammte von der Uni in Sydney vor fast 7 Jahren.

Es gibt nach Schätzungen ca. 1.000.000.000.000.000.000 (auf über 50.000.000.000 wird die Anzahl der Arten geschätzt, nur ein Bruchteil davon ist bekannt) Tiere auf der Erde, die größten Gruppen bilden Wirbellose, vor allem Gliederfüßer wie Insekten.

Es gibt kein Schicksal.

Tote sollte man nicht aufwiegen. Jedes getötete Tierleben ist zu viel. Jedes getötete Menschenleben ist zu viel. In beiden Fällen verliert ein Lebewesen eine Mutter, einen Vater, Bruder oder Schwester, oder einen Weggefährten.

Die allermeisten Tiere sind genauso zu Trauer fähig. Das sollten wir nicht anders behandeln als einen menschlichen Verlust.

Die allermeisten Tiere sind genauso zu Trauer fähig.

Dir ist schon bewußt dass "die allermeisten" Tierarten keine Säugetiere sind? Und selbst bei den Säugetieren habe ich bei dieser allgemeinen Aussage meine Zweifel. Dass dies für Elefanten und Hunde gilt ist kein Grund zur Verallgemeinerung. Kaninchen z.B. trauern nicht, dass kann ich dir aus Erfahrung sagen.

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@DerRoll

Ich weiß jetzt nicht genau wie es bei Kaninchen ist, aber bei Meerschweinchen kommt es vor dass das hinterbliebene Tier aufhört zu fressen und sich quasi zu Tode hungert durch den Verlust eines Artgenossen.

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@DerRoll

Was lässt Dich glauben, dass Du Trauer in anderen Lebewesen erkennen kannst? Trauer zeigt sich auf unterschiedliche Weisen, nicht jedes Lebewesen empfindet sie gleich oder reagiert gleich darauf. Das ist beim Menschen so, und auch bei den allermeisten Tieren, welche über ein höheres Bewusstsein verfügen.

Ganz davon abgesehen: Trauer ist etwas, dem wir einen Namen gegeben haben. Wieso sollte das Konzept der Trauer nicht für Tiere gelten, von denen wir nicht wissen / wissen, ob / dass sie Trauer empfinden können? Es geht doch auch darum, wie wir die Welt um uns herum behandeln. Ich persönlich unterscheide da nicht zwischen Hund und Kaninchen.

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@Luisa3103

Wir mußten ein Kaninchen einschläfern lassen (Sie konnte nicht mehr aufstehen). Die Tierärztin hat uns gebeten den Partner mitzubringen, damit dieser am toten Tier schnüffeln kann. Danach wußte Lümmel, dass Morle leider tot ist und hat sie nicht mehr gesucht. Für unsere Kinder war dies schrecklicher als für Lümmel, der danach leider nachts im Garten einem Marder zum Opfer fiel .-(.

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@Noeru

Tja, so ist das mit der Wissenschaft. Wissenschaft benötigt Nachweise. Da Kaninchen nicht reden können, beobachten wir ihr Verhalten und versuchen daraus Rückschlüsse zu ziehen. So wissen wir z.B. über das Spiegelexperiment, dass einige Tiere ein Selbstbewusstsein haben. Kaninchen gehören da nicht dazu. Daher würde ich deine Aussage des "höheren Bewußtseins" sehr in Frage stellen. Andererseits sehen wir am Verhalten von Hunden und Katzen, dass sie durchaus ein Bewußtsein haben, obwohl auch sie den Spiegeltest nicht "bestehen". Das gleiche gilt beim Empfinden von Trauer bei Elefanten.

Das bedeutet natürlich auch, dass Verhaltensbiologie keine exakte Wissenschaft ist. Bei Kaninchen bin ich mir aber aufgrund des Verhaltens was ich selbst erlebt habe und noch immer erlebe dass sie eben nicht über die Form von Bewußtsein verfügen dass du hier in den Raum stellst. Vielleicht liest du dir dazu auch mal Richard Adams "Unten am Fluß" durch.

Das soll nicht heißen dass ich keine Empathie für Kaninchen empfinde, meine Tochter würde mich auch grün und blau schlagen wenn es da ein Problem gäbe. Unser verbleibendes Kaninchen ist uns allen ans Herz gewachsen.

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Net unfar sondern schicksal :(

Es ist natürlich sehr schlimm daß so viele Tiere bei diesen Bränden starben auch viele seltene Arten aber man kann nicht sagen daß ruhig mehr Menschen hätten sterben sollen was ist wenn deine Mutter Vater Großelter usw , dein Partner, deine Kinder , besten Freunde darunter gewesen wären? Ja es sind viel zu viele Tiere gestorben aber man kann nicht sagen es hätten ruhig mehr Menschen sterben sollen das is charakterlos und abstoßend.

Net unfar sondern schicksal :(

Eine Trillion, das ist eine Eins mit 18 Nullen, also 1.000.000.000.000.000.000!

Das ist die Menge der Tiere auf unserem Planeten. Im Vergleich: 7,75 Milliarden Menschen! Hmpf ... oder wie Hawking so schön sagte: "Das Universum entscheidet!".

Super, aber die allermeisten davon sind Insekten. Zu den Tieren zählt ja alles, was keine Pflanze oder Pilz ist, selbst eigentlich die Menschen.

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Hast du für die 450 Mio. auch eine Quelle? Und welche Tiere sind damit gemeint? Säugetiere, Warmblütler, Wirbeltiere, Insekten oder Bakterien?

Das Menschen mit ihren Mitteln leichter einem Flammeninferno entkommen können sollte klar sein. Auch die Feuerwehr wird als erste versuchen die betroffenen Menschen zu retten, das entspricht auch ihren Vorschriften.

Ja gibt mal buschbrände Australien bei goggle ein. Es sind sogar 480 mio.! So Koalas Kängurus etc.

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@183King
Die Forscher gingen von durchschnittlich 17,5 Säugetieren, 20.7 Vögeln und 1289,5 Reptilien pro Hektar (10.000 Quadratmeter) aus und multiplizierten diese Werte mit der nach derzeitigen Messungen verbrannten Fläche.

Das beantwortet dann meine Frage. Natürlich ist das was in Australien passiert schrecklich, aber bitte verstehe dass ich für einen Inlandtaipan nicht die gleiche Empathie aufbringen kann wie für einen Koala :-(.

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