Imperialistisches Streben von Bismarck?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Naja, also das ganze stimmt ja nicht direkt, da Bismark eigentlich ein strikter gegner des üblichen Imperialismus war, Wilhmelm II hat mit seiner seiner doch sehr offensiven Imperialismuspolitik (#Säbelrasseln) noch versucht Deutschland einen "Platz an der Sonne" zu sichern in dem er Kollonien erwarb und damit auch die Beziehungen zu Europa verschlechtert hat.

Da das Deutsche Reich diesen schritt jedoch sehr spät gemacht hat und nurnoch die "Reste" abgrasen konnte wurden wir auch die "zuspät gekommene Nation" genannt.

Diese Verzögerung begründet sich auf die anfängliche Bündnispolitik von Bismark, welcher innerhalb Europas ein Netz von Bündnissen und Verträgen aufgebaut hat, welches den damaligen Erzfeind Frankreich isolierte und Deutschland außenpolitisch absicherte.

Zitat: "Ihre Karte von Afrika ist ja sehr schön, aber meine Karte von Afrika
liegt hier in Europa. Hier liegt Russland, und hier liegt Frankreich,
und wir sind in der Mitte; das ist meine Karte von Afrika."

Also er hat sich außenpolitisch auf Europa beschränkt und versucht dort auf friedlichem Wege Macht und Einfluss zu erlangen. Die Kolonien hat er als wirtschaftlich, militärisch und politisch unwichtig erachtet.

Erst nach 1890 (Erzwungener Rücktritt Bismarks) begann der eigentliche Imperialismus Deutschlands welcher den Beginn des 1. WK weiter forsiert hat. Wilhelm II hat bestehende geschickt eingefädelte Verträge (aus Größenwahn, Selbstüberschätzung oder Arroganz) missachtet und den Machtanspruch des Deutschen Reichs als Weltmacht aufgestellt. ("Säbelrasseln)

Durch diese wachsende Aggression des Deutschen Reichs wurden die Beziehungen in Europa immer angespannter und Frankreich gelang es aus dem politischen Abseits wieer aufzutauchen und sich wieder anderen Ländern an zu nähern.

Damit hat das Deutsche Reich sich selbst ins Abseits gedrängt und konnt dann nach Ausbruch des 1. WK nicht mehr viel ausrichten und war hoffnungslos unterlegen.


Hoffe ich konnte dir mit der doch ser ausführlichen Antwort weiterhelfen xD

bei Fragen oder Wiedersprüchen kannst du die ruhig an mich stellen, bin selbst sehr geschichtsinteressiert und bilde mich auch gerne immer weiter!


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bismarck hat mit imperialistischen Bestrebungen im landläufigen Sinne eigentlich recht wenig am Hut. Seine Politik ist darauf konzentriert, den europäischen Frieden zu wahren und damit die Rahmenvoraussetzung zu schaffen für eine Konsolidierung und dynamische Entwicklung des gerade entstandenen Deutschen Kaiserreichs.

Imperiales Geltungsstreben und eine aktive Kolonialpolitik setzt eigentlich erst nach seiner Demissionierung ein...


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin mir nicht zu 100% sicher, aber ich glaube, dass Kaiser Wilhelm II nach imperialismus gestrebt hat, weil man aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs nach Absatzmärkten gesucht hat. Außerdem konnte man aus den Kolonien Rohstoffe bekommen. 

Bismarck hat ja ein Bündnissystem aufgebaut. Deutschland hatte ja den Dreibund mit Österreich-Ungarn und Italien. Außerdem einen Vertrag mit Russland, der im Falle eines Krieges Neutralität zusicherte. Mit GB und F stand D in Konkurrenz (Marokkokrise). Außerdem stand Deutschland aufgrund des Ausbaus der Flotte mit GB in Konkurrenz. Aufgrund der Interessen auf dem Balkan von Österreich-ungarn und Russland verschlechterte sich das deutsch-russiche Verhältnis

England und Russland konnten sich auf die Interessen in Asien einigen. England und Frankreich konnten sich auch auf die Kolonien einigen. Dies führte dann 1907 zur Gründung der Triple Entente mit Russland, Frankreich, England. Zuvor bestand die Entente Cordiale zwischen England und Frankreich. Russland ist später dazu gekommen.

Somit standen sich die Entente und der Dreibund im Krieg gegenüber. Der grund des Ausbruch des ersten WK war dann das Attentat von Sarajewo. Man kann sich darüber streiten, ob das die Hauptursache des ersten WK war. Vielmehr waren es die imperialistischen Interessen der einzelnen Länder.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also deine Hausaufgaben musst du schon selbst machen. ;)

Gerne gebe ich dir Tipps wie du diese Frage beantworten kannst.

Lies die Biographie Bismarcks, meinetwegen bei wikipedia. Daraus ergibt sich schon einiges. Zu beachten gilt Bismarks politische Stellung im Deutschen Reich und welche Folgen dies hatte.

Die Zeit, in der er lebte, war europaweit geprägt vom Imperialismus. Dh. Alle Reiche wollten a) Kolonien und dadurch mehr Macht b) dies fürhte zum Aufrüsten.

Die Länder schaukelten sich gegenseitig hoch, weshalb ein kleiner Funke (Attentat von Sarajevo) letztendlich alles zum Überlauben brachte und letztendlich zum 1WK führte.

Den Rest musst du lesen, verstehen und schreiben.;)

Viel Erfolg!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von samirahe
10.06.2016, 13:30

Sind keine Hausaufgaben ich schreibe eine Klausur, habe dazu jedoch nichts im Schulbuch und nichts in den aufschrieben

0

Was möchtest Du wissen?